Die Chorgemeinschaft Schnaittach beschließt die Weihnachtsfeiertage

Der Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages ist in Schnaittach für anspruchsvolle und dennoch unterhaltsame Chormusik reserviert. Eine gute Stunde lang singt die Chorgemeinschaft Schnaittach in der katholischen Kirche Sankt Kunigund bekannte und weniger bekannte weihnachtlich geprägte Lieder. Die Auswahl reicht vom tiefgläubigen Kirchenlied aus dem Mittelalter bis zum mystisch geprägten New-Age-Song der Jetztzeit, und die 24 Sängerinnen und Sänger zeigen dabei erstaunliche stimmliche Leistungen.

So voll wie an diesem 26. Dezember wünscht sich wohl jeder Pfarrer seine Kirche während des Jahres, und Pater Ashok Mathew dürften ähnliche Gedanken durch den Kopf gegangen sein. Als sich aber die klaren Stimmen zum ersten, feierlichen und hoffnungsvollen „In dulci jubilo“ erheben, besteht der Kirchenraum nur noch aus Menschen, die sich in die Musik versenken.

Platziert zwischen dem repräsentativen Christbaum mit roten Kugeln und goldenen Sternen und dem kleineren „Kinder“ Christbaum, treibt Dirigentin Magdalena Rummler den Chor zu Höchstleistungen. Wenn dann bei einigen Liedern die Orgel druckvoll und mächtig den Gesang ablöst oder Susanne Dörflers E-Piano zart und gefühlvoll die Melodie untermalt, werden Ohren und Herzen weit, ganz so, wie es das barocke „Macht hoch die Tür“ fordert.

In dieser dichten, feierlichen Atmosphäre können so unterschiedliche Weisen wie das leichte gospelartige Spiritual „All Day, all Night“ ebenso ihre Wirkung entfalten wie der wuchtige, orchestrale New-Age-Song „Journey oft he Angels“ von Enya.

Rummler fordert aber nicht nur ihren Chor, sie greift auch zur Violine, um neben dem gefühlvollen, ehrfürchtigen Solo „Ave Maria“ gemeinsam mit Christian Härtl an der Orgel ein fran-zösisches Volkslied mit fragendem Charakter zu intonieren.

Zwischen die Gesangstücke fügt Renate Anders kleine Passagen, die zu den folgenden Liedern hinführen oder die Advents- und Weihnachtszeit beschreibende Gedichte, die sich mit der musikalischen Darbietung zu einem harmonischen Gesamtwerk verbinden.

Natürlich fehlt an diesem Abend das erste Weihnachtslied in deutscher Sprache nicht, wenn die „Stille Nacht“ auch ein etwas moderneres, amerikanisch angehauchtes Gewand verpasst bekommt. Den Schluss bildet eine experimentelle Kombination aus Tschaikowskys „Nussknacker-Suite“ und „Jingle Bells“ mit schnellen Tempi-Wechseln, scheinbaren Brüchen, wirbelnden und überschäumenden Passagen, bei welcher der Chor über sich hinauswachsen muss, um diese unterschiedlichen Tonfolgen, teilweise noch dazu als Choral, zu meistern.

Den kräftigen, anhaltenden Beifall honoriert die Chorgemeinschaft mit einer Zugabe, und dann stimmt das gesamte Kirchenschiff in das gemeinsame Schlusslied ein.

Draußen, vor der Türe, warten schon der Glühwein, Sekt und Naschwerk, damit die Menschen noch ein bisschen verweilen, miteinander reden über Gott und die Welt, über Weih-nachten, Geschenke und Familie. Der Erlös aus den Spenden in und vor der Kirche kommt der Orgel zugute, wie Vorsitzende Birgit Bauer bekanntgibt.

 

* Text und Fotos Vinzenz R. Dorn *


Waldlermesse in der Stadtkirche Hersbruck

Seit 1989 gehört die Aufführung der „Waldlermesse“ in der Stadtkirche Hersbruck zum festen Bestandteil in der vorweihnachtlichen Zeit in Hersbruck.

 

Dass sich die Aufführung nach wie vor großer Beliebtheit erfreut, zeigte sich auch heuer wieder. Die Veranstaltung begann um 17.00 Uhr, die Türe der Stadtkirche wurde um 16.00 Uhr geöffnet. Schon kurze Zeit nach der Öffnung suchten die Besucher im Kirchenschiff vergeblich nach freien Plätzen. Über den guten Zuspruch freute sich natürlich auch Hermann Hopfengärtner in seiner kurzen Begrüßungsrede.

 

Eröffnet wurde die Waldlermesse mit einem Prolog, gesprochen von Leonid Slasten und Gerhard Liwanetz. Mit dem „Kyrie“ startete der musikalische Teil der Messe. Erklärende und verbindende Worte zwischen den musikalischen Beiträgen sprach der neue Hersbrucker Dekan Tobias Schäfer.

 

Die harmonischen und eingängigen Melodien, aber auch die gut verständlichen und berührenden Texte der Messe sorgten für eine andächtige Stille in den Zuhörerreihen. Der Männerchor, gebildet aus den Sängern der Sängervereinigung Hersbruck und der Sängervereinigung Reichenschwand, trugen den Begriff „Vereinigung“ ganz offensichtlich nicht ohne Grund in ihren Namen. Denn die beiden Chöre bildeten unter dem Dirigat von Christine Grießhammer tatsächlich eine sehr homogene Einheit. Da passte jeder Einsatz und die „erklärende“ Dynamik fehlte auch nicht. Die verschiedenen Stimmungen in den Liedbeiträgen konnten die Zuhörer gut erkennen.

 

In der Waldlermesse von Eugen Hubrich und Ferdinand Neumaier sind die Macht und Größe Gottes sowie die großartige Natur das Thema. Authentisch brachten die Sänger machtvoll das Gotteslob im „Gloria“, oder einfühlsam die Heiligkeit des Abendmahls im „Sanktus“ zum Ausdruck, um nur zwei Beispiele zu nennen. Nach dem gesungenen Amen führte Dekan Schäfer mit seinen abschließenden Worten auf die bevorstehenden Weihnachtstage hin und erteilte den Zuhörern den Segen. Einige Augenblicke ehrfürchtiger Stille gab es noch, dann setzte kräftiger Applaus ein. Als Zugabe hierfür und das zahlreiche Kommen erklang noch einmal aus den Liturgieteilen das „Benediktus“.

 

Ein herzlicher Dank von Vorstand Hopfengärtner ging im Anschluss an Christina Lindner (Akkordeon), Iris Schwarm (Gitarre) und Sebastian Wild (Bass). Aber natürlich auch an Christine Grießhammer für die musikalische Leitung, Dekan Tobias Schäfer für die tiefgehenden Worte zwischen den Liturgieteilen. Dass die Kirchengemeinde die Stadtkirche zur Verfügung gestellt hatte, fand Hopfengärtner ebenfalls sehr dankenswert.

 

* Bericht in der Hersbrucker Zeitung vom 30. Dezember 2019 - Text und Foto Marita Münster *

Die Sängervereinigungen aus Hersbruck und Reichenschwand
Die Sängervereinigungen aus Hersbruck und Reichenschwand

Kleine und große Sänger begeisterten

Der Gesangverein Moosbach lud zusammen mit dem Kulturkreis der Marktgemeinde Feucht am 2. Adventssonntag in die Bürgerhalle zu seinem traditonellen Adventskonzert ein. Die erste Vorsitzende Brigitte Kunert konnte in der gut besuchten Halle zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Franz Peter Hintermayer führte gekonnt durch das Programm. Unter der Leitung von Markus Bauer und der Unterstützung des Nürnberger Pianisten Udo Frisch, stimmte der gemischte Chor mit dem Lied „Oh freudenreicher Tag“ die zahlreichen Gäste auf den Abend ein. Anschließend brachte der Chor das allseits bekannte Lied „Maria durch ein Dornwald ging“ in einem modernen fünfstmmigen Satz dar. Hierzu setzte Chorleiter Markus Bauer seine jugendlichen Sängerinnen ein, welche gekonnt die 1. Stimme übernahmen. Ihm Anschluss sangen die jungen Damen das ungarische Lied „Es kam ein Engel“. Die Stubenmusik Hintermayer rundete schließlich das Dargebrachte mit dem Stub´nländler ab. Die Kleinsten des Gesangvereines sangen dann das Lied „Kommt all herein, ihr Engelein“. Das für kleine Sänger sehr anspruchsvolle Lied von Helge Jung wurde schon sehr sicher vorgetragen. Danach erfreuten die Kleinen die Zuhörer mit dem kurzweiligen Singspiel „Du bist der Weihnachtsmann“, für das sie verdient Beifall erhielten. Claudia Käppner bereicherte mit dem Gedicht „Winter ade“ in fränkischer Mundart das Konzert, ebenso die Stubenmusik mit der „Marien-Weis´“, bevor der Jugendchor mit „Was soll das bedeuten“ und dem „Jingle Bell Rock“ übernahm. Eine weitere lustige fränkische Geschichte und das „Salzburger Stückl“ der Stubenmusik führten schließlich in den zweiten Teil des Abends über. Der Kinderchor sang die Volksweise „Morgen Kinder wird’s was geben“ und zeigte viel Freude bei dem sehr lebendigen Lied von Karl Marx „ Juchhe, der erste Schnee“. Die Stubenmusik Hintermayer läutete schließlich mit dem Stück „S´Paradeisl“ den Schluss des Konzertes ein. Der Gemischte Chor trug gekonnt die Lieder von Lorenz Maierhofer vor „Advent ist ein Leuchten“ und im Anschluss „Advent der Christenheit“. Bei letzterem übernahm der Jugendchor bravourös die Solostimme. Zuletzt lud der Gesangverein die Gäste ein, gemeinsam das „Fröhliche Weihnacht überall“ anzustimmen. Das Konzert hatte für Zuhörer jeden Alter etwas zu bieten. Bewundernswert waren vor allem die Jugendlichen, die trotz ihres jungen Alters sämtliche Lieder mehrstmmig vortrugen. Das Zusammenklingen der Erwachsenen mit den jugendlichen Stimmen hört man eher selten. Dies wurde auch von den Zuhörern mit reichlichem Beifall belohnt.

 

* Bericht in den Nürnberger Nachrichten vom 13. Dezember 2019  *


Gedanken und Gefühle zum Advent

Die Fränkische Weihnacht von und mit Fritz Körber in der Marienkirche von Oberferrieden war „eine gesegnete Stunde mit Singen und Musizieren“ und gleichzeitig ein würdiger Abschluss des Jubiläumsjahres des Landfrauenchor Nürnberger Land. „Der richtige Abend zum Innehalten als Einstimmung auf Weihnachten“, formulierte es Pfarrerin Nicola Neitzel in ihren einleitenden Worten.

 

In sieben Sequenzen (Vorbereitung Advent; Maria Verkündigung, Maria Heimsuchung, Herbergssuche; Geburt; Anbetung des Kindes; Freude) ließ Fritz Körber seine auf fränkisch verfasste und akzentuiert vorgetragene Weihnachtsgeschichte lebendig werden, in der er mit nachdenklichen sozialkritischen Anmerkungen gekonnt den Bogen vom damaligen Geschehen um die Geburt Christi zur Neuzeit schlug und Weihnachten als ein Licht der Hoffnung, ein Fest der Freude und der Zuversicht bezeichnete.

 

Für den Landfrauenchors war das Konzert der Höhepunkt und gelungene Abschluss eines Jubiläumsjahres, in dem die Sängerinnen unter der bewährten und professionellen Stabführung von Susanne Wittekind zu einer wahren Höchstform aufgelaufen sind. Dass sie mit ihrem Repertoire längst in der Lage sind auch Veranstaltungen wie die Burgthanner Weihnacht erheblich zu bereichern, betonte Bürgermeister Heinz Meyer bei der Übergabe eines ansehnlichen Betrages für die neuen Dirndl der Sängerinnen an Vorsitzende Karin Bogner besonders.

 

Die ausgewählten bekannten und weniger bekannten Lieder passten perfekt und erklangen teilweise mehrstimmig, wobei besonders die gefühlvoll interpretierte „Stille Nacht, heilige Nacht“ beeindruckte. Perfekt sich anpassend sorgte das Duo Leipold mit Zither, Gitarre und Akkordeon im Zusammenspiel mit Robert Vogel an seinen Vogelhörnern für dezent dargebotene festliche Begleitmusik. Vom langanhaltenden Schlussapplaus „für einen Abend, der noch lange nachklingen wird und dazu angetan ist mit Ruhe und Frieden in die Weihnachtszeit zu gehen“, wie es Susanne Wittekind formulierte, waren die Interpreten des Abends tief beeindruckt.

 

* Bericht in der Pegnitz Zeitung vom 24. Dezember 2019 - Text und Foto Lorenz Märtl *


Treue Sängerschar zwischen bewegenden Liedern

Es war ein stimmungsvolles und stimmgewaltiges Festkonzert anlässlich des Jubiläums des MGV Gersdorf. Zwischen den Grußworten füllten bewegende Liedbeiträge aller anwesenden Chöre sowie kurze Sketche aus dem Gersdorfer Vereinsleben, gespielt von Manuela Schreimel und Moni Müller, den Abend. Den Höhepunkt bildeten die Ehrungen verdienter passiver und aktiver Vereinsmitglieder durch den Fränkischen Sängerbund und den Verein.

 

Heinrich Bodendörfer und Erika Groß ehrten für den Fränkischen Sängerbund für aktives Singen im Verein Günther Hofmeister für zehn Jahre, Sabine Kliegel, Brigitte Pickel und Renate Volkert für 25 Jahre.

 

Vereinsintern nahmen für aktives Singen Friedericke Heiger für 15 Jahre, Leonhard Schreimel für 50 Jahre, Anneliese Habermann und Rudolf Heiger für 60 Jahre Ehrungen entgegen. Für ihre passive Mitgliedschaft ehrte der Verein Luise Görnert und Helga Schmidt für 25 Jahre, Karl Scharrer für 50 Jahre, Georg Bauer und Gertraud Schmidt für 60 Jahre Treue zum Verein. Besonders freute sich Hans Schorr über die Anerkennung seiner 70-jährigen Vereinsmitgliedschaft. Ein dickes Dankeschön erhielten auch Waltraud Ruff und Leonhard Wörnlein für ihren jahrelangen Einsatz in der Vorstandschaft und Chorleiter Günther Kuhn für seinen 26 Jahre andauernden Einsatz beim gemischten Chor.

 

* Bericht in der Hersbrucker Zeitung vom 07. November 2019 – MGV-Gersdorf *


Klang unterm Korb

„Unser Chor geht neue Wege“, dies kündigte der „Gemischte Chor“ aus Henfenfeld an. Der erste neue Weg war sicherlich, dass damit erstmals ein Kulturevent in der renovierten Sporthalle in Henfenfeld stattfand. Die Sänger aus Henfenfeld hatten für ein vielseitiges Programm weitere Gruppen eingeladen.

 

Fast vollbesetzt war die Halle, als der Henfenfelder Posaunenchor unter Leitung von Michael Bär mit dem „Moderato Festoso“ für einen fulminanten Auftakt sorgte. Die Vorsitzende des gastgebenden Chores, Edeltraud Brand, begrüßte neben vielen Chorleitern benachbarter Chöre besonders Bürgermeister Günther Rögner aus Engelthal, Pfarrerin Kathrin Klinger und den Vertreter der Sparkasse, Günter Mertel.

 

Bürgermeister Markus Gleißenberg freute sich über die erste kulturelle Veranstaltung in der Halle und bezeichnete diese als „Test für die Akustik“. Er stellte besonders die Verbundenheit der Henfenfelder Vereine heraus, weil an diesem Abend der Kirchweihverein die Bedienung der Gäste übernommen hatte. Auch Landrat Armin Kroder dankte den Helfern im Hintergrund und zeigte sich erfreut über die kulturelle Nutzung der Halle.

 

Mit „What a wonderful world” begrüßte der “Gemischte Chor“ unter Leitung von Hartmut Allwang sehr besinnlich die Gäste. Mit viel Schwung begeisterte der Chor anschließend mit „Have a nice day“. Erfreulich ist der Umstand, dass im Chor nun auch wieder mehr Männer mitsingen und damit das Klangvolumen abrunden. Dies zeigte sich besonders bei „An die Freude“, wobei nicht die Beethoven-Melodie erklang, wohl aber die Verse von Friedrich Schiller. Sehr gelungen war ein musikalischer Ausflug nach Italien mit der Hymne „Signore delle crime“ von Guiseppe De Marzi.

 

Ebenfalls italienisch geprägt waren die Lieder, welche das Mandolinen- und Gitarrenorchester der Naturfreunde Lauf unter der Leitung von Elena Romanova-Möller vortrug. Die instrumentalen Fassungen von „Funiculi, Funicula“ und „O sole mio“ erzeugten eine besonders feine Stimmung. Das „Abends in Napoli“ entpuppte sich als Medley alter Schlager, bei dem „Ciao, Ciao, Bambina“ oder die legendäre „Marina“ nicht fehlen durften. Sehr feurig wurde die „Juliska aus Budapest“ vorgetragen und erzeugte große Begeisterung beim Publikum.

 

Ein Kontrast zu den „Klassikern“ waren die Lieder aus dem Repertoire des Frauenensembles „Taktvoll“ aus Gersdorf, das unter der Leitung von Sabine Kliegel steht. Die zehnköpfige Gruppe, teilweise durch einen Mann verstärkt, bot als erstes „Tage wie diese“ mit erstaunlicher Stimmgewalt an. Auch der Beach Boy Klassiker „Barbara Ann“ kam gut beim Publikum an. Besonderen Eindruck hinterließ „Siyahamba“, ein traditionelles Lied aus Afrika, das mit Trommelklängen hinterlegt wurde. Zum Abschluss ihres Programmes präsentierten die Damen „My way“ und ernteten für ihre Chorversion Bravo-Rufe.

 

Der Henfenfelder Posaunenchor zeigte an diesem Abend seine „weltliche“ Vielseitigkeit. Er sorgte für einen satten Sound in der Halle bei „Best Memories“ und „Make a joyful sound“. Der Hymnus“ von Reinhard Gramm zeigte facettenreiches Spiel und das hohe Niveau der Musikanten, die mit Jens Uhlenhoffs „Seid fröhlich in Hoffnung“ das Programm abschlossen.

 

Alle Akteure wurden mit viel Beifall bedacht, als Abschluss sang der gastgebende Chor den „Abendsegen“. Als Fazit bleibt: Die Spothalle ist durchaus für Konzerte geeignet – man muss allerdings die Einrichtung akzeptieren.

 

* Bericht in der Hersbrucker Zeitung vom 01.-03. November 2019 – Johann Dechant *


Klingende Würmer für jedes Ohr

Das Herbstkonzert der Sängervereinigung Reichenschwand stand unter dem Motto „Ohrwürmer“ und konnte diesem Anspruch auch durchaus gerecht werden. In seiner Begrüßung wünschte sich Vorsitzender Erich Wittmann, dass der Abend bunt und vielfältig werden solle, genau wie der Herbst.

 

Und das sollte gelingen: Gemeinsam mit dem Männergesangverein Pommelsbrunn unter der Leitung von Einhard Lauffer-Königer und dem Kirchenchor Reichenschwand unter der Leitung von Ute Wagner sorgte die Sängervereinigung unter der Leitung von Karola Klinger-Summerer für einen schönen Abend, an dem sicher viele der zahlreichen Besucher mindestens summend nach Hause gegangen sind. Denn von Volksliedern, „Gassenhauern“, Liebesliedern, Musical und Hymnen wie Halleluja in der Version von Leonard Cohen, jedoch mit deutschem Text, war alles geboten, was man sich für einen musikalischen Liederabend nur wünschen kann.

 

So wünschte es sich auch Zweiter Bürgermeister Manfred Schmidt, der sich in seinem Grußwort sehr bedankte für das Engagement der Sängervereinigung, die diesen Abend für alle möglich und unvergesslich machten. Mit Charme und Zusatzinformationen für die präsentierten Titel führte Gerhard Liwanetz launig als Moderator durch den Abend.

 

Ob mit Liedern von Ralph Siegel, Hubert von Goisern, Udo Jürgens, Reinhard Mey oder Freddy Quinn, aber auch Wolfgang Amadeus Mozart war für jeden Geschmack etwas geboten – von berührend bis lustig, von Evergreen bis aktuell. Und für jeden Chor war einzeln die Gelegenheit, das Publikum für sich einzunehmen, sei es für den Männergesangverein Pommelsbrunn, nur beispielsweise, mit „Ein Stern, der deinen Namen trägt“, der erfolgreichsten Single seit 2007 oder dem „Kriminaltango“. Oder dem Kirchenchor Reichenschwand mit einem Stück aus Peter Maffays Musical „Tabaluga“, dem Bekenntnis: „Ich wollte nie erwachsen werden“. Auch die Sängervereinigung Reichenschwand zeigte ihre Bandbreite von „Alpenrock“ bis Reinhard Mey und Udo Jürgens, dessen Statement „Aber bitte mit Sahne“ heute bereits zum „geflügelten Wort“ geworden ist. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Lied mit dem Titel „Ein schöner Weg zum Glück“, das die Besucher mit der Aufforderung nach Hause schickte: „Schenk ein Lächeln jeden Tag, es kommt zu dir zurück!“

 

* Bericht in der Hersbrucker Zeitung vom 29. Oktober 2019 - Text und Foto: Monika Gniffge *

 


Konzert- und Erlebnisreise des Sängerkreises Hersbruck

Ende September bis Anfang Oktober 2019 hat der Sängerkreis Hersbruck zusammen mit der Chorakademie des Fränkischen Sängerbundes im Benediktinerkloster Weißenohe eine achttägige Konzert- und Erlebnisreise nach Litauen und Lettland durchgeführt.

 

Der gesamte Projektchor zählte 90 Sängerinnen und Sänger. Dazu kamen noch etwa 50 Begleitpersonen. Eine solch große Chorreise wird alle zwei Jahre inszeniert.

 

Die Teilnehmer, die zum Teil per Schiff oder mit dem Flugzeug ans Ziel gekommen waren, entdeckten ein außergewöhnliches Stück europäischer Geschichte. Denn die baltischen Länder blicken auf eine turbulente Vergangenheit zurück. Die Konzertreise führte unter anderem in die Hauptstädte Lettlands und Litauens, nach Riga und Vilnius.

 

In Klaipeda (dem früheren Memel) gab der Projektchor vor der anmutigen Brunnenskulptur des „Ännchen von Tharau“ das wunderbare und zu Herzen gehende volkstümliche Lied vom „Ännchen“ zum Besten.

 

Beeindruckend waren die anmutigen Altstädte mit vielen Skulpturen, aber auch die Abschnitte fast unberührter Natur sowie die frische Ostseeprise auf der Kurischen Nehrung.

 

Dieser weltberühmte knapp 100 km lange Naturdamm wurde erst kürzlich in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes eingetragen.

 

Auf der Etappe nach Riga ging es dann für die Reisegruppe erst landeinwärts durch das grüne und fruchtbare Hügelland im Herzen Litauens. Nahe der Stadt Siauliai erlebten die Konzertreisenden dann eine ungewöhnliche Sehenswürdigkeit, den „Berg der Kreuze“. Schätzungen gehen davon aus, dass sich auf dem nur etwa 11 m hohen Hügel bis zu 400.000 Kreuze befinden, die still von den Leiden, Hoffnungen und Danksagungen der Menschen zeugen. Hans Steger, erster Vorsitzender des MGV Auerbach, stellte dort für den Sängerkreis Hersbruck ein selbst gezimmertes Kruzifix auf. Nach einer kleinen Danksagung sangen dann alle das „Dona Nobis Pacem“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Ein ganz besonderer und ergreifender Moment auf dieser Reise.

 

Bei den weiteren Stationen und Stadtbesichtigungen fiel der Reisegruppe immer wieder das lupenrein gesprochene Deutsch der Reiseführerinnen auf. Neben Englisch und Russisch wird an den baltischen Schulen auch wahlweise Deutsch gelehrt.

 

Das Konzertprogramm des Projektchores umfasste unter anderem „Helle Klänge, Festgesänge“, „An hellen Tagen“, „Jesus bleibet meine Freude“, „Einmal nur in unserm Leben“, „Heil sei Euch Geweihten“, „Wach auf, meins Herzens Schöne“, "O Täler weit, o Höhen“, „Jauchzet dem Herrn“ und „Tiefer Friede“. Dieses Lied wurde vom Bundeschorleiter Dr. Gerald Fink komponiert und hatte im Baltikum seine Erstaufführung.

 

Die Begegnungskonzerte fanden in Riga in der „Kleinen Gilde“ und in Vilnius im „Lehrerhaus“ statt. In Riga erfreute uns der doch sehr junge Männerchor Tevzeme mit seinem erfrischenden Gesang. In Vilnius fand dann, zusammen mit dem grandiosen Chor Sonoros, vor vollem Haus ein begeisterndes und überwältigendes Konzert statt. Zum Schluss sangen unser Projektchor und der gastgebende Chor gemeinsam in einer fulminanten Art und Weise das Freiheitslied der baltischen Staaten „Baltija“. Der dadurch entfachte Funke sprang sofort auf das höchst erfreute Publikum über. Es sang aus voller Kehle mit. Irgendwie waren alle im Saal ergriffen. Es ging unter die Haut.

 

Begeistert registrierten die Konzertreisenden des Sängerkreises Hersbruck die enorme Sangesfreude der Litauer und der Letten. Denn deren Chöre können sich über erst 15-jährige Sängerinnen und Sänger in ihren Reihen genauso freuen wie über 80-jährige Aktive.

 

* Text: Sabine Rühl und Günter Hensel - Fotos: Peter Bywaletz *


Festival der Chöre

Ganz im Zeichen der Musik stand der Jubiläums-Sonntag des Männergesangvereins (MGV) in Gersdorf am Eichenhain, der mit einem Festgottesdienst, umrahmt vom Posaunenchor, und einem Frühschoppen mit Blasmusik eingeläutet wurde.

 

Die Musiker von „Don Bleu“ aus Oberferrieden sorgten nach dem Mittagstisch für Stimmung und untermalten den Einzug des Jubiläums-Chores „MGV Gersdorf“, des Frauenensembles „Takt voll“ und des Kinderchores „Holla Hopsasa“ in das vollbesetzte Festzelt.

 

Zunächst präsentierten die drei Einzelchöre eine Auswahl ihres Liedgutes. Auch optisch boten die Chormitglieder ein buntes Bild: So trug der Stammchor „MGV Gersdorf“ ein frisches Blau, wogegen die Sängerinnen von „Takt voll“ an roten Accessoires zu erkennen waren; der Kinderchor hatte T-Shirt mit dem Aufdruck „“Holla Hopsasa“ an. Als Überraschung standen die drei Chöre und damit drei Generationen gemeinsam auf der Bühne und gaben „Ich wollte nie erwachsen sein“ zum Besten, was so manchen Zuschauer die Tränen rührte.

 

Zu Geburtstagsfeier gab es natürlich auch Kaffee und selbstgebackenen Kuchen, eine Tombola und ein Kinderprogramm. Als Gäste gratulierten mit je einem Liedblock der MGV ‘Sängerbund‘ Oberferrieden, der Frauenchor Oberferrieden, der Gesangverein ‘Sängerliebe‘ Weißenbrunn, der MGV ‘Liederkranz‘ Rasch und der MGV ‘Sängerlust‘ Entenberg. Alle Gratulanten sind Mitglieds-Chöre der Sängergruppe Schwarzachtal. Für sie war es eine Ehre, dem ältesten Chor in der Sängergruppe ihre musikalische Aufwartung zu machen. So entwickelte sich aus dem Gratulationsreigen ein Festival der Chöre.

 

Extra aus Frankfurt angereist war das Marienquartett 1925 Frankfurt Bonames, der Patenchor des MGV Gersdorf. Vor Jahrzehnten ist ein Gersdorfer der Liebe wegen nach Frankfurt gezogen und so entstand diese Freundschaft, die durch viele Begegnungen in über 50 Jahren vertieft wurde. Das Marienquartett überbrachte ebenfalls einen musikalischen Gruß. Durch das abwechslungsreiche Programm, das mit thailändischen Tänzen bereichert wurde, führte Elke Scharrer, erste Vorsitzende des MGV Gersdorf, auch mit Zitaten aus der neu aufgelegten und ergänzten Vereins-Chronik. Der MGV Gersdorf erhält seit 150 Jahren eine schöne Tradition aufrecht und bietet den Dorfbewohnern Gemeinschaft und Geselligkeit. Das OpenAir am Eichenhain war eine gelungene Werbung für den Chorgesang.

 

Im Herbst klingt das 150-jährige Jubiläum des MGV Gersdorf mit einem offiziellen Festakt in der Sporthalle Diepersdorf aus.

 

* Bericht der Bote – MGV-Gersdorf - W. Leykauf *

MGV Gersdorf
MGV Gersdorf
Frauenensemble TAKTvoll
Frauenensemble TAKTvoll

Sommerkonzert in der Bürgerhalle

Schmetterlinge schmückten die Bühne der Moosbacher Bürgerhalle. Der Vorhang ging auf, der gemischte Chor kam zum Vorschein und wurde applaudierend vom Publikum begrüßt. Obwohl draußen der Sommer eine kurze Pause einlegte, heizte der Gesangverein Moosbach innen ordentlich ein. Tatkräftig unterstützt von den Kinder- und Jugendchören. Einen ganz besonderen Ohrenschmaus kredenzte Stargast Alexander Herzog von „The 12 Tenors“ und bereicherte den Abend mit seinem außergewöhnlichen Gesangstalent. Ehrungen fanden ebenfalls statt.

 

Das Sommerkonzert eröffnete der GV unter der Leitung von Markus Bauer mit „Sing mit mir“ und „Mein kleiner grüner Kaktus“. „Singen im Verein bringt Vorteile: Man benötigt keine Ausrüstung und teuren Instrumente, denn die eigene Stimme hat man immer bei sich, man benötigt keine Gegner und man kann alleine, in kleinen oder in großen Gruppen singen.“, verdeutlichte Dr. Olaf Kohlisch (stv. Vorsitzender Sängerkreis Hersbruck). Vereine halten das Leben aufrecht, jedoch werde dies leider selten gewürdigt. Für Nachwuchs jedenfalls ist bei diesem Verein bestens gesorgt. Wer aber dennoch die Lust am Singen gefunden hat, egal ob Groß oder Klein, kann sich natürlich mit den Mitgliedern in Verbindung setzen. In dunkelblauen Kleidern geschmückt betrat der Jugendchor die Bühnenbretter. „Schön ist die Welt“, „Der Mond ist aufgegangen“ und „From a Distance“ hatten die jungen Frauen unter anderem perfekt einstudiert und verdienten zurecht kräftigen Beifall. Eine lange Reihe füllte der Kinderchor. Dass sie sichtlich Spaß am Singen haben bewiesen sie teils turnend. Gekleidet in grünen T-Shirts durfte das Lied „Song vom Frosch“ nicht fehlen. Eine musikalische Beschreibung des Swings folgte. Gefolgt von den Affen, die durch den Wald rasen. Wenn das Huhn auf dem Bauernhof rappt, dann hat es immer eine Mütze auf. Wenn der Elefant in die Disco geht, schwingt er den Rüssel im Takt dazu. Wie tanzen die Affen und Stinktiere? Die Antwort darauf erfuhr man in der Bürgerhallen-Disco von den kleinen Profis.

 

Leicht ist es nicht eine Berühmtheit zu gewinnen. Heuer gelang es dem Gesangsverein zusammen mit dem Kulturkreis des Marktes Feucht Alexander Herzog, einer von „The 12 Tenors“, gegen Ende seiner Tour in die Feuchter Ortschaft zu locken. Nach der Anmoderation durch Ehrenchorleiter Franz Peter Hintermayer, der durch das Programm führte, stürmte Alexander mit viel Energie die Bühne. Kein Wunder, denn es ging „Auf in den Kampf, Torero“. Zu hören bekam man auch einen Walzer im Medley „Weißes Rössl“, „O sole mio“ und „Veronika der Lenz ist da“. Durch Klatschen forderte er das Publikum zum Mitsingen auf. Mit viel Gestik, Mimik und schauspielerischen Einlagen riss er vor Freude die Zuschauer fast von den Stühlen. So ahmte er gekonnt eine ältere Dame bei dem Lied „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist“ so gut nach, dass selbst die Kinder lachen mussten. „Nicht nur lustige Lieder, sondern auch Nachdenkliche habe ich heute für euch dabei.“, so Herzog. „Imagine“ von John Lennon und „You raise me up“ sang er in einer einfühlsamen und ernsten Tonlage. Gerne hörte man ihn zu, wenn er die gesamte Tonleiter seiner professionell geschulten Stimme ausreizte. Udo Frisch bekleidete ihn und die Sängerinnen und Sänger am Klavier.

 

Erika Groß (Vorsitzende der Sängergruppe Schwarzachtal) und GV-Voristzende Brigitte Kunert führten Ehrungen von drei langjährig aktiven Damen durch. Zuvor stellte Groß fest, dass Markus Bauer eine große Bereicherung für den Gesangsverein ist. Für 10 Jahre wurde Elfriede Wild in der Stimmlage Alt, für 40 Jahre Irmgard Frischmann für die Stimmlage Sopran, die auch gleichzeitig mit 91 Jahren das älteste aktive Mitglied ist, und für 50 Jahre Inge Bauer geehrt. Sie erhält auch einen Ehrenausweis für kostenlose Konzertbesuche des Fränkischen Sängerbundes und vom Deutschen Chorverband eine Ehrennadel in Gold mit Urkunde. In dieser Zeit hatte sie 21 Jahre das Amt der Schriftführerin inne, war noch viele Jahre als Beisitzerin in der Vorstandschaft tätig und viele Jahre Mitorganisatorin und Helferin beim alljährlichen Grillfest. Seit 2006 ist sie Ehrenmitglied. „Zum Abschied“ hieß passend das Abschlusslied, das alle Mitwirkenden, unterstützt von Tenor Alexander Herzog, als Dank für zahlreiches Erscheinen ihrem Publikum präsentierte. Vorsitzende Brigitte Kunert übernahm die Begrüßung und verabschiedete am Ende alle, darunter auch Bürgermeister Konrad Rupprecht, in einen schönen Samstagabend. Die Sparkasse Nürnberg unterstützte das durchwegs gelungene Sommerkonzert.

 

* Bericht Der Bote Feucht im Juli 2019 - Text und Fotos: Sabine Rösler *


Gruppenkonzert im Hof des Eismannsberger Schlosses

Das diesjährige Gruppenkonzert der Sängergruppe Schwarzachtal fand im Hof des Schlosses in Eismannsberg statt. Eine schönere Kulisse hätte es für diesen Tag nicht geben können und so bedankte sich die Gruppenvorsitzende Erika Groß herzlich bei den Schlossherren Christa und Dieter Wild für die zur Verfügungsstellung ihres Anwesens und auch beim ausrichtenden Verein, der ‘Sängerlust‘ Eismannsberg.

 

Als Ehrengäste konnte sie Bezirks- und Landrat Armin Kroder, den 1.Bürgermeister der Stadt Altdorf Erich Odörfer, Pfarrerin Barbara Overmann, den Vorsitzenden des Sängerkreises Hersbruck Heiner Bodendörfer und seinen Stellvertreter Werner Leykauf begrüßen.

Mit „Wenn die Sonne erwacht in den Bergen“, dem „Chiantilied“ und „In der Ferne“ eröffnete die ‘Sängerlust‘ Eismannsberg unter Leitung von Martin Pirner den Nachmittag. Erfreulich, dass so viele junge Sänger dem Chor angehören.

 

Nach dem Grußwort von Armin Kroder durften die Zuhörer auf einen besonderen Chor gespannt sein; der Chor ‘Präludium‘, des Interkulturellen Vereins Mostik aus Deggendorf mit ihrer Dirigentin Rosa Stoller. Dieser Kontakt kam durch Pfarrer Rösch, von 2001 -2007 Pfarrer in Eismannsberg und dann einige Jahre in Deggendorf, zustande. Er selbst war unter den Gästen und erläuterte die Entstehungsgeschichte des Chores, der sich letztendlich aus der evangelischen Kirchengemeinde heraus etabliert hat und der viele Russlanddeutsche angehören. Nicht nur stimmlich überzeugten die 25 Frauen und 5 Männer, sondern sie waren auch in ihrer Tracht hübsch anzusehen.

 

Zu Gehör kamen die Lieder, teilweise mit Akkordeon begleitet „Eines Tages ging ein Mädchen“, „Wißt’s wo mei Hoamat is“ und „A heikle Gschicht“, die viele zum Schmunzeln brachte. Bevor der Landfrauenchor unter Leitung von Susanne Wittekind mit zu dem Nachmittag passenden Liedern „An diesem schönen Tag“, Im schönsten Wiesengrunde“ und „Freu dich, wenn die Sonne scheint“ den musikalischen Reigen fortsetzte überbrachte 1. Bürgermeister Odörfer die Grüße für die Stadt Altdorf.

 

Pfarrerin Barbara Overmann freute sich sichtlich, dass dieses Konzert in ihrer Gemeinde stattfand und verwies auf die vielfältige Bedeutung des Chorsingens.

 

Mit dem Madrigal „An hellen Tagen“, dem Finkenwalzer“ und „Schau diese Erde“ wusste die ‘Liedertafel‘ Altdorf unter ihrer Chorleiterin Renate Kaschmieder zu gefallen. Diese hatte auch den Text zu dem letzten Lied geschrieben, der zum Nachdenken anregen sollte. Es geht um den Reichtum der Erde, von dem genügend da ist für alle, aber auch deshalb viel von uns allen fordert, vor allem Liebe der Menschen untereinander.

 

In der wohlverdienten Pause konnte man sich an Kaffee und Kuchen sowie gekühlten Getränken und Bratwurstbrötchen stärken.

 

Mit der ‘Liedertafel‘ ging es dann auch weiter im Programm „Sommarpsalm“, „Tourdion“ und „Halleluja“ von Oshrat brachten die Zuhörer in Schwingung und die Aktiven ernteten entsprechenden Beifall.

 

Susanne Wittekind lenkte die Mitglieder des Landfrauenchors temperamentvoll und geschickt durch den Notenwald von „Einmal nur in unserem Leben“, „Überall auf der Welt singt man Lieder“ nach der weltberühmten Melodie von „Va pensiero“ aus Nabucco und „Lieder sind wie helles Sonnenlicht“. Einfühlsam oder mit viel Esprit, aber immer diszipliniert, dem Charakter der Lieder entsprechend angepasst, erntete der Chor ‘Präludium‘ großen Beifall. Nicht nur als Dirigentin überzeugte `Rosa Stoller, sondern auch als Gesangssolistin. „Still ruht der See“, „Unten am Fluss“ und „Tum Balalajka“ sollten nicht die letzten Lieder dieses Chores sein, denn das begeisterte Publikum forderte eine Zugabe. Mit dem weltbekannten „Kalinka maya“ ernteten die Gäste aus Deggendorf nochmals frenetischen Beifall und alle waren sich einig, das sollte nicht das letzte Zusammentreffen gewesen sein.

 

Die letzten Lieder gehörten der ‘Sängerlust‘ Eismannsberg, die sich ihrerseits mit „Froher Sang beim Becherklang“, „Heimweh“ und „Das Zauberwort-Auld Lang Syne“ verabschiedeten. Damit endete ein wundervoller musikalischer Nachmittag.

 

* Bericht Sängergruppe Schwarzachtal vom 30. Juni 2019 - Text und Fotos: Erika Groß *

MGV „Sängerlust“ Eismannsberg
MGV „Sängerlust“ Eismannsberg

Das Wandern ist des Sängers Lust

Die traditionelle Serenade unter den Alfelder Linden fand unter allerbesten Voraussetzungen statt: Genügend Sitzgelegenheiten, feste wie flüssige Verköstigung, eine romantische Ausleuchtung der Naturbühne, ein Holzstoß fürs Sommerfeuer zu späterer Stunde und gut vorbereitete Chöre. Kein Wunder also, dass der Lohn für all die Mühen, in Verbindung mit perfektem Wetter, ein stimmiger Konzertabend war.

Das diesjährige (augenzwinkernde) Motto „Der Klang der Alfelder Alpen“ weckte offenbar auch bei den Gastchören aus Kucha, Reichenschwand und Schmidmühlen ähnliche Assoziationen, und so ging es allgemein um die Heimat vom Sonnenaufgang bis zum Abendrot, ums Wandern über Berg und Tal, um Freud und Leid und Trost.

Nach einem frisch gesungenen Willkommensgruß von Pasquale Thibaut begrüßte der Vorsitzende des gastgebenden Gesangvereins Alfeld 1852, Peter Windsheimer, alle Anwesenden und bedankte sich bei allen, die diese Veranstaltung möglich gemacht hatten.

Der Liederkranz Kucha, geleitet von Martin Pirner, zog mit gepflegtem Piano durch Wiesen und Wälder (Helmut Bogenhardt), marschierte mit Komponist Otto Groll durch die schöne Welt, mit Karl-Heinz Steinfeld „Hinunter ins Tal“ und besang mit Hingabe das flämische „Bächlein“, dessen Melodie allgemein aus Flotows Oper „Martha“ bekannt sein dürfte.

Die Sängervereinigung Reichenschwand unter Karola Klinger-Summerer setzte den Schwerpunkt aufs Wandern: Das „Bergsteigerlied“ (Kurt Kämpfe) „Zieht eure Wanderschuhe an“ (Robert Bauch), „Wenn die Sonn' am Himmel lacht“ (Werner Matschke) und das „Wanderliedchen“ (Ernst Fischer) vermittelten Frohsinn und zeugten vom Wert guter Artikulation.

Der MGV Schmidmühlen, zahlenmäßig die stärkste Gruppe, sang unter der Leitung von Johann Bruckmüller tenorbetont „Sonntagmorgen in den Bergen“ (Kurt Rehfeld), „La Pastorella“ von Walter Geiger mit herzhafter „Wommm“-Begleitung, dynamisch engagiert „Still ruht der See“ (Heinrich Pfeil) und überzeugte mit Richard Carpenters „Top of the world“.

 

Die einheimischen Herren besangen eine romantische Sommernacht in den (Alfelder?) Bergen (Pasquale Thibaut), wagten sich mit „Da Schwoagrin ihr Herzload“ (Robert Frettensattel) aber auch über die fränkischen (Dialekt)-Grenzen hinaus in höhere Alpenregionen. Eindrucksvoll gelang ihnen das Schweizer Volkslied „Stets in Treue“ (Mario Thürig) mit der Gitarrenbegleitung von Daniel Kohl.

Gemeinsam mit den gut disponierten Frauenstimmen erklang ein inniges Heimatlied von Stefan Bothur. Von allerbester Seite zeigte sich das zehn Stimmen umfassende Damenensemble in „Mein Bergland“ von Matthias Bretschneider, glasklar und dynamisch feinsinnig. Ähnlich atmosphärisch gelang der gemischten Formation die „Abendstille in den Bergen“ von Scellino Pecuniotti.

Für einen Männerchor-Großauftritt führte Chorleiter Roland Nitzbon Alfeld und Schmidmühlen zusammen. Einmütig erklang Rudolf Deschs „Abendfrieden“. Mit Elvis Presleys „Can't Help Falling In Love“ beendete der Gemischte Chor schließlich das gelungene Liederprogramm.

 

* Bericht in der Hersbrucker Zeitung vom 20. Juni 2019 - Text und Fotos: Susanne Pflaumer *

Gemischter Chor Gesangverein Alfeld 1852
Gemischter Chor Gesangverein Alfeld 1852
Frauenchor Gesangverein Alfeld 1852
Frauenchor Gesangverein Alfeld 1852
Liederkranz Kucha
Liederkranz Kucha
Männerchor Gesangverein Alfeld 1852
Männerchor Gesangverein Alfeld 1852
MGV Liederkranz Schmidmühlen
MGV Liederkranz Schmidmühlen
Sängervereinigung Reichenschwand
Sängervereinigung Reichenschwand


91 und kein bisschen leise

Der schönen Tradition, alljährlich einen „Tag des Liedes“ zu veranstalten, fühlen sich viele Chöre verbunden - so auch die „Sängergruppe Albachtal". Sie ist stolze 91 Jahre alt und hat fünf Mitgliedschöre aus vier Ortschaften. Gastgeber für das gemeinschaftsfördernde Ereignis war diesmal der „Liederkranz Alfeld“.

 

Wo sonst das Blech auf Rädern parkt, verwandelten Biergarnituren und Sonnenschirme den Platz in einen einladenden Open-Air-Konzertsaal. Bei schönstem Wetter und vor reichlich vorhandenem aufmerksamem Publikum nutzte jeder Chor die Gelegenheit, persönliches Profil und individuelle Stärken zu zeigen.

 

Zunächst begrüßte der Vorsitzende der Sängergruppe, Gerd Rösel, die Gäste, die Sänger samt Chorleitern und die politische Prominenz, während sich die kleine Hundertschaft des Gruppenchores formierte, um unter der Leitung von Ulrike Bauer das Programm mit der Fränkischen Nationalhymne „Wohlauf, die Luft ist frisch und rein“ zu eröffnen sowie den Jäger gemächlich um seinen Weiher zu „treiben“.

 

Dann erklomm der Liederkranz Alfeld als erster die Bühne und brachte unter gleicher Leitung witzig vertonten Smalltalk zu Gehör, holte die „Zuckerpuppe“ aus dem Ramsey-Archiv und widmete sich ausführlich dem Frosch im Halse. Der MGV Schwend, in Union mit den Sängerfreunden aus Kastl, gab sich traditionell mit einem Heimatgruß, der Aufforderung „Wohlauf mit hellem Singen“, dem gefühlvoll verklärten „Elternhaus“ und „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ (manch einem vom Mainzer Karneval bekannt). Die Leitung hatte Franz König.

 

Der Sängerbund Thalheim unter Josef Segerer hatte mit dem „Platz an der Sonne“ und dem „Loch im Portemonnaie" Alltagsphilosophie im Gepäck, konnte aber auch erhaben von der „Freiheit, die ich meine“ singen.

 

Bürgermeister Karl-Heinz Niebler gab der Veranstaltung mit einem Grußwort zusätzliches Gewicht, dann trat der zweite Alfelder Männerchor, der Gesangverein 1852, unter Roland Nitzbon mit klassischem Programm auf. Prachts „Morgenrot“, Kreutzers „Schon die Abendglocken klangen“ und Mozarts „Gestörtes Ständchen“ boten Gelegenheit zu bemerkenswerter Klangentfaltung.

 

Die Liedertafel Kainsbach mit Leiter Robert Merkel zeigte deutlichen Sinn für Dynamik mit „Morgenruf“, „Tage wie diese“ und Hubert von Goiserns Dauerbrenner „Heast as net“. Einen Extra-Punkt verdiente sich Martin Wahl am E-Piano.

 

Ein Schlusswort des Liederkranz-Vorsitzenden Christian Walz und „Was kann schöner sein“ sowie „Wochenend und Sonnenschein“, gesungen vom großen Gruppenchor, beendeten einen atmosphärischen Sonntagnachmittag, dessen Gelingen nicht nur den Sängern, sondern auch einer großen Zahl dienender Helfer/innen zu verdanken war.

 

* Bericht in der Hersbrucker Zeitung vom 30. Mai 2019 - Text: Susanne Pflaumer *


Viele Stimmen und guter Klang im Hammerbachtal

Das Abschlusslied sangen alle Chöre gemeinsam. Foto: R. Wacker
Das Abschlusslied sangen alle Chöre gemeinsam. Foto: R. Wacker

Die Breitenbrunner Sänger waren heuer die Gastgeber des traditionellen Gruppensingens der Sängergruppe Hammerbachtal. Das Treffen bewies, dass die Region mit einer großen musikalischen Vielfalt gesegnet ist.

 

Vorsitzender Gerhard Schmidt informierte in seiner Begrüßung über den außergewöhnlichen Veranstaltungsort: Der örtliche Hackschnitzelbunker, der mit zirka 1700 Schüttraummeter Hackschnitzel 36 Häuser in Breitenbrunn mit wohliger Wärme versorgt, wurde zu einem einigermaßen tauglichen Veranstaltungsort herausgeputzt.

 

„Auf ihr Freunde, lasst uns singen“, hieß das bunte musikalische Treiben mit den sieben Chören der Gruppe. Die Breitenbrunner wollten wie STS „Irgendwann dort“ bleiben. Robert Merkel und sein gemischter Chor aus Egensbach verströmten mit fröhlichen Liedern Leichtigkeit.

 

Heinrich Bodendörfer, Vorsitzender des Hersbrucker Sängerkreises, war gerne gekommen und lobte die abwechslungsreiche und gute Musikauswahl. Das jährliche Gruppensingen sei meist der Saisonhöhepunkt der Chöre. Bürgermeister Georg Rauh zeigte sich stolz auf die musikalische Vielfalt in seiner Gemeinde. So gibt es bei knapp 1600 Einwohnern fünf Gesangvereine, einen spielfreudigen Posaunenchor und noch unzählige Musikanten und Bands.

 

Weil Rauh im Frühjahr 2020 in den Ruhestand geht, wünschte er sich schon jetzt für das große Abschiedsfest am 30. April und 1. Mai 2020 in der Bauhofhalle viele Chöre, die mit ihren musikalischen Beiträgen seine Abschiedsparty bereichern. Die Reichenschwander Sängervereinigung mit ihrer Leiterin Karola Klinger-Summerer besang den lieblichen Mai mit zwei Stücken vom früheren Hofmusikdirektor Julius Wengert, die „Maigrüße“ und das „Jägerwerben“.

 

International wurde es mit dem gemischten Chor aus Henfenfeld, mit dem Hartmut Allwang „El Grillo“ – die Grille – besang. Nach felix mendelssohns „O Täler weit, O Höhen“ folgte eine Liebeserklärung an unsere wunderbare Welt, für deren Bewahrung wir gar nicht genug tun könnten: „What a wonderful World“.

 

Pfarrerin Ann-Sophie Hoepfner begrüßte mit dem Zitat „Guter Gesang wäscht das Herz sauber“ ihre Festgäste. Vom Staub des Alltags befreit, öffne das Singen die Herzen. Die Chöre untermalten das Jahr über viele gottesdienstliche Feiern, wofür sie viel Anerkennung verdient hätten.

 

Der zweite Teil gehörte den Chören aus Engelthal, Offenhausen, Breitenbrunn und Kucha, die „über sieben Brücken“ gingen, sich über „den grünen Kaktus“ freuten, den „Traum vom Glück“ wussten und „durch Wiesen und Wälder“ zogen. Zum fulminanten Abschluss sangen die Chöre zusammen mit den „Allstars“, die sich aus den Chorleitern formten, und dem Publikum den Reinhard Mey-Klassiker „Gute Nacht, Freunde“.

 

* Bericht in der Hersbrucker Zeitung vom 28. Mai 2019 – Roland Wacker *


Liederreigen unterm Dach

Der Sängerchor Kleedorf zusammen mit dem Sängerbund Altensittenbach
Der Sängerchor Kleedorf zusammen mit dem Sängerbund Altensittenbach

Die Gesangvereine der Sängergruppe im Sittenbachtal gestalteten mit eingeladenen Gastchören den Tag des Liedes in Kirchensittenbach. Eigentlich sollten die Vorträge im Schlossgarten präsentiert werden, doch wegen der kalten Temperaturen beschlossen die Verantwortlichen, die Veranstaltung kurzfristig in den Schlosssaal zu verlegen.

 

 

Nach dem Auftakt durch den Posaunenchor Kirchensittenbach unter Leitung von Manuela Berthold freuten sich Bürgermeister Klaus Albrecht und der Vorsitzende der Sängergruppe, Olaf Kohlisch, über die Besucherschar und dankten den Chören.

Als erster stellte sich der Männerchor Sängerlust Kirchensittenbach mit seinem Dirigenten Erwin Funk vors Publikum und entführte es nach Wien mit dem Walzer-Potpourri „Wiener Spezialitäten“ von Otto Groll. Später präsentierte die Sängerlust „Barbarossa“ von Friedrich Silcher sowie das Volkslied „Pferde zu vieren traben“. Erwin Funk leitete auch den MGV Engelthal, der als Gastchor auftrat und das Winzerlied „Aus der Traube in die Tonne“ von Kurt Lißmann sowie „Die Glocken von Isolla Bella“ ebenfalls von Otto Groll vortrug sowie im weiteren Verlauf den Jägerchor von Carl Maria von Weber und den Amerikanischen Gospel „Down by the riverside“.

Neue Wege beschritt der verjüngte Sängerchor Kleedorf unter der Leitung von Manuela Berthold. Die Kleedorfer präsentierten „The lion sleeps to night“ von Solomon Linda und „Ramalama Dingdong“ von Georg Wydell Jones. Auch mit „Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln gehen“ von Anton Profes und dem italienischen Tanzlied „An hellen Tagen“ sang der Chor peppige Songs.

Schließlich trat der Vorsitzende der Sängergruppe, Olaf Kohlisch, selbst ans Dirigentenpult und gab den Takt für den Männerchor der Sängergruppe vor. Zunächst präsentierten sie zwei von Kohlisch bearbeitete fränkische Weisen „Wechselwirtschaft“ und „Räuberlied“. Mit „Heimkehr“ nach dem Text von Hoffmann von Fallersleben und „Wieder blühet die Linde“ kam später das deutsche Volkslied zur Geltung.

Der Chor der Grundschule, geleitet von Daniela Städtler, trug die Volkslieder „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“ und „Jetzt fahr’n wir über’n See“ vor. Den Abschluss ihrer erfrischenden Darbietung bildete das Lied „Dieser Tag soll fröhlich sein“ von Karin Stimmer-Salzeder.

Olaf Kohlisch leitete die Chorgemeinschaft, bestehend aus dem Sängerchor Kleedorf und dem Sängerbund 1865 Altensittenbach. Dieser große gemischte Chor sang die Volkslieder „Ein Blümlein auserlesen“ und „Erlaube mir feins Mädchen“ sowie „Wir lieben sehr im Herzen“ von Daniel Friderici.

Zuletzt traten noch einmal alle Männer auf und präsentierten unter Erwin Funk den „Abendfrieden“ von Hildegard Eckhardt, ehe alle Mitwirkenden und Zuhörer gemeinsam den Liederreigen mit „Kein schöner Land“ abschlossen.

 

* Bericht in der Hersbrucker Zeitung vom 10. Mai 2019 – Elke Bodendörfer *

Männerchor der Sängergruppe Sittenbachtal
Männerchor der Sängergruppe Sittenbachtal

Leben voll Gesang

v.l. Hermann Scharrer, Thomas Witschel, Wolfgang Pöhner, Kurt Stief und Hermann Kuchenbrod
v.l. Hermann Scharrer, Thomas Witschel, Wolfgang Pöhner, Kurt Stief und Hermann Kuchenbrod

Das Chorkonzert in der Turnhalle Vorra stand ganz im Zeichen der Ehrungen von Wolfgang Pöhner für 50 Jahre aktives Dirigieren im Chor sowie von Hermann Kuchenbrod und Hermann Scharrer für jeweils 60 Jahre Singen im Chor.

Kurt Stief führte als Vorsitzender vom Sängerbund Vorra durchs vielfältige Programm des Abends. Die verschiedenen Redner zeigten zunächst die positiven Seiten des Singens auf, allen voran Schirmherr und Bürgermeister Volker Herzog. So sei Singen relativ günstig, weil man das Instrument nicht extra kaufen müsse, und vor allem das Singen im Chor stärke das Wir-Gefühl.

 

Jeder der Redner hatte in den vergangenen Jahren schon Kontakt mit Wolfgang Pöhner und damit auch mit den beiden zu ehrenden Sängern gehabt, sodass sich alle auf sehr persönliche Weise, offen und ehrlich über die drei Herren äußerten.

 

 

 

Landrat Armin Kroder und Pfarrer Björn Schukat, letzterer krankheitsbedingt vertreten von Christa Häusler, rückten vor allem den Vorbildcharakter der Menschen in den Vordergrund, die über Jahrzehnte ehrenamtlich unzählige Stunden ihrer Freizeit für die Musik geopfert hatten. Sängerkreisvorsitzender Heinrich Bodendörfer lobte die großartige Weise, in der Wolfgang Pöhner den „Sängerbund“ Vorra und den Gesangverein Hohenstadt seit so langer Zeit führt.

Die Ehrungen der Sänger Hermann Kuchenbrod (Vorra) und Hermann Scharrer (Hohenstadt) wurden dann von den beiden Vorsitzenden der Gesangvereine Kurt Stief (Vorra) und Hans Brunner (Hohenstadt) zusammen mit dem Kreischorleiter Thomas Witschel vorgenommen. Hochgerechnet hatte jeder der beiden Männer um die 3000 Veranstaltungen mit seinem jeweiligen Chor gemeistert. Hermann Kuchenbrod war zusätzlich 40 Jahre lang Schriftführer in Vorra und Hermann Scharrer neun Jahre lang stellvertretender Vorsitzender in Hohenstadt. Jeder bekam eine Urkunde vom Deutschen Chorverband sowie vom Fränkischen Sängerbund überreicht und entsprechende Anstecknadeln.

Stehende Ovationen

Wolfgang Pöhner erhielt stehende Ovationen, als er seine Urkunden überreicht bekam. Bei 50 Jahren Chorleitung und seinen vielerlei anderen Tätigkeiten könne man schon fast von einem Lebenswerk sprechen, das der pensionierte Gymnasiallehrer hier vollbracht habe, so Kurt Stief.

Der gemischte Gesangverein „Eintracht“ Vorra unter der strahlenden Leiterin Sonja Durst läutete die feierliche Veranstaltung mit fröhlichen Frühlingsweisen ein.

Mit drei charakterlich völlig unterschiedlichen Stücken von Klassik bis modern zeigten die Sänger aus Vorra und Hohenstadt gemeinsam ihr vielseitiges Repertoire. Die Freude am Singen war durchwegs spürbar und es machte einfach Spaß, den Männern zu lauschen.

So freuten sich alle Ehrengäste wie Zuhörer auf den zweiten Teil, in dem die beiden Männerchöre Vorra und Hohenstadt Auszüge aus der Operette „Der Vogelhändler“ von Carl Zeller auf vielfachen Wunsch zum nunmehr dritten Mal darboten. Angesichts der vielen Arbeit, die Wolfgang Pöhner in die Formulierung der Erzähltexte, das Arrangieren der Noten und die intensive Probenarbeit gesteckt hatte, hätten die Chöre kein besseres Stück für den Anlass wählen können. Der Chorleiter hatte das Werk „seinem Instrument“, nämlich den beiden Chören, quasi auf den Leib geschrieben.

Unterstützt von zwei exzellenten weiblichen Solistinnen (Martina Wollin und Daniela Kohl-Czertzick) sowie von Ute Königer am Klavier und Conny Renner an der Zither bezauberten sie einmal mehr das Publikum.

Ein tosender Schlussapplaus und lauter begeisterte Gesichter zeugten davon, dass sie die Leistung der Sänger aus Vorra und Hohenstadt sowie deren Leiter mehr als zu schätzen wissen.

 

* Bericht in der Hersbrucker Zeitung vom 8. Mai 2019 – Text und Fotos: Petra Meyer *


Herzerfrischend trotz altem G'wand

Der Landfrauenchor Nürnberger Land feierte sich unter Leitung von Susanne Wittekind
Der Landfrauenchor Nürnberger Land feierte sich unter Leitung von Susanne Wittekind

„Das war ein Hochgenuss, von dem wir noch lange zehren können. Was aus diesem Chor wurde, ist einfach toll“, brachte die mittelfränkische Bezirksbäuerin Christine Reitelshöfer den Festabend zum 40-jährigen Bestehen des Landfrauenchor Nürnberger Land im Gasthof „Weißes Kreuz“ in Altenthann auf den Punkt. Eigentlich wollte sich der Chor den zahlreichen Gästen im neuen Dirndln präsentieren, aber weil sich deren Anschaffung schwieriger als erwartet gestaltet machte Vorsitzende Karin Bogner aus der Not eine Tugend und damit das Motto des Festabends: „Wir verabschieden uns vom alten Dirndl“. Kurzfristig musste zwar auch der Schirmherr, Mittelfrankens BBV-Präsident Günther Felßner passen, aber das vom BBV gestiftete Nachtischbuffet machte das wieder wett. Apropos Festrede: die übernahm souverän aus dem Stegreif die langjährige Kreis- und Bezirksbäuerin Marlene Mortler.

 

Sie erinnerte daran, als sie mit der Wahl zur Kreisbäuerin den Landfrauenchor erbte, der schon damals in voller Blüte stand und sich unter der Stabführung von Bärbel Liebl, Georg Hirschmann, Hans Klein und Susanne Wittekind bestens fortentwickelte. Sie erinnerte auch an Margarethe Nerreter, „Chormutter“ Erna Hirschmann und würdigte die Arbeit der derzeitigen Vorsitzenden Karin Bogner. Bis auf den heutigen Tag sei der Chor „eine große Bereicherung nicht nur der Landfrauenarbeit und des Bauernverbandes, sondern des gesamten kulturellen Lebens im Landkreis und darüber hinaus“ geblieben.

 

Vor allem die herzerfrischende und ansteckende Art von Susanne Wittekind begeistere den Chor im positiven Sinn und sorge für eine wunderbare Symbiose. Sie nahm das Jubiläum zum Anlass darauf hinzuweisen, dass im fränkischen Raum die Wiege der bayerischen Landfrauenchöre steht. Deren Wirken verbinde und der Austausch bei Chöretreffen, die inzwischen in den Bezirksverbänden und auf Landesebene Tradition haben sorgen für Austausch und Kontakte. „Ihr seid mir für immer ans Herz gewachsen“, schloss Marlene Mortler.

 

„Auch die alten Dirndl sind noch ordentlich“ befand anerkennende Landrat Armin Kroder, der die Gründung des Landfrauenchores Nürnberger Land für drei ehemalige Landkreise eine als echte Pionierleistung bezeichnete und zur „Rubinen Hochzeit“ von Chor und Landkreis herzlich gratulierte. Nicht ohne Stolz vermerkte Altdorfs Bürgermeister Erich Odörfer, dass die Initiative der Gründung damals von Landfrauen aus dem Raum Altdorf ausging. „Gesang verbindet“, befand der Altdorfer Bürgermeister und ermunterte dazu auf diesem Weg weiterzumachen.

 

Für den BBV-Kreisverband und die Landfrauen überbrachten Kreisbäuerin Marion Fischer und ihre Stellvertreterin Gerdi Maußner die besten Wünsche und den in einem Mini-Dirndl verpackten Zuschuss für das neue Outfit. Ohne die Mitwirkung des Landfrauenchores, so die Kreisbäuerin, wären die Feste und Veranstaltungen nur halb so schön. Die ständige Begleitung des kulturellen Lebens durch das gemeinsame Singen sorge für Gemeinschaftssinn.

 

Die Vorsitzende der Sängergruppe Schwarzachtal, Erika Groß, würdigte den Landfrauenchor als „eine nicht mehr wegzudenkende Institution in der Sängergruppe und darüber hinaus“. Zusammen mit Gruppenchorleiter Günther Kuhn wünschte sie weiterhin „viele erfolgreiche Auftritte sowie Nachwuchs mit guten Stimmen“.

 

Mit Erna Haas, Altdorf, Gerda Hupfer und Sieglinde Eberhardt aus Oberrieden wurden drei Sängerinnen geehrt, die als Gründungsmitglieder nach wie vor aktiv mitsingen. 35 Jahre verstärken Betty Vestner und Grete Haas aus Rasch den Chor, Brigitte Gottschalk, Oberrieden, Hildegard Gebert, Oberhaidelbach und Barbara Ipta aus Pattenhofen sind 30 Jahre3 dabei. Eine Anerkennung gab es auch für Irmgard Göhring aus Unterferrieden, die seit zehn Jahren dabei ist. Lob und Anerkennung auch für Susanne Wittekind, die seit fünf Jahren den Landfrauenchor Nürnberger Land leitet.

 

In den Reigen der Gratulanten reihte sich auch der Rascher Pfarrer Matthias Halbig ein, in dessen Gemeindehaus sich der Chor zu den Proben versammelt: „Ihr seid uns stets willkommen, weil wir gerne in den Genuss eurer Lieder kommen.“

Eng und seit vielen Jahren gewachsen ist auch die Verbindung zum MGV Liederkranz Rasch, der unter der Stabführung von Renate Kaschmieder das Programm bereicherte. Schon in der Vergangenheit hatte man gemeinsame Auftritte und Renate Kaschmieder war es auch, die einen entscheidenden Anteil daran hatte, dass Susanne Wittekind heute den Landfrauenchor leitet. Und der hat unter ihrer Leitung in jeder Beziehung gewonnen. Das stellte man auch an diesem Abend musikalisch unter Beweis. Und die Chorleiterin selbst gestand, dass es ihr nach anfänglicher Skepsis „mehr Spaß macht als ich dachte“. „Ich mag meine Mädels, den tollen Zusammenhalt und dass ihr alles mitmacht“, sagte Wittekind, die dann im weiteren Rahmenprogramm, abwechselnd mit ihrem Mann Wolfram, auch ihr Können als Solistin unter Beweiss stellte.

 

Gerne gekommen war auch der Neumarkter Landfrauenchor, mit dem man ebenfalls schon lange freundschaftliche Beziehungen pflegt. Nicht nur mit ihren Liedbeiträgen brachten die oberpfälzischen Nachbarinnen Abwechslung ins Programm, denn Chorleiterin Brigitte Weber sorgte auch mit deftigen Witzen und Trinksprüchen für eine humorvolle Abwechslung.

 

* Bericht in der Hersbrucker Zeitung vom 07. Mai 2019  – Text und Foto: Lorenz Märtl  *

 


Musikalische Reise in den Frühling

Der gastgebende MGV „Liederkranz“ Engelthal mit Chorleiter Erwin Funk
Der gastgebende MGV „Liederkranz“ Engelthal mit Chorleiter Erwin Funk

Mit einem Strauß bunter Frühlingslieder stimmte der Männergesangverein „Liederkranz“ Engelthal zusammen mit dem Sängerchor Kleedorf und dem MGV „Sängerlust“ Eismannsberg die Gäste eines gemeinsamen Liederabends musikalisch auf den erwachenden Frühling ein. Der Sängerabend im Festsaal des Landgasthofs „Weißes Lamm“ war auch die passende Gelegenheit, eine Reihe von Sängern und passiven Mitgliedern für ihre jahrzehntelange Treue zu ehren.

Der heimische Chor unter der Leitung von Erwin Funk eröffnete den unterhaltsamen Musikabend mit dem beschwingten Frühlingslied: „Freue dich, der Frühling ist da“, in dem Schneeglöcklein als Frühlingsboten grüßen, sowie dem amerikanischen Spiritual „Down by the Riverside“.

Dem ließ der Sängerchor Kleedorf unter Leitung von Manuela Berthold den Frühling „Wacht auf ihr Täler, wacht auf, der Lenz will euch begrüßen“ von Ludwig van Beethoven, das alte Volkslied „Es flog ein klein‘s Waldvögelein“ und die Komposition „Sei glücklich heut an diesem Tag“ von Michael Schmoll folgen.

 

Danach entführte der Männergesangverein Eismannsberg mit Chorleiter Martin Pirner die Gäste stimmgewaltig mit dem Volkslied „Hui Auf!“ in die Tiroler Bergwelt, um gleich darauf feierlich in das „Lied der Berge – La Montanara“, der Hymne des Trentino, einzustimmen.

 

Dem lies der Chor sensible, getragene Töne folgen: „Warum bist du gekommen – Bajazzo“, ein Lied von Liebe und Liebesschmerz: „Ich bin kein Bajazzo, sondern auch ein Mensch wie du“ und (vergebliche) Hoffnung „Vielleicht war unser Glück nur ein Schein“.

 

Kein Schein ist die Treue der Sänger zum Chorgesang und ihrem Männergesangverein „Liederkranz“. Deshalb war es Vorsitzenden Heinz Wollner eine Ehre, fünf aktive Sänger auszuzeichnen.

 

Hans Heidner wurde für 60 Jahre aktive Sängertätigkeit – zunächst beim Sängerbund Sendelbach und nach dessen Stilllegung 1974 beim MGV Liederkranz Engelthal – vom Vorsitzenden des Sängerkreises Hersbruck, Heinrich Bodendörfer, mit der Ehrennadel des Fränkischen Sängerbundes und des Deutschen Chorverbandes ausgezeichnet. Erwin Bleisteiner und Willi Scharrer erhielten für 40 Jahre Chorgesang aus der Hand des Vorsitzenden der Sängergruppe Hammerbachtal, Fritz Keilholz, die Ehrennadel des Fränkischen Sängerbundes.

 

Mit Ernst Fuchs (60-jährige Mitgliedschaft) und Fritz Lienert, dem seit 40 Jahren die Kassenführung obliegt, wurde zwei weitere aktiven Sängern eine vereinsinterne Ehrung zuteil.

 

Darüber hinaus wurden fünf passive Mitglieder für ihre lange Treue zum Gesangverein geehrt. Andreas Ziegler, am 1 Januar 1948 in den Gesangverein eingetreten und damit dienstältestes Vereinsmitglied, und Hans Haas wurden für 60 Jahre Vereinstreue und Georg Ortegel für 50-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet.

 

Im Anschluss traten die drei Chöre noch einmal auf die Bühne. Der Sängerchor Kleedorf entführte die Gäste unter anderem mit dem Hit „The Lion sleeps tonight“, der in seiner Ursprungsfassung aus 1939 stammt und in den 1990er Jahren als Filmmusik des „König der Löwen“ weltweite Berühmtheit erlangte, in der Welt von Walt Disney.

 

Dem schloss sich der MGV Eismannsberg mit einer Folge von Chor-Evergreens und Stimmungsliedern an. Nach dem „Chianti-Wein“ verabschiedeten sie sich mit dem schottischen Volkslied „Auld Lang Syne“, dessen deutscher Titel: „Nehmt Abschied Brüder“ lautet. Der heimische Männerchor setzte schließlich mit einem Potpourri slawischer Volksweisen den musikalischen Schlusspunkt eines kurzweiligen Abends.

 

Engelthals Bürgermeister Günther Rögner hatte sich eingangs positiv überrascht von den vielen jungen Gesichtern bei den mitwirkenden Chören gezeigt: „Es ist ein ermutigendes Zeichen, dass viele junge Leute inzwischen wieder das Singen im Chor für sich entdecken, freute sich Rögner und wünschte den Chorgemeinschaften und Chören für die Zukunft alles Gute.

 

* Bericht in der Hersbrucker Zeitung vom 01. April 2019 – Fotos: M. Keilholz *

Die geehrten aktiven Sänger und passiven Mitglieder des Gesangvereins Engelthal mit Bürgermeister Günther Rögner (rechts).   
Die geehrten aktiven Sänger und passiven Mitglieder des Gesangvereins Engelthal mit Bürgermeister Günther Rögner (rechts).