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Chöre ließen Musik hochleben

Zum 40. Mal lud die Sängervereinigung Hersbruck in diesem Jahr zur "Serenade im Eisenhüttlein" ein, die aus Platzgründen seit 2012 auf dem Oberen Marktplatz stattfindet. Den treuen Zuhörern, die trotz parallelem Deutschlandspiel die Bänke füllten, bot sich ein buntes Programm.
Mit einem schwungvollen "Welcome" hieß der Posaunenchor der Stadtkirche, der seit vierzig Jahren fester Bestandteil der Serenade ist, unter der Leitung von Matthias Brunner die Zuhörer willkommen. Wie gut Posaunenchor und Chöre harmonieren demonstrieren sie im zusammen vorgetragenen "Viva la musica". Nicht nur die Musik besingen die gemeinsam unter Christine Baier auftretenden Männerchöre Sängervereinigung Hersbruck, Germania Leinburg und der Männergesangverein Fürnried an diesem Abend. Von Fernweh und dem "Gfredd" mit "den jungen Bürschli und den Weiberleit" handeln ihre Lieder. Auch ein Lob auf das "gschmackige Bayerische Bier" durfte nicht fehlen, vorgetragen von den Herschbrugger Boum der Sängervereinigung Hersbruck unter Werner Müller.
Und immer wieder geht es um das Meer. Mit Filmmusik aus "Fluch der Karibik" nimmt der Posaunenchor mit auf große Fahrt und das von Chorleiter Werner Müller selbst zusammengestellte Seemannslieder-Medley reicht vom schwermütigen "Heimweh nach St. Pauli" bis zum heiteren "Eine Seefahrt die ist lustig". Wie gut sie den Tonfall dieser Lieder treffen, bewiesen die Solisten Fritz Scharrer, Wolfgang Müller und Leonid Slasten, die sich im Matrosenanzug auch optisch dem Thema angepasst hatten.
Spätestens bei "Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern" stimmten auch die Zuhörer mit ein. Da nehmen einen die Nordseewellen förmlich mit. Sänger und Zuhörer schunkeln zu den stilechten Klängen von Herbert Wittmanns Akkordeon. Für gute Laune im Publikum sorgte auch der Diepersdorfer Schulchor. Statt wie im vergangenen Jahr mit sechzig Kindern ist Leiterin Anke Reiche in diesem Jahr nur mit elf Kindern auf dem Oberen Markt vertreten - das parallel laufende Fußballspiel zollt eben seinen Tribut.
Diese elf Kinder aber sind mit umso größerer Begeisterung bei der Sache. Und wenn die Dritt- und Viertklässler im "Diepersdorfer Schullied " singen "Musik liegt uns im Blut", nimmt man ihnen das sofort ab. Die traditionelle Eisspende an die Kinder, die Bürgermeister Robert Ilg bereits in seiner Begrüßung versprochen hatte, verdienten sie sich redlich. Etwas kürzer als erwartet fiel das Programm aus, da die Gruppe "Feel the Gang" sich statt für ihren Auftritt für das Fußballspiel entschieden hatte. Aber auch wer als Zuhörer der Serenade in Gedanken bei der deutschen Nationalmannschaft war, wurde durch den Torjubel der Public-Viewing-Gäste auf dem Unteren Markt beruhigt.
Am Ende des Abends konnte nicht nur Chorleiterin Christine Baier ein 3:0 verkünden, sondern auch der Vorsitzende der Sängervereinigung Hermann Hopfengärtner vielen engagierten Sängern und Musikern danken. Das traditionell von Chören und Zuhörern gemeinsam gesungene "Kein schöner Land in dieser Zeit" bildete den runden Abschluss der Serenade. Wen die Freude am Singen angesteckt hat, der ist herzlich eingeladen, sich einem der Chöre anzuschließen. Insbesondere die Sängervereinigung Hersbruck freut sich über männliche Verstärkung.

Text und Foto: TABEA GAWOR