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Waldlermesse Reichenschwand

Seit Jahren ist es bereits schöne Tradition, dass die Sängervereinigung Reichenschwand einen Gottesdienst in der Adventszeit in der heimischen Albanuskirche mitgestaltet. In diesem Jahr stand ein besonderes Konzert auf dem Programm. Gemeinsam mit der Sängervereinigung Hersbruck und einer Instrumentalgruppe der Musikschule Helleken-Bielesch sang der Chor in einer Abendveranstaltung „Die Waldlermesse“ in einer konzertanten Aufführung unter der musikalischen Gesamtleitung von Christine Baier und Karola Klinger-Summerer.
In der voll besetzten Kirche trugen die beiden Chöre volltönend und melodisch die besinnlichen und tiefgründigen Weisen vor. Die Waldlermesse stammt aus der Feder von Eugen Hubrich und wurde intoniert von Ferdinand Neumaier, der dafür quasi aus dem Urquell waldlerischen Brauchtums schöpfte: dem Erbe vieler sangesfreudiger Generationen. Es entstanden einfache Lieder in der verständlichen Sprache des einfachen Mannes, teilweise traurig und schwermütig, zwischendurch herzhaft und gleichzeitig besinnlich. Die Messe spiegelt das harte Leben der Menschen im Bayerischen Wald in ihrer kargen Umgebung wider. Sie leben im festen Vertrauen auf Gott, dessen Macht und Gnade sie überall in der Natur erleben. Das Kyrie, sozusagen die Bitte um das tägliche Brot, wird zum Gloria, dem Lob Gottes aus der Dankbarkeit heraus, und schließlich zum Credo, dem Glaubensbekenntnis. Das Sanctus erinnert an den Gesang im Wald. Schließlich heißt es, still werden zur Ehre Gottes um am Ende getrost nach Hause zu gehen, ins „Waldhütterl“ und ganz oben „das Himmelstor offen stehen sehen“.
Das Publikum belohnte die musikalische Leistung der Chöre und ihrer Instrumentalbegleitung mit einem lang anhaltenden Beifall. Als Zugabe gab es noch einmal das Benedictus „Jetzt glanzt a jed’s Stäuberl dem Herrgott zur Ehr‘“.
Monika Gniffke