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Eismannsberg Schlosskonzert

Lieder als Geschenke: Sechs Chorgemeinschaften in Eismannsberg sangen „Lieder zur Sommerzeit“

EISMANNSBERG – Am Sonntag hatte der Männergesangverein Sängerlust 1893 Eismannsberg e.V. zum inzwischen 9. Schlosskonzert in den Hof des Schlosses Eismannsberg eingeladen. Mitwirkende waren der Gesangverein Burgthann, der Männergesangverein Sangeslust Entenberg, der MGV Sängerlust 1858 Kirchensittenbach, der Projektchor „Steiermark“, der MGV Sängerlust 1893 Eismannsberg und der Männergesangverein 1863 Marktbergel.

Den bunten Liederreigen unter dem Motto „Lieder zur Sommerzeit“ eröffneten die Gastgeber mit ihrem jungen Chorleiter Martin Pirner mit „Freund, setzt euch in die Runde“ – und das hatten die weit über 300 Gäste auch gerne gemacht. Mit Kuchen vom Kuchenbuffet, Kaffee, gegrillten Speisen und kalten Getränken wurden alle bestens versorgt. Auch Petrus hatte ein Einsehen gehabt und nach dem Unwetter des vorhergehenden Abends schönstes Sommerwetter geschickt, und damit allen einen stimmungsvollen Nachmittag beschert.

Zum Chorkonzert unter den Linden des Eismannsberger Schlosses der Gastgeberfamilie Christa und Dieter Wild waren fünf Chöre aus nah und fern angetreten, um, nach den Begrüßungsworten durch den 1. Vorsitzenden Matthias Hirschmann, mit ihren insgesamt 26 Liedern Freude zu bereiten. Die ausgewählten Vorträge ergaben ein sehr abwechslungsreiches Programm.

Stimmungsvolle Lieder

Eher nachdenklich und besinnlich waren die Weisen aus der Romantik, so Philipp Friedrich Silchers „Waldlust“, das die 20 Entenberger Sänger unter der Leitung von Jörg Neubauer beisteuerten. Ebenso das melancholische „Der Jäger Abschied“ (von Mendelssohn-Bartholdy komponiert) und „Auf Wiedersehen“ nach einem Text Friedrich Rückerts, vom nur zwölfköpfigen MGV Kirchensittenbach (Leitung Georg Duschner) stimmig umgesetzt.

Ein Großteil der Lieder war der Schönheit der Natur gewidmet: Etwa „Hoch droben auf dem Berg“, vom befreundeten Gesangverein aus Marktbergel mit seinem Chorleiter Hans Götz, und „Wo Mandelbäume blühen“ und das sehr sensibel interpretierte „Hinunter ins Tal“ vom Projektchor „Steiermark“. Letzterer hatte sich zur Frühjahrsfahrt in die Steiermark zusammengefunden und vereint mehr als 40 Sängerinnen und Sänger aus der ganzen Region. Chorleiter Günther Kuhn Regel: „Da durfte jeder mitfahren – wenn er mitsang.“

Aber auch leichtere Unterhaltung war vertreten mit Schlagern und Hits aus den 60er und 70er Jahren: „Rote Lippen soll man küssen“ empfahlen überzeugend die Eismannsberger Männer und der gemischte Burgthanner Gesangverein (Leitung Tatjana Kwint) zauberte mit „Sing mit mir“, das man als „Ain´t She Sweet“ von den Beatles kennt, eine wunderbar mehrstimmige „Chor-Revue“ in den Schlossgarten.

Den fast dreistündigen musikalischen Reigen schloss der gastgebende Chor mit „Bajazzo“ aus Ruggero Leoncavallos 1892 uraufgeführter Oper und „Irische Segenswünsche“. Beide Lieder hatten sie vor kurzem erst in Venedig dargeboten, wie Hans Geyer, der launig durchs Programm führte, nicht ohne Stolz bemerkte.

Mit einem gemeinsam gesungenen „Kein schöner Land“ endete ein stimmungsvolles Chorkonzert.

Erich W. Spieß