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Weihnachtsfreude am 2. Feiertag

Wenn sich der zweite WeihCGS Chor kleinnachtsfeiertag dem Abend zuneigt, wird die Pfarrkirche St. Kunigund in Schnaittach noch einmal voll. Pfarrer Hans Eisend ist dann zwar anwesend, doch an diesem Abend ist er Gast in seiner Kirche. Eine Stunde lang gehört sie der Chorgemeinschaft Schnaittach, die mit ihren Liedern das Christfest auf besondere Weise ehrt und ausklingen lässt.
Der Chor präsentiert sich vor dem  beeindruckenden Christbaum in festlichem Schwarz; die roten Schals beleben das Bild auf harmonische Weise. Birgit Bauer, 1. Vorsitzende des Vereins, freut sich über die zahlreichen Zuhörer und weiß zu schätzen, dass Pfarrer Eisend ihnen heute Abend das Gotteshaus überlässt.
An diesem Abend liegt das Schwergewicht auf deutschen Kompositionen, aber der Chor zeigt, dass auch in vielen anderen Sprachen diesem besonderen Fest gebührend gehuldigt wird. Er intoniert in beeindruckender Weise sowohl bekannte als auch weniger bekannte Stü-cke aus mehreren Jahrhunderten und variiert die Stimmung zwischen besinnlichen, getragenen Tönen und schwungvollen, spritzigen Liedern zum Fest.
Den Beginn macht das 400 Jahre alte „Es ist ein Ros entsprungen“, das Finale bildet eine flotte Variation, deren Titel gleichzeitig der Refrain ist: „Fa-laCGS Chor und Instrumentalisten klein-la“. Dazwischen besingt der Chor stimmgewaltig die „Heilige Nacht“, lässt jubelnd „Hört der Engel Lied voll Freude“ in das Kirchenschiff hinaufsteigen, wird temperamentvoll beim spanischen „A la Nanita Nana“ und begeistert mit dem wohl bekanntesten Weihnachtslied, das zwar deutsch gesungen wird, aber mit „Silent Night“ im Programm steht (weil dieser spezielle Choralsatz vom amerikanischen Pianisten Joel Raney stammt). Weitere Lieder runden den weihnachtlichen Hörgenuss ab.
Susanna Dörfler begleitet die Chorgemeinschaft einfühlsam am E-Piano, und zweimal greift Dirigentin Magdalena Rummler zur Violine, spielt einen Satz aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ und ein zu Herzen gehendes „Ave Maria“.
Die Zuhörer lauschen aufmerksam; auf vielen Gesichtern ist die jeweilige Stimmung des vorgetragenen Liedes abzulesen. So manche Besucherin, so mancher Anwesende scheint bei diesem Konzert die ruhigste Stunde der Weihnachtszeit zu erleben.
Zwischen den Gesangsstücken liest Renate Anders besinnliche Texte, die sich um die Weihnachtszeit ranken, das Nachdenken anstoßen und zum nächsten Lied überleiten.
Nach langanhaltendem Applaus und Zugabe stimmen die Zuhörer mit dem Chor ein gemeinsames Lied an. Die festliche Stunde klingt vor der Kirche mit wärmendem Glühwein und spritzigem Sekt aus. Beidem wird ordentlich zugesprochen, und angeregte Gespräche über Konzert, Weihnachtsgeschenke und Wünschen zum neuen Jahr runden diesen stimmungsvollen Abend ab.

Text und Fotos Vinzenz R. Dorn