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Ein bunter Abend im Markgrafensaal in Hohenstadt

Chöre Hoh Vo„Ein bunter Strauß beliebter Melodien und humorvoller Textbeiträge“ hieß es im Programm des „Bunten Abends“, zu welchem der Gesangverein 1862 Hohenstadt in den Markgrafensaal geladen hatte - und das war nicht zu viel versprochen. Begeisterter Applaus und Zugabe-Rufe bewiesen den Mitwirkenden, dass sie voll und ganz den Geschmack des Publikums getroffen hatten, das den großen Saal bis auf den letzten Platz füllte.
Hans Brunner, Vorsitzender des Gesangvereins 1862 Hohenstadt freute sich über den noch nie dagewesenen "Riesenzuspruch". Der Gesangverein Hohenstadt und der "Sängerbund" Vorra eröffneten gemeinsam die Veranstaltung und trugen unter Leitung von Wolfgang Pöhner Lieder wie„Der Spielmann ist da“, „Crambambuli“ und „Der neue Jahrgang“ vor.
Doris Seitz und Lisa Pflaum erregten viel Heiterkeit als Richter und Angeklagter mit ihrem Sketch vom „singenden Landstreicher“, während die Gruppe Feierahmd mit der Polka „Der Hirtengirgl“ und dem Maxglaner Zigeunermarsch musikalische Akzente setzten. Mit dem Lied „Speak low“ des Komponisten Kurt Weill hatte Daniela Kohl-Czertzick, begleitet von Ute Königer am Klavier, einen mit viel Applaus belohnten Auftritt.
Als die „Bergvagabunden“ erklangen, erschien Werner Lüdel und sann neben einem Gipfelkreuz stehend über „weibliche Strategie“ nach. Eine witzige Textübertragung von „What a wonderful world“ ins Fränkische leistete Wolfgang Pöhner, die er als „Uner Weld is doch schöi“ mit Jockel Streb am Klavier vortrug.
Doris Seitz und Lisa Pflaum hatten bei den „Arztgesprächen zwischen zwei Frauen“ zwerchfellerschütternde Erkenntnisse mitgebracht, während die Gruppe Feierahmd vor der Pause einen weiteren Auftritt hatte. „A mal wos anders“ , von Conny Renner extra angekündigt, war eine geschickt die Tonarten wechselnde Trademix-Polka.
Ausschnitte aus der Operette „Der Vogelhändler“ von Carl Zeller füllten den zweiten Teil des Programms. Eine Reihe von Doppelrollen hatten Wolfgang Pöhner als Adam und Professor Würmchen sowie Jockel Streb als Bürgermeister Schneck und Professor Süffle zu bestreiten, während Reinhold Montaperti ebenfalls den Adam gab und Hans Brunner sowie Horst Hafner abwechselnd als Baron Weps auftraten. Auch die Kurfürstin Marie (Martina Wollin) und die „Christel von der Post“ (Daniela Kohl-Czertzick) waren mit von der Partie, ebenso die beiden Chöre. Als Erzähler fungierte Werner Lüdel.
Zum Schluss regnete es nicht nur Applaus, sondern auch Blumensträuße für die Damen, Wein für die Herren und einen Vogelkäfig für Chorleiter Wolfgang Pöhner, der nach Meinung aller für diese Aufführung eine „Mammutarbeit“ geleistet hatte.                                    
/ nach Helga Manderscheid /