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Barockes zum Reformationsjubiläum vom Sängerkreis Hersbruck

Mit dem Thesenanschlag Martin Luthers am 31. Oktober 1517 hatte die Reformation ihren Anfang genommen. Aus ihr entstand die Evangelische Kirche, die in Bach RöthenbachJohann Sebastian Bach ihren sicher wichtigsten kirchenmusikalischen Schöpfer fand. Aus diesem Anlass präsentierte am 21. und  22.10.2017 ein Projektchor aus dem Sängerkreis Hersbruck unter der Leitung von Kreischorleiter Thomas Witschel die Kantanten „Gott der Herr ist Sonn und Schild“ und „Ein feste Burg ist unser Gott“ zum Reformationsfest sowie die Missa in F von Johann Sebastian Bach in der evangelischen Heilig-Kreuz-Kirche in Röthenbach an der Pegnitz sowie der katholischen Pfarrkirche St. Kunigund in Schnaittach.
Barocker Glanz und komplexe, dichtgewebte Polyphonie erfüllte den Kirchenraum. Bach verlangt für die festlichen Stücke Bach Schnaittachüber den üblichen Streicherapparat hinaus auch noch Hörner und Pauken. Das an allen Pulten hervorragend besetzte Hartlieb-Consort aus Nürnberg lieferte hier ein prächtig klingendes Fundament, auf dem sich abwechselnd der Chor und die Solisten Diana Fischer (Sopran), Johanna Sander (Alt), Christopher Kessner (Tenor) und Manuel Krauß (Bass) stimmlich virtuos bewegen durften.
Die Eingangssätze zu den beiden Kantaten sowie der Beginn des Glorias gehören mit zu den fordernsten Chorsätzen aus der Feder Johann Sebastian Bachs; nach nur acht gemeinsamen Proben meisterte der Projektchor diese auf bravuröse Art und Weise. Auch die Solisten konnten einzeln und in Duetten sehr überzeugend ihre Stimmkünste darbieten. Das auf modernen Instrumente aber in historisch informierter Manier spielende Orchester sorgte hierbei für einen berückend schönen musikalischen Rahmen.
Die Zuhörer in den weitgehend voll besetzten Kirchen zeigten sich am Ende begeistert von der Klangpracht der Werke und der Qualität der Ausführung. Dies brachten sie durch lang anhaltenden Applaus zum Ausdruck.