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Gemeinsames Singen als Ziel - Flottes Frühlingskonzert der Sängergruppe Rothenberg in Schnaittach

Am Samstag trafen sich fünf Chorgemeinschaften aus der Region und der Männerchor des Fränkischen Sängerbundes zum Frühlingskonzert in der Aula der Mittelschule Schnaittach.

Teilnehmende Chöre waren die Chorgemeinschaft Schnaittach 1847 (Leiter: Matthias Apolczer), die Chorgemeinschaft MGV Eintracht Hüttenbach 1893 und der Gesangverein Liederkranz Simmelsdorf 1883 (Chorleiterin: Karola Klinger-Summerer), der Männergesangverein Liederkranz Kirchröttenbach 1905 (geleitet von Thomas Witschel), der Gesangverein Osternohe 1881 mit seinem gemischten Chor und The Village People (Leitung: Dominik Dachs) sowie als Gast der überregionale Männerchor des Fränkischen Sängerbundes (Chorleitung: Hermann Freibott). Der Gesangverein 1848 Neunhof hatte krankheitsbedingt leider absagen müssen.
Dies tat der musikalische Begrüßung des Frühlings in der voll besetzten Aula aber keinen Abbruch, denn die sechs Formationen hatten ein buntes Programm zusammengestellt, das für jeden Freund des gesungenen Liedes etwas zu bieten hatte.
Die Schnaittacher Chorgemeinschaft gab das Motto vor: Heiter und beschwingt eröffneten die Sängerinnen und Sänger mit „Frühlingsluft“ den Abend. Dass dabei die Sopranstimmen dominierten ist nicht verwunderlich: Zwei Männer müssen sich mit 17 Frauen messen. Stimmlich und emotional besonders überzeugend ihr hymnischer Schluss bei Leonard Cohens „Hallelujah“.
Die Village People des GV Osternohe sorgten anschließend mit flott interpretierten Pop-Nummern für positive Stimmung, ebenso der folgende MGV Liederkranz Kirchröttenbach, der mit vier Udo-Jürgens-Hits deutlich machte, dass dessen Kompositionen inzwischen längst zum allgemeinen Liedgut geworden sind. Bei ihrer Umsetzung von „Vielen Dank für die Blumen“ ließen überraschend die Comedian Harmonists grüßen.

Quer durch die Jahrhunderte
Bei der Chorgemeinschaft der Gesangvereine von Hüttenbach und Simmelsdorf standen dann eher traditionelle Lieder des 19. Jahrhunderts im Focus: Mit kräftigen Stimmen besangen sie zuversichtlich die Schönheit der Natur – gelungen ihr „Capriccio“ nach Tschaikowsky – und die Freuden des Wanderns.
Im Unterschied zur englischsprachigen Pop-Variante Village People widmete sich der gemischte Chor aus Osternohe dann deutschen Liedern – freudig und stimmlich ausgewogen.
Den gesanglichen Höhepunkt und Abschluss des facettenreichen Programms bot, wie zu erwarten war, der Männerchor des Fränkischen Sängerbundes. Mit fein abgestimmten Übergängen, stets kontrollierten Stimmen, aber, wenn gefordert auch mit Kraft und Druck, erzeugten sie ein sehr harmonisches Klangbild. Dies kam ganz besonders bei den „Klassikern“ zu Beginn zum Tragen: „Am Brunnen vor dem Tore“, Schuberts Komposition wurde übrigens erst von Friedrich Silcher zum Volkslied gemacht, und einem der bekanntesten deutschen Lieder, dem wunderbar verhalten vorgetragenen „In einem kühlen Grunde“. Drei geistlich orientierte Lieder bildeten den zweiten Teil ihres Vortrags, darunter eines aus dem frühen 17. Jahrhundert, „Christus, der ist mein Leben“ von Melchior Vulpius.
Zum Ende hin gab es vom FSB-Männerchor dann wieder zeitgenössische Kompositionen zu den immerwährenden Themen Liebe und Abschied und ein wehmütig-schönes „Auf Wiedersehen“.
Den Schlusspunkt setzten dann alle Beteiligten zusammen: Die Sängerinnen und Sänger der Chorensembles verabschiedeten sich mit Scheffels „Lied der Franken“ – beeindruckend, die „Frankenhymne“ aus 120 geschulten Kehlen zu hören.

Erich W. Spieß 2017 SG Schlussbild

                                                          Gemeinsamer Schlusspunkt unter ein gelungenes Frühlingskonzert: 120 Sängerinnen und Sänger sangen das „Lied der Franken“.