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Wohlklang erfüllt Kirchenschiff - Adventskonzert in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Auerbach i. d. Opf.

2016 AuerbachEine schöne Einstimmung auf die letzte Woche vor dem Weihnachtsfest erlebten die Besucher des Adventskonzerts in der voll besetzten Stadtpfarrkirche St. Johannes der Täufer in Auerbach i. d. Opf..
Der MGV 1884 Auerbach hatte bei freiem Eintritt zu dem Konzert geladen.
Markus Weber leitete den gemischten Chor und den Männerchor des Vereins. Verstärkung erhielten die Sänger durch das Bläserensemble Veltuna Brass aus Neuhaus/Pegnitz und befreundete Chöre aus Auerbach.

Die begeisterten Zuschauer zollten den Gruppen und Solisten nach dem Konzert viel Beifall und erklatschten sich eine Zugabe.
Der Einladung des MGV waren in diesem Jahr der katholische Kirchenchor und die Flötengruppe unter der Leitung von Agathe Schriml gefolgt. Ebenso der Chor der Schulschwestern, geleitet von Schwester Maria Theresia Hauthaler und der Chor der evangelischen Gemeinde unter Führung von Moritz von Niedner.

Veltuna Brass eröffnet mit "Fanfare und Chorus" das Konzert.

Veltuna Brass unter der Leitung von Peter Grund brachte mit diesem Stück zwischen Liedern aus der Romantik oder Kompositionen des Oberpfälzers Max Reger moderne Klänge in das Gotteshaus.
Mit einer Fanfare eröffnete Veltuna Brass das gut zweistündige Konzert das in einen adventlichen und einen weihnachtlichen Teil gegliedert war. Beide erfuhren eine klangvolle Verbindung durch Händels „Tochter Zion“, bei dem die zum Singen eingeladenen Konzertbesucher, instrumental begleitet von den Bläsern von Veltuna Brass, durch ihren kräftigen Gesang das Gotteshaus wohltönend mit Klang erfüllten.
Gut vorbereitet präsentierte sich auch der Männerchor des MGV 1884 Auerbach. Einfühlsam gelang das bekannte „Maria durch ein Dornwald ging“, das wenig später auch von der siebenköpfigen Flötengruppe gespielt wurde.
Der katholische Kirchenchor gefiel mit Auszügen aus der Adventskantate „Dein König kommt“ von Gustav Gunsenheimer.
Zwei Beiträge präsentierte der evangelische Kirchenchor, darunter eine Bearbeitung des bekannten „Macht hoch die Tür“ von Kirchenmusiker und Komponist Josef Michel.
Scheinbar mühelos sang der Chor der Schulschwestern bei „Maria zart, du Blumengart“ die ganz hohen Töne und gab auch bei „Ich steh an deiner Krippe hier“ Zeugnis seines gesanglichen Könnens. Schwester M. T. Hauthaler dirigierte sehr dezent und hatte ihr Quartett gut vorbereitet.
Das gilt auch für Peter Grund von Veltuna Brass. Das Ensemble gefiel mit Instrumentalstücken – unter anderem mit „Adeste fideles“ mit einem gewaltigen Crescendo am Ende des Stückes -, ebenso wie als Begleitung des gemischten Chores. Dessen Leiter Markus Weber strahlte viel Ruhe und Gelassenheit aus, leitete seine Chöre aber auch mit viel Begeisterung und Gefühl.

Sandra Weber beeindruckte mit ihrem Mezzosopran.

Markus Weber leitete souverän den Männerchor und den Gemischten Chor des gastgebenden MGV, sowie den Abschlusschor aller Mitwirkenden. Gattin Sandra Weber beeindruckte mit ihrem Mezzosopran als Solistin des Liedes „Stille Nacht“, das zusammen mit Veltuna Brass im Wechsel von Chor, Bläsern und Solistin eindrucksvoll vorgetragen wurde.
Der gemischte Chor – gekleidet in schwarz mit rotem Halstuch - gefiel nicht nur optisch, sondern auch akustisch. Das ganze Ensemble war mit viel Elan bei der Sache. Die Freude am Singen und die gute Vorbereitung auf das Konzert wurden im Handumdrehen beim Publikum spürbar. So erklangen mit „Christkindleins Wiegenlied“ und „O Jesulein süß“ zwei ausgewählte Werke des gebürtigen Oberpfälzer Komponisten Max Reger, dessen 100. Todestag der Auerbacher MGV im Sommer eigens mit einem Konzert bedacht hatte.
Auch Komponisten des 20. Jahrhunderts erklangen an diesem Nachmittag. Dazu zählten unter anderem der Schlesier Gustav Gunsenheimer, bekannt durch seine zahlreichen Werke geistlicher Vokalkunst, Karl Haus, ehemals Professor an der Musikhochschule in Würzburg und Förderer der Laienchöre, aus dem englischsprachigen Raum der Walise Robert Jones der österreichische Musikpädagoge und Lehrer am Mozarteum Cesar Bresgen, der Allgäuer Wolfram Buchenberg und andere. Mehrmals wurden die Chorbeiträge in bewährter Weise von Agathe Schriml am Klavier sowie Schwester Theresia Hauthaler, Anja Kasseckert und Sandra Weber an ihren Flöten begleitet.

Treffend ausgewählte Texte trug der Ehrenvorsitzende des MGV, Rudolf Weber, vor.

Als Schluss-Highlight erklang „Tollite hostias“

Das Stück wurde von Camille Saint-Saens komponiert, der von seinen Zeitgenossen wegen seines außergewöhnlichen musikalischen Talents schon als neuer Mozart ausgerufen wurde.
Mit der voluminösen Stimmgewalt aller Chöre, unterstützt von den Bläsern von Veltuna Brass, gelang es am Ende des Konzerts mit dem gemeinsamen Schusslied „Tollite hostias“ den Besuchern ein Gänsehautgefühl zu vermitteln. Der Einsatz wurde mit stehendem Applaus belohnt.
Der Reinerlös kommt dem Archeladen zugute.