Gastkonzert des Projektchores des Sängerkreises Hersbruck

MGVSKH 20171015 191655 1024 x 768Einen Donau-Projektchor bildete der Sängerkreis Hersbruck unter Leitung des Kreischorleiters Thomas Witschel. Am Sonntag gastierte er in Auerbach und so gelangte nun auch in Auerbach sein musikalisches Programm zur Aufführung. Seitens des Sängerkreises besuchte der Sängerkreisvorsitzende Heinrich Bodendörfer das Konzert und die Geschäftsführerin Elisabeth Hensel sang selbst mit als Mitglied des  Donau-Projektchores.
Das gemeinsame Konzert des Projektchores und des gastgebenden MGV Auerbach fand Beachtung durch Vertreter der Kirche, der Kommunalpolitik, der Schulen und der Gesangsvereine und Chöre.

Intensive Proben des Projektchors fanden in den letzten Monaten statt. Eine Konzert Donaukreuzfahrt auf der MS Amethyst startete in Passau, führte über Wien bis Budapest und hatte ihre Höhepunkte in Aufführungen im Wiener Stephansdom, mit einem Konzert in Budapest, im Dom von Esztergom und im Kloster Melk durch die Mitgestaltung der Sonntagsmesse. Es kam die „Missa Quattuordecim Auxiliatorum“ – die Vierzehnheiligen-Messe zur Aufführung. Der Komponist dieser Messe ist Dr. Gerald Fink aus Herzogenaurach.
Vom MGV Auerbach wirkten Monika und Richard Rupprecht, sowie Gabi Wölfel und der Vorsitzende Hans Steger im Projektchor mit. Bereichert wurde das Konzert in Auerbach durch Beiträge des Gemischten Chors des MGV 1884 Auerbach e.V., der ebenfalls dem Sängerkreis Hersbruck zugeordnet ist. In der Helmut-Ott-Halle boten beide Chöre nun einen abwechslungsreichen Liederabend mit Werken verschiedener Musikepochen und Gattungen. Der Gemischte Chor Auerbach sang unter der Leitung  von Chorleiter Markus Weber seine Lieder als Schlussakkord vor der Pause und zum Auftakt nach der Pause.
Der Donau-Projektchor Hersbruck bot zunächst einen Teil mit geistlichem Liedgut  von Camille Saint Saens (1835 -1921), Wolfgang Menschick (1937-2010), einem Eichstätter Kirchenmusiker,  und ein Stück aus dem „Elias“ von Felix Mendelssohn  Bartholdy (1809-1847) in der Bearbeitung seines Zeitgenossen von Klaus Knigge. Ein Liederreigen mit weltlichen Chorsätzen gesungen vom Gemischten Chor des MGV Auerbach schloss sich an. Noch vor der Pause sangen die Auerbacher Frauen und Männer vom fröhlichen Klang der Lieder, vom morgendlichen Erwachen der schönen Vögelein, von einem Mädchen mit blauen Augen und würdigte so die Komponisten Max Reger (1873-1916), wie auch Friedrich Silcher (1789-1860) mit dem Volkslied „Nun leb wohl du kleine Gasse“
Mit dem bekannten schwedischen Volkslied „Zum Tanze da geht ein Mädchen“ im Satz von Hermannjosef Rübben, der im März dieses Jahres im Alter von 89 Jahren verstarb, kam der MGV-Chor aus der Pause zurück. Rübben hat den Männerchor Bayer Leverkusen weit über die Grenzen der Chemiestadt bekannt gemacht. Unter seiner künstlerischen Leitung hat der Chor ab 1965 nicht nur zahlreiche Auftritte in Leverkusen und Köln absolviert, sondern auch Konzertreisen in ferne Länder veranstaltet. 1994 ging Rübben in den Ruhestand und überreichte den Taktstock an Ulrich Jung, der den Chor bis heute leitet.
Eine Bearbeitung des Hits „Barbara Ann“ von den Beach Boys“ von Markus Weber folgte. Bei „Weit, weit weg“ von Hubert von Goisern in einer Bearbeitung von Ludwig Maierhofer verlieh die MGV-Sängerin Katharina Kohl mit ihrem Akkordeon dem Lied den beliebten klanglichen Gesamteindruck des Alpenrock-Hits.
Der Projektchor setzte das Chorkonzert mit einer bunten Reihe von bekannten Volksliedern aus verschiedenen Regionen Deutschlands fort. Die Zuhörer wurden dabei mit „Wohlauf die Luft geht frisch und rein“ ins Land der Franken geführt Land und machten mit „Als wir jüngst in RegensburgSKH 1 20171015 175719 1024 x 768 waren“ eine Reise in die Hauptstadt des Regierungsbezirks Oberpfalz. Bekannte und beliebte Weisen wie „Muss i denn zum Städele n‘aus“, „Die Gedanken sind frei“, „Kein Feuer, keine Kohle“ oder „Es klappert die Mühle“ in der Fassung von Werner Jung-Faber folgten. Zum schwäbischen Volkslied „Wenn alle Brünnlein fließen“ versammelten sich die beiden Chöre für einen fulminanten Svchlussakkord auf der Bühne.  - nach Karl Schwemmer -

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Sommerkonzert des MGV Gersdorf

2017 image HITSDer MGV Gersdorf hatte zum Sommerkonzert mit Hits aus dem letzten Jahrhundert ins Schützenhaus eingeladen. Beinahe hätten die Plätze im gut gefüllten Vereinslokal des MGV Gersdorf nicht ausgereicht. Das Sommerkonzert unter dem Motto „Hits, Hits, Hits“ ließen sich neben den eingeladenen Chören und deren Begleiter auch zahlreiche Gäste aus nah und fern nicht entgehen. Elke Scharrer, Vorstand des MGV Gersdorf, konnte neben den Mitwirkenden auch viele Mitglieder des heimischen Gemeinderats, der Gersdorfer Vereine auch zahlreiche Freunde des Chorgesangs begrüßen.
Neben dem gemischten Chor aus Gersdorf präsentierte der MGV Oberferrieden, der Entenberger Posaunenchor mit seinen Jungbläsern und das Frauenensemble „TAKTvoll“ einen bunten, schwungvoll vorgetragenen Mix aus bekannten Schlagermelodien und Evergreens. Das begeisterte Publikum bedankte sich mit viel Beifall für das gelungene Konzert.
/ nach Moni Müller - Pressewart und 2. Vorstand MGV Gersdorf 1869 e.V. /

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Lieder im Park

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Liedertafel Kainsbach feiert 125-Jähriges und "Tag des Liedes"

Dicht gedrängt saßen in und vor der Kratzersch2017 Kainsbach Jubelchor 2 Keune Akteure und Zuhörer bei besten Wetterbedingungen. Der Männergesangverein 1892 Liedertafel Kainsbach hatte für seine 125-Jahrfeier viele befreundete Chöre eingeladen.
Bereits am Samstag spielte im Rahmen des Festprogrammes die Band „wissma.net“. Am Sonntagmorgen ging es weiter mit einem feierlichen Gottesdienst, gefolgt von abwechslungsreichen Liedvorträgen der geladenen Chöre.
Die Chöre sorgten durch die Auswahl ihrer Beiträge für eine große Bandbreite. Den tongewaltigen Auftakt übernahm der Posaunenchor Kainsbach-Schupf unter der Leitung von Jürgen Vogel, ganz treffend mit der „Eröffnungs-Suite“.
Der Vorsitzende der Sängergruppe Albachtal, Gerd Rösel, begrüßte die Zuhörer. Den Wunsch nach Nachwuchssängern in allen Chören, gab er den Besuchern mit auf den Weg. Danach stimmte die Sängergruppe Albachtal stimmgewaltig und harmonisch auf die Maienzeit ein. Das Dirigat übernahm Josef Segerer, der auch den Thalheimer Chor dirigierte.
Happurgs Bürgermeister Bernd Bogner lobte in seiner Rede die Beständigkeit des Jubiläumschores, hielt kurz Rückschau auf Entstehung und Tradition und wünschte dem engagierten Verein, dass sie noch lange Freude an ihrem Hobby haben mögen und weiterhin auf solch hohem Niveau singen können.
Der Männergesangverein Sängerbund Thalheim 1878 stimmte mit schönem und ausgewogenem Chorklang auf den Frühling ein. Anschließend trat der Gesangverein 1852 Alfeld unter dem Dirigat von Susanne Pflaumer in Aktion. Der lebendige Vortrag nahm mit lautmalenden Passagen die Zuhörer mit ins Geschehen.
Der Singkreis Kainsbach, ein gemischter Chor, unterhielt die Zuhörer mit schwungvollen und frischen Vorträgen von Hubert von Goisern und Reinhard Fendrich. Extra für den Jubiläums-Männer-Chor hatten sie das Lied „Macho, Macho“ eingeübt, verriet Chorleiterin Kathrin Heidner augenzwinkernd.
Der MGV Victoria Happurg unter Ralf-W. Münster unterhielt mit drei Liedvorträgen, wobei der „Blankenstein Husar“ durch Dynamik und Frische besonders für aufmerksame Zuhörer sorgte. Weiter ging es mit dem Männergesangverein 1914 Schwend-Kastl unter dem Dirigat von Wolfgang Herdegen, der mit ausgewogenem Chorklang überzeugte. Für „Völkerverständigung“ sorgte der Liederkranz Alfeld unter Ulrike Bauer, denn die harmonischen Vorträge kamen in drei verschiedenen Dialekten daher.
Dann war endlich für den Jubelchor die Zeit des Auftrittes gekommen. Unter ihrem Dirigenten Robert Merkl, interpretierte eine große Sängerschar mit frischem Klang und guter Ausgewogenheit drei Stücke. Passender hätte der erste Vortrag „Und wieder blühet die Linde“ nicht sein können, denn die Veranstaltung fand auf dem Gelände des Gasthauses „Zur Linde“ statt. Der Posaunenchor Kainsbach-Schupf intonierte anschließend „Über den Wolken“ und „Geh aus mein Herz und suche Freud“. 2017 Kainsbach Helmut Kratzer Vorstand K
Die Schlussworte gehörten dem Vorsitzenden des Jubelvereins, Helmut Kratzer. Er dankte allen Beteiligten und Helfern für die gelungene Mitgestaltung des Jubiläums.
Den Abschluss des offiziellen Teiles bildeten noch einmal zwei Vorträge der großen Sängergruppe aus dem Albachtal. Danach sorgten die Kainsbacher Musiker „Herzblatt“ für weitere gute Unterhaltung. Und für die Verköstigung war ohnehin durchgängig bestens gesorgt.

/ nach Hersbrucker Zeitung vom 25/28. Mai 2017 – Marita Münster /

 

 

 

Mensch in Nöten

 

Drei Männerchöre führten in Hersbruck die Schubert-Messe auf

Weit mehr als die Aufführung der „Deutschen Messe“ von Franz Schubert wurde den zahlreichen Besuchern in der voll besetzten Stadtkirche Hersbruck geboten. Drei Männerchöre aus Hersbruck, Ellenbach und Reichenschwand schlossen sich für ein Konzert im Rahmen des Reformationsjahres zusammen.

Gleich drei runde Geburtstage wurden mit der Aufführung der Deutschen Messe von Franz Schubert in der Stadtkirche Hersbruck gefeiert: Die "Sängervereinigung Hersbruck" wird dieses Jahr 160, der „Sängerbund Ellenbach" 140. Aus diesem Anlass vereinigten sich die beiden Männerchöre mit der „Sängervereinigung Reichenschwand". Begleitet wurde der eindrucksvolle Männerchor vom Bläserensemble der Selnecker­ Kant2017 SchubM korei und Kirchenmusikdirektor Karl Schmidt an der Orgel, von dem das Gesamtarrangement des Konzertes stammte.

Im Gedenken an die Reformation wurde das Hauptwerk des Abends, die „Deutsche Messe" von Franz Schubert, von zwei Luther ­ Chorälen umrahmt, die durch ihre einfallsreiche musikalische Gestaltung auf besondere Art aufgeführt wurden. Somit bildete der Anfangschoral "Nun bitten wir den Heiligen Geist" einen eindrucksvollen Beginn des Abends. Denn Jeanne Vogt zeigte hier vielseitigen Einsatz:  Neben dem Dirigat der Tutti-Partien übernahm sie im solistischen Zwischenteil des Liedes sowohl die Violinstimme als auch die Gesangspartie und führte damit eine abwechslungsreiche Interpretation des Liedes vor.

Für den Hauptteil des Konzerts, der Messe, gab Jeanne Vogt die musikalische Führung dann "an Christiane Baier ab, die neben Carola Klinger-Summerer ebenfalls den Auftritt mit den Chören einstudierte.

Eingeleitet wurde der musikalische Höhepunkt des Abends durch Worte des Dekans Werner Thiessen, der auch zwischen den Messsätzen in kurzen Ansprachen informative Erläuterungen zu den einzelnen Teilen der Messe gab. So stellte er immer wieder den Bezug der „Deutschen Messe“ zur  Reformation dar, denn die große Besonderheit dieser Komposition ist der Text in deutscher Sprache. Schubert weicht von der Konvention ab, in Messen ausschließlich lateinischen Text zu verwenden. Das ist eine Parallele zu Luther, dessen Verdienst es war, Gottesdienste in deutscher statt lateinischer Sprache zu ermöglichen. Auch komponierte er deutsche Lieder für den Gemeindegesang.
Die acht musikalisch schlicht gehaltenen Sätze der Messe stellen mit dem Anfangstext „Wohin soll ich mich wenden?" den Menschen mit seinen Sorgen und Nöten in den Mittelpunkt. Der erhabene Charakter der musikalisch eher schlicht gehaltenen Komposition kam durch die dynamisch und harmonisch differenzierte Arbeit der Musiker in der Kirche zur vollen Geltung. Vereinigt zu einem kraftvollen und harmonischen Ganzen, präsentierten die drei Chöre zusammen mit den Instrumentalisten sowohl im glanzvollen „Gloria" oder dem eindrucksvollen "Nach der Wandlung", als auch im ruhigen und majestätischen „Sanctus" die Erhabenheit dieser Messe.

„Feste Burg" als Abschluss
Nach dem gemäßigten, würdevollen Schlusssatz dankte der Dekan unter viel Applaus allen Beteiligten. Einen würdigen Abschluss des Konzerts bildete das gemeinsam gesungene Lied Martin Luthers „Ein feste Burg ist unser Gott", das in der instrumentalen Interpretation von Michael Schütz bereits zu Beginn des Abends vom Bläserensemble gespielt wurde. Somit schloss sich der Kreis des gut durchdachten Gesamtarrangements und  beendete ein eindrucksvolles Konzert.

ISABEL SCHMIDT

Liederkranz Hirschbach feierte 125-jähriges Bestehen

2017 Liederkranz Hirschbach

Ein ökumenischer Gottesdienst und ein Konzert mit befreundeten Chören auf dem Hammerhof in Hirschbach gaben der 125-Jahrfeier des Gesangvereins „Liederkranz Hirschbach“ einen würdigen Rahmen.
Pfarrer Gerhard Durst und sein katholischer Amtsbruder Pfarrer Roland Klein brachten es mit ihrer „Predigt“ in der dicht gefüllten St. Wolfgangskirche auf den Punkt: Eigentlich sollte jeder Gottesdienst vom Liederkranz Hirschbach umrahmt werden. Denn dieser sei ja auch ein ökumenischer Kirchenchor, der beide Konfessionen verbinde. Der Jubelchor umrahmte unter Regina Rösch die ökumenische Feier, zusammen mit dem Posaunenchor mit Jörg Tippmann als Dirigent und Maximilian Hutzler an der Orgel.
„Fast jede Hirschbacher Familie ist mit unserem Traditionsverein verbunden“, sagte Vorsitzende Christine Ludwig und wies damit auf die neu erstellte Chronik des Gesangvereins hin. Peter Märkel, Vizepräsident des Fränkischen Sängerbundes, überreichte zum Jubiläum eine gerahmte Urkunde. Er sprach vom Spiegelbild der jeweiligen Zeit und dass die Freude am gemeinsamen  Singen geblieben sei. Bürgermeister Hans Durst bedankte sich in seinem kurzen Grußwort im Namen aller Bürgerinnen und Bürger.
Mit dem Liedvortrag „Wir grüßen mit Gesang“ eröffneten die Gastgeber das Chorkonzert auf dem Hammerhof. Mit Volksweisen, Schlagern, traditioneller afrikanischer Musik, Beethovenliedern und vielen mehr spannten der Kirchenchor Eschenbach unter der Leitung von Gerhart Neubauer, der Männergesangverein Eschenfelden 1862 mit Heinrich Heim als Dirigent, der Gospelpopchor „Esbecial“ Eschenbach unter Leitung von Sonja Durst und die Musikkinder vom Kindergarten Eschenfelden, angeführt von Heide Burkhart, einen weiten Bogen. Das gemeinsame Lied „Singen macht Spaß“ bildete den Höhepunkt des Nachmittags.
Die Vorsitzenden überreichten allen Chorleitern und dem Chronisten Paul Haller ein kleines Geschenk. Ein herzliches Dankeschön richtete Christine Ludwig auch an alle Spender und Unterstützer.
Die Mitglieder des Gartenbauvereins Hirschbach kümmerten sich um Kaffee und Kuchen und der Förderverein Hirschbach wartete mit Herzhaftem auf und stillte den Durst der vielen Gäste.    
/ nach Hersbrucker Zeitung vom 18. Mai 2017 – Pauline Regler /

Männerchöre und Rapp am Oberen Markt in Hersbruck

2017 Hersbruck Serenade 3 1024 x 768Passendes Wetter, ein abwechslungsreiches Programm und viele Zuhörer, so könnte man die 41. Ausgabe der Serenade am Oberen Markt beschreiben.
Der 1. Vorsitzende der Sängervereinigung Hersbruck, Herrmann Hopfengärtner, der bereits von Anfang an der Organisator für diese Veranstaltung ist, freute sich, dass wieder so viele Chöre zur Mitwirkung bereit waren.
Die Spieler des Posaunenchors der Thomaskirche Altensittenbach, unter der Leitung von Wolfgang Werthner, waren für den schwungvollen Auftakt der Veranstaltung zuständig. Danach erklang der Sängerspruch „Es grüßen Euch“ von den Männerchören. Der Vorsitzende Hopfengärtner begrüßte die Akteure und Besucher, direkt anschließend sorgten die Männerchöre der Sängervereinigung Hersbruck und MGV Fürnried 1876 unter der Leitung von Christine Baier mit zwei Liedern für Unterhaltung. Dr. Olaf Kohlisch dirigierte danach zwei Lieder des Gemischten Chores Sängerbund Altensittenbach, bevor wieder der Posaunenchor mit dem Vortrag eines Wanderliedes an der Reihe war. Das Publikum geizte nicht mit Applaus, der erfuhr allerdings noch mal eine deutliche Steigerung, als die Kinder des Schulchores der Grundschule Diepersdorf an der Reihe waren. Unter dem schwungvollen Dirigat von Anke Reiche trugen sie das „Diepersdorfer Schullied“ sowie den Zungenbrecher „Supercalifragilistig“ vor und zogen mit ihrem engagierten Vortrag die Zuhörer in ihren Bann. Das Publikum war zum Mitsingen aufgefordert, als der Posaunenchor das Lied „Geh aus mein Herz und suche Freud“ intonierte. Die Männerchöre Germania 1872 Leinburg und MGV Fürnried 1876 trugen gemeinsam unter der Leitung von Werner Müller „Es strahlt die Welt“ und „Bella Bimba“ vor. Der Gemischte Chor Altensittenbach besang anschließend den „Kleinen grünen Kaktus“ und etwas verfrüht „Ade zur guten Nacht“, denn die Veranstaltung war noch längst nicht beendet.  Der Posaunenchor unterhielt mit einer Polka, der Schulchor anschließend mit „Kinder, Kinder“ und dem „Boogie Woogie auf`m Schulhof“. Hier ließen sich die Zuhörer sogar dazu „überreden“ aktiv die Bewegungen der Kids mitzumachen Eine große Männer-Schar, nämlich alle Männerchöre vereint, besang ihre Vorliebe für den Wein mit „Ich weiß ein Fass“ und dem „Chianti-Lied“. Die nächste Steigerung war, dass der Schulchor sich zu den Männerchören gesellte und zwei Stücke vortrug. Bei dem Liedvortrag „Ein lustig Leben“ gab es einen unerwarteten Effekt. Der Männerchor, mit dem typischen Klangbild, wechselte sich ab mit dem „coolen“ Rapp des Schulchores. Das überraschte Publikum sparte nicht mit Applaus. Der letzte Vortrag wurde von allen beteiligten Chören, gemeinsam mit dem Posaunenchor gestaltet. Der absolut passende Titel des Vortrages war „Viva la Musica“.  Überhaupt schienen die Organisatoren und Chorleiter die passenden Vortragsstücke ausgewählt zu haben, denn man hörte hier und da ein Mit-Summen und Mit-Singen aus den Reihen der Zuhörer. Wippen und rhythmisches Klatschen gehörten ohnehin dazu. Der 2. Bürgermeister, Peter Uschalt, war ebenfalls zu der Serenade gekommen und hatte nun die Aufgabe das Schlusswort zu sprechen. Er freute sich darüber, dass die Serenade schon eine so lange Tradition hat und mit Herrmann Hopfengärtner auch schon so lange einen zuverlässigen Organisator. Es gab Dank für alle Mitwirkenden, kleine Präsente für die Chorleiter, sowie Eiskugeln für die Kinder des Schulchores. Die Veran2017 Hersbruck Serenade 1 1024 x 768staltung klang aus mit „Kein schöner Land in dieser Zeit“, von allen gemeinsam gesungen.

 

 

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Text und Fotos – Marita Münster

 

Dehnberger Hof Chor auf Konzertreise in Tirol

An Christi Himmelfahrt ging es für die Sänger und Sängerinnen des Dehnberger Hofchores auf eine viertägige Konzertreise nach Tirol. Dank der guten Kontakte der Chorleiterin Frau Prof. Dr. Heike Henning, die auch am Mozarteum Salzburg tätig ist, war es möglich, drei gänzlich unterschiedliche Konzerte zu gestalten: Zunächst konzertierte der Chor am Freitag, den 26.5.2017 um 20 Uhr im Konzertsaal der Gemeinde Birgitz (südwestliches Mittelgebirge, 10 km von Innsbruck entfernt), auf Einladung von Max Bauer, Obmann des Musik- und Kulturvereins Birgitz. Unter dem Motto „Alles hat seine Zeit“ wurde ein abwechslungsreiches Programm aus klassischen, teils geistlichen Stücken, traditionellen Frühling2017 dhc konzertreise hallsliedern sowie moderner Filmmusik präsentiert. Der Dehnberger Hof Chor zeigte sich wie immer musikalisch flexibel und vielseitig. Die Chormitglieder konnten unter der präzisen Leitung von Fr. Prof. Dr. Heike Henning mit ihrem vielfältigen Repertoire das Publikum trotz großer Hitze begeistern.

Das zweite „Frühlingskonzert“ wurde am Samstag, den 27.5.2017 um 20 Uhr im Barocken Saal der Stadt Hall in Tirol gemeinsam mit dem Gemischten Chor Alpenklang/Hall und dem Kinderensemble „Jumace“ veranstaltet.
Die beiden Gemischten Chöre und das Kinderensemble zeigten ganz unterschiedliche Musikstile von volkstümlich bis modern. Auch das Jodeln kam an diesem Abend nicht zu kurz und so standen an diesem Abend 70 Sangesbegeisterte gemeinsam auf der Bühne.
Hierbei wurde sicht- und spürbar, dass Musik, egal welcher Art, verbindet und gemeinsames Singen viel Freude macht. Die Chöre sangen wechselnd und zusammen, begleitet von Mag. Reinhard Blum am Klavier, stellvertretender Abteilungsleiter des Departments für Musikpädagogik der Universität Mozarteum Salzburg am Standort Innsbruck sowie von Kristina Glücker, Mitglied des Dehnberger Hof Chores und musikalischer Multisassa an Handpan, Djembe, Cajon und Geige. Zum Abschluss wurde sogar das Publikum mit einbezogen und so sangen Menschen in Trachten neben solchen mit roten Fliegen, von der Bühne und aus dem Publikum den abendlichen Kanon „Abendstille überall“. Die Stadt Hall überreichte dem Dehnberger Hof Chor zum Dank eine Münze, ist Hall doch die Stadt der Münzprägetechnik.
Zuletzt durfte der Dehnberger Hof Chor am Sonntag den Gottesdienst in der Basilika des wunderschönen Stifts Stams musikalisch mitgestalten. Bei einer beeindruckenden Akustik in der barocken Basilika zeigte der Chor nochmal sein ganzes Können, begleitet von Pater Martin Anderl an der großen Rieger-Orgel. Bei allen Konzerten sind die Sänger/-innen mit großer Gastfreundschaft empfangen worden – Musik baut Brücken und so freuen wir uns auf den Gegenbesuch der Tiroler Chöre oder einer Fortsetzung im kommenden Jahr.  

Natürlich stand das Wochenende auch im Zeichen gemeinsamer Aktivitäten der Chorgemeinschaft. Das Reiseteam hatte Führungen in Hall, Innsbruck und Stift Stams organisiert, aber auch beim Wandern in den Bergen oder beim Ausflug zur Friedensglocke/Mösern konnten die Sänger/-innen die Seele baumeln lassen. Das Wetter zeigte sich dazu mit hochsommerlichen Temperaturen von seiner besten Seite.

Echte Chorfreundschaft im Högenbachtal

2017 MGV Högen
Der Männergesangverein Högen hat seine Nachbarn aus Haunritz sowie den MGV Thalheim zu einem gemeinsamen musikalischen Abend eingeladen.
Der Saal des "Sternwirts" hatte sich mit den drei Chören samt Anhängern und heimischen Gästen gut gefüllt, als MGV-Vorsitzender Hans-Werner Haas die Gäste willkommen hieß. Man wollte sich wieder mal zu einem Abend voller Lieder treffen und die Freundschaft festigen, sagte er. Und so richteten die Gastgeber unter Leitung von Gerhart Neunbauer einen musikalischen Gruß an die Gäste.
Als nächster Chor stellte sich der MGV Haunritz auf, der als "Nationalhymne" das Haunritzlied mitgebracht hatte. Zudem stimmte er das "Hobellied" mit Dirigentin Schanna Ibler an. Vorsitzender Helmut Maul unterstrich das gemeinsame Hobby des Singens im Chor und das gute Nebeneinander im Högenbachtal.
Zur Abwechslung spielte das Duo Christian Kempf und Christian Heldrich auf Akkordeons und die fünf Högener Musikanten der "Hackstockmuse" zauberten schwungvoll alpenländische und oberpfälzer Volksweisen mit ihren Instrumenten.
Als dritter Männerchor trat der MGV Thalheim vor die Zuhörer. Vorsitzender Philipp Laurer freute sich, dass man die bereits seit einiger Zeit währende Freundschaft nun bei einem gemeinsamen Liederabend noch weiter vertiefen könne. Unter Leitung von Josef Segerer durfte das Publikum zwei Volksweisen genießen.
In lockerer Reihenfolge trugen die Chöre mit Liedern von Liebesfreud und -leid oder in Chorsätze umgewandelte Evergreens zum musikalischen Genuss bei. Mit dem gemeinsamen gesungenen "Abendlied" klang ein wohltönender Sänger- und Heimatabend aus.


/ nach Hersbrucker Zeitung - Franz Müller /

Schlusslied aus 170 Kehlen beim Konzert der Sängergruppe Moritzberg

Aus über 170 Kehlen erklang "There's one more song" ("Noch ein letztes Lied"), das gemeinsame Abschlusslied aller am Gruppenkonzert der Sängergruppe Moritzberg in der Ottensooser Mehrzweckhalle beteiligten Chöre, nachdem vorher die Zuhörer mit den Akteuren zusammen den Kanon "Es tönen die Lieder, der Frühling kommt wieder" gesungen hatten. Sie taten das mit großer Begeisterung und sichtbarer Freude.
Die Besucher waren in so großer Zahl zu diesem Konzert erschienen, dass vor Beginn der Veranstaltung noch viele Stühle in die Halle gebracht werden mussten. Und es hat sich gelohnt an diesem Abend in der Mehrzweckhalle in Ottensoos zu sein. Cornelia Trinkl, als Vertreterin des Landrats, hat aus eigener Erfahrung als langjährige Chorsängerin sehr klar zum Ausdruck gebracht: "Singen macht Freude - und den Sängerinnen und Sängern merkt man dies auch an."
Sieben Chöre aus der Sängergruppe Moritzberg gaben Einblicke in ihr Repertoire und es war für jeden Geschmack etwas dabei. Doris Trini-Maschler, die 1. Vorsitzende der Sängergruppe Moritzberg, wies in ihrer humorvollen Begrüßung darauf hin, dass mit diesem Konzert in Ottensoos ein kleines Jubiläum begangen werden konnte: das fünfte Jahr des Wiederauflebens der Sängergruppe Moritzberg. Sie stellte die teilnehmenden Chöre vor - zwei aus Schwaig und jeweils einen aus Lauf, Günthersbühl, Dehnberg, Ottensoos und Röthenbach.

/ nach Wochenzeitung im Pegnitztal - G. Trini /

Gemeinsames Singen als Ziel - Flottes Frühlingskonzert der Sängergruppe Rothenberg in Schnaittach

Am Samstag trafen sich fünf Chorgemeinschaften aus der Region und der Männerchor des Fränkischen Sängerbundes zum Frühlingskonzert in der Aula der Mittelschule Schnaittach.

Teilnehmende Chöre waren die Chorgemeinschaft Schnaittach 1847 (Leiter: Matthias Apolczer), die Chorgemeinschaft MGV Eintracht Hüttenbach 1893 und der Gesangverein Liederkranz Simmelsdorf 1883 (Chorleiterin: Karola Klinger-Summerer), der Männergesangverein Liederkranz Kirchröttenbach 1905 (geleitet von Thomas Witschel), der Gesangverein Osternohe 1881 mit seinem gemischten Chor und The Village People (Leitung: Dominik Dachs) sowie als Gast der überregionale Männerchor des Fränkischen Sängerbundes (Chorleitung: Hermann Freibott). Der Gesangverein 1848 Neunhof hatte krankheitsbedingt leider absagen müssen.
Dies tat der musikalische Begrüßung des Frühlings in der voll besetzten Aula aber keinen Abbruch, denn die sechs Formationen hatten ein buntes Programm zusammengestellt, das für jeden Freund des gesungenen Liedes etwas zu bieten hatte.
Die Schnaittacher Chorgemeinschaft gab das Motto vor: Heiter und beschwingt eröffneten die Sängerinnen und Sänger mit „Frühlingsluft“ den Abend. Dass dabei die Sopranstimmen dominierten ist nicht verwunderlich: Zwei Männer müssen sich mit 17 Frauen messen. Stimmlich und emotional besonders überzeugend ihr hymnischer Schluss bei Leonard Cohens „Hallelujah“.
Die Village People des GV Osternohe sorgten anschließend mit flott interpretierten Pop-Nummern für positive Stimmung, ebenso der folgende MGV Liederkranz Kirchröttenbach, der mit vier Udo-Jürgens-Hits deutlich machte, dass dessen Kompositionen inzwischen längst zum allgemeinen Liedgut geworden sind. Bei ihrer Umsetzung von „Vielen Dank für die Blumen“ ließen überraschend die Comedian Harmonists grüßen.

Quer durch die Jahrhunderte
Bei der Chorgemeinschaft der Gesangvereine von Hüttenbach und Simmelsdorf standen dann eher traditionelle Lieder des 19. Jahrhunderts im Focus: Mit kräftigen Stimmen besangen sie zuversichtlich die Schönheit der Natur – gelungen ihr „Capriccio“ nach Tschaikowsky – und die Freuden des Wanderns.
Im Unterschied zur englischsprachigen Pop-Variante Village People widmete sich der gemischte Chor aus Osternohe dann deutschen Liedern – freudig und stimmlich ausgewogen.
Den gesanglichen Höhepunkt und Abschluss des facettenreichen Programms bot, wie zu erwarten war, der Männerchor des Fränkischen Sängerbundes. Mit fein abgestimmten Übergängen, stets kontrollierten Stimmen, aber, wenn gefordert auch mit Kraft und Druck, erzeugten sie ein sehr harmonisches Klangbild. Dies kam ganz besonders bei den „Klassikern“ zu Beginn zum Tragen: „Am Brunnen vor dem Tore“, Schuberts Komposition wurde übrigens erst von Friedrich Silcher zum Volkslied gemacht, und einem der bekanntesten deutschen Lieder, dem wunderbar verhalten vorgetragenen „In einem kühlen Grunde“. Drei geistlich orientierte Lieder bildeten den zweiten Teil ihres Vortrags, darunter eines aus dem frühen 17. Jahrhundert, „Christus, der ist mein Leben“ von Melchior Vulpius.
Zum Ende hin gab es vom FSB-Männerchor dann wieder zeitgenössische Kompositionen zu den immerwährenden Themen Liebe und Abschied und ein wehmütig-schönes „Auf Wiedersehen“.
Den Schlusspunkt setzten dann alle Beteiligten zusammen: Die Sängerinnen und Sänger der Chorensembles verabschiedeten sich mit Scheffels „Lied der Franken“ – beeindruckend, die „Frankenhymne“ aus 120 geschulten Kehlen zu hören.

Erich W. Spieß 2017 SG Schlussbild

                                                          Gemeinsamer Schlusspunkt unter ein gelungenes Frühlingskonzert: 120 Sängerinnen und Sänger sangen das „Lied der Franken“.

Sängerkreistag Hersbruck

Man braucht schon eine große Halle, um die vielen Vereinsvertreter des ausgedehnten Sängerkreises Hersbruck bei der Jahresversammlung unterzubringen. Die Birglandhalle bewies ihre vielseitige Eignung dafür. Die große Sängerfamilie hatte zu den Berichten der Vorstandschaft noch zusätzliche Aufgaben zu erledigen: Die Vereinssatzung war zu beschließen und die ehrenamtliche langjährige Tätigkeit in den Vorständen der Mitgliedschöre zu würdigen.

Standesgemäß hieß der gastgebende MGV Schwend, verstärkt durch MGV Kastl mit Dirigent Wolfgang Herdegen, die Gäste musikalisch willkommen. Der Vorsitzende Heinrich Bodendörfer erblickte unter der Schar den Ehrenvorsitzenden Walter O. Neumann und Ehrenchorleiter Friedhelm Treiber sowie Ehrenmitglied Elsbeth Gebhardt und Konrad Summerer. Amberg-Sulzbachs Landrat Richard Reisinger hatte es sich nicht nehmen lassen, die Sängerschar aus drei Bezirken und Landkreisen aufzusuchen, teilt er doch ihre Freude am Gesang. Die bodenständige, Neuem nicht verschlossene Kulturpflege ist nur mit viel ehrenamtlichem Engagement möglich. Damit verbunden ist für viele ein besseres soziales Gefüge in der Gesellschaft. Reinhard Kohl als 2. Bürgermeister der Gemeinde Birgland zeigte seine Freude über den Besuch aus dem großen Umkreis.

Seit einem Jahr erfüllt Heinrich Bodendörfer die vielfältigen und interessanten Aufgabe des Vorsitzenden im Sängerkreis mit seinen 97 Vereinen und 2700 aktiven und 5700 fördernden Mitgliedern. Bei vielen Anlässen ging er zu den Vereinen, oftmals zu Ehrungen. Weiter vertrat er den Sängerkreis beim Fränkischen Sängerbund und der Bundesversammlung. In vier Vorstandssitzungen wurden geplante Konzerte, die neu eingeführte Ehrung von langjährigen Vorstandsmitgliedern der Vereine und die Endfassung der Vereinssatzung des Sängerkreises bearbeitet. Die gute Erledigung verdankt er seinen zuverlässigen Vorstandsmitgliedern, mit denen er auch die künftigen Aufgaben bewältigen kann. Heute geht es vornehmlich um das Nachholen der Ehrungen. Die Sänger, die zwischen zehn und fünfzig Jahren Vorstandsarbeit ihre Vereine zusammengehalten haben, verdienen mit Fug und Recht diese Würdigung.

Wie in jedem Verein, gehören zur Jahresbilanz weitere Berichte So wies Schatzmeister Peter Windsheimer auf eine gute Finanzlage hin, die man für überörtliche Veranstaltungen auch braucht. Kreischorleiter Thomas Witschel nannte für 2016 die Begleitung der Feiern um Karl IV. und die Goldene Straße. Dabei waren Konzerte und Auftritte eines Projektchors zu verzeichnen. Heuer gibt es das Thema „500 Jahre Reformation“, wo ebenfalls Veranstaltungen auf Kreisebene wie eine Bachkantate und Konzerte aufgeführt werden. Pressewart Alfred Engelhardt fungiert als Verbindungsmann zu den Medien und Zeitungen. Er leitet die Beiträge von Vereinen an die Fränkische Sängerzeitung weiter und berät in Pressefragen. Das laufende Geschäft mit den vielen Facetten bewältigt Geschäftsführerin Elisabeth Hensel, die am nächsten zu den Vereinen steht und für Meldungen und Anfragen zuständig ist. Dazu gab sie den Besuchern manch guten Tipp. Die Kassenprüfer Andrea Wittmann und Gerhard Egloffstein bestätigten die einwandfreie Buchführung und beantragten Entlastung, die von den Vereinen abgegeben wurde.

2017 SKT Schwend
Für den Ausblick auf die Jahre 2017 und 2018 waren Voranschläge ausgearbeitet worden, welche die Versammlung guthieß. Diese musste sich auch mit der Endfassung der Vereinssatzung befassen. Nach viel Vorarbeit und Abstimmung rechtlicher und steuerlicher Fragen lag dieses „Grundgesetz“ des Vereins Sängerkreis Hersbruck vor. Die Passagen wurden stichwortartig erläutert und manche aufgetauchte Frage geklärt. So wurde die Satzung von der Versammlung einstimmig angenommen.

Dem letzten Hauptpunkt der Versammlung, der Verleihung von Ehrenurkunden, ging das humorvolle Gedicht vom „Ehrenamt“ voraus, das Elisabeth Hensel vortrug.  Die erstmalige Verleihung von Ehrenurkunden und -nadeln an langjährig tätige Vorstandsmitglieder der Vereine brachte der Geschäftsführung eine Mammutarbeit. Galt es doch, 65 Würdenträger aus dem ganzen Kreisbereich auszuzeichnen. Vorsitzender Heinrich Bodendörfer nahm es humorvoll „ Ich habe inzwischen genug Erfahrung im Nadelanstecken“.

(Franz Müller)

Frühlingskonzert der Chöre in Vorra

Gleich drei C20G17 Gemischter Chor Eintracht 1024 x 768horjubiläen und die Wiedereröffnung der renovierten Marienkirche waren Anlass für ein Frühlingskonzert in dem fast voll besetzten Gotteshaus in Vorra.
Beim Betreten der Kirche konnte der Besucher die frische Farbe riechen und verband damit unweigerlich das Thema Frühling. Eva-Maria Endres, Vorsitzende des Gesangvereins ‘Eintracht‘, beleuchtete diesen Leitgedanken gekonnt von den unterschiedlichsten Blickwinkeln und führte stimmig durchs Programm.

Seit 95 Jahren besteht der gemischte Gesangverein ‘Eintracht‘, den Sonja Durst sichtbar mit viel Elan und Freude führt. Die Sänger erhellten von Anfang an die Gemüter des Publikums mit leichten und eingängigen Weisen.

Kraftvoll wurde die Kirche von den Klängen des Posaunenchors erfüllt, der 90 Lenze zählt. Besonders das tiefe Blech erstrahlte unter dem Dirigat von Wolfgang Pöhner, der ebenfalls den Gesangverein ‘Sängerbund‘ Vorra leitet. Die 22 Herren dieses Chores zeigten, wie einfühlsam leise und gleichsam schön intoniert Männerstimmen klingen können – und das seit 140 Jahren; denn so lange gibt es den ‘Sängerbund‘ bereits.

Wie bereichernd die Arbeit der Chöre für die Gemeinde Vorra und gleichzeitig für jeden einzelnen Mitwirkenden ist, wurde spätestens bei den abschließenden Worten von Pfarrer Björn Schukat klar.

Aber bereits bei den vorangehenden Ehrungen war deutlich eine große Zusammengehörigkeit und Herzlichkeit zu spüren. Diese konnte man beinahe greifen, als Käthe Mägerlein und Friedhelm Treiber, der langjährige Chorleiter des Gesangvereins ‘Eintracht‘, für 65 Jahre 2017 Männerchor Sängerbund 1024 x 768Singen im Chor geehrt wurden. Außerdem ehrte Heinrich Bodendörfer, Vorsitzender des Sängerkreises Hersbruck, Silke Heckel für zehn Jahre sowie Klaus Nissalla für 25 Jahre aktives Singen. Urkunden erhielten weiterhin Ann-Katrin Winter und Lukas Richter, da sie seit 10 Jahren im Posaunenchor Vorra spielen.

Abgerundet von zwei bekannten Volksliedern, die von allen Konzertbesuchern mit Begleitung des Posaunenchors gesungen wurden, war das 90-minütige Konzert ein gelungener Auftakt zum Frühlingsanfang.

nach Hersbrucker Zeitung – Petra Meyer

 

 

 

 

So klingt gute Nachbarschaft

2017 Sängerliebe BreitenbrunnDie Sänger der Sängerliebe Breitenbrunn 1907 luden die Nachbarchöre Harmonie 1856 aus Offenhausen und den Liederkranz 1884 aus Kucha ins Schützenhaus ein.
Als Gastgeber eröffneten die Breitenbrunner Sänger mit ihrem Dirigenten und Gemeindepfarrer Martin Hoepfner das lockere und fröhliche musikalische Potpourri.

Chorvorsitzender Gerhard Schmidt freute sich über die Anwesenheit des langjährigen Chorleiters Peter Birkmann, der schon als 17-Jähriger den Mut gehabt hatte, einen "ausgewachsenen" Männerchor zu übernehmen und ihn 28 Jahre engagiert als Chorleiter führte.

Der Kuchaer Gesangverein, früher ein reiner Männerchor, hat auch die Zeichen der Zeit erkannt und sich für Sängerinnen geöffnet. Als Leiter und Dirigenten hat er zudem die musikalische Koryphäe Martin Pirner, der sowohl Rockmusiker und Volksmusikant als auch Dirigent ist, gewonnen. Das vom Chor dargebotenen ostafrikanische "Mamaliye", ein traditionelles Heimatlied der Zulus, kam gut an.

Die Gastgeber hatten aber auch ruhigere Stücke wie "Von fern klingt leise die Melodie" von Manfred Bühler im Programm.

Der Offenhausener MGV kann sich unter der Leitung von Jockel Streb auch über Verstärkung freuen. Der Chor besang lieblich die Loreley, unternahm eine Reise ins Glück und stellte heraus, dass Träume stark sind.

Im Rahmen des Sängerabends wurden drei Sänger geehrt. Der stellvertretende Gruppenvorsitzende der Sängergruppe Hammerbachtal, Reinhard Franz, und Gerhard Schmidt bedankten sich bei Helmut Reitzenstein für eine schon 25- jährige aktive Sängermitgliedschaft. Reinhard Thäter ist schon 40 Jahr dabei, seit 1958 – also 60 Jahre – hält Georg Böllet den Sängern die Treue.

Als "Zugabe" nahmen die Breitenbrunner Sänger noch mal Aufstellung: Dirigent Martin Hoepfner gab den Einsatz für ein frühlingshaft heiteres Lied.

/nach Hersbrucker Zeitung vom 18/19. März 2017 – ‘rowas‘/
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Singen unterm Christbaum in Hüttenbach

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Selbst viele ehemalige Hüttenbacher lassen es sich nicht nehmen, am Tag vor dem Heiligen Abend zum Dorfplatz zu kommen und dem „Singen unterm Christbaum“ beizuwohnen. Die Möglichkeit, Bekannte zu treffen und ihnen ein frohes Fest wünschen zu können, hat neben dem musikalischen Programm einen hohen Stellenwert.
Der Vorstand des Männergesangverein „Eintracht Hüttenbach“, Gerhard Egloffstein, begrüßte die zahlreich erschienen Zuhörer, bevor die Chorgemeinschaft „Eintracht“ Hüttenbach/“Liederkranz“ Simmelsdorf und die Blaskapelle „Die Rothenberger" ihre Lieder zum besten gaben.

Ein fester Bestandteil der Veranstaltung ist der Auftritt vom Christkind. Dieses Jahr wurde Christkind Sarah Rosin von den Engeln Sarah Leipold und Hannah Neubig begleitet.
Neu war die Einlage des Projektchors der Gemeinde mit den Liedern „Engel haben Himmelslieder“ und „Singt Gloria“. Das Projekt „Gemeindechor“, das beim letztjährigen Singen unterm Christbaum ins Leben gerufen wurde,  ist nicht an eine Mitgliedschaft in den Gesangvereinen gebunden, sondern dient rein dem Zweck der Freude am Singen. Ziel war es bei diesem Event einen gemischten Projekt-Chor von 65 Sängerinnen und Sängern (nämlich zwei Prozent der Gemeindeeinwohner), mit zwei Weihnachtsliedern auftreten zu lassen. Die beiden Lieder wurden wunderschön vorgetragen – allerdings kamen „nur“ circa 40 Chormitglieder zusammen, die auch schon beim Adventskonzert in St. Helena aufgetreten sind. Der Initiator, Gerhard Egloffstein, der bei Erreichen von 65 Mitgliedern 100 Liter Glühwein spendieren wollte, wandelte seine Wette kurzentschlossen um und spendete pro Sangesstimme 1 Liter Glühwein für die Veranstaltung.
Nach den traditionell von allen Anwesenden gesungenen Liedern „O du fröhliche, o du selige“ und „Stille Nacht, heilige Nacht“ kam der Nikolaus und brachte Päckchen für die Kinder.

Wohlklang erfüllt Kirchenschiff - Adventskonzert in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Auerbach i. d. Opf.

2016 AuerbachEine schöne Einstimmung auf die letzte Woche vor dem Weihnachtsfest erlebten die Besucher des Adventskonzerts in der voll besetzten Stadtpfarrkirche St. Johannes der Täufer in Auerbach i. d. Opf..
Der MGV 1884 Auerbach hatte bei freiem Eintritt zu dem Konzert geladen.
Markus Weber leitete den gemischten Chor und den Männerchor des Vereins. Verstärkung erhielten die Sänger durch das Bläserensemble Veltuna Brass aus Neuhaus/Pegnitz und befreundete Chöre aus Auerbach.

Die begeisterten Zuschauer zollten den Gruppen und Solisten nach dem Konzert viel Beifall und erklatschten sich eine Zugabe.
Der Einladung des MGV waren in diesem Jahr der katholische Kirchenchor und die Flötengruppe unter der Leitung von Agathe Schriml gefolgt. Ebenso der Chor der Schulschwestern, geleitet von Schwester Maria Theresia Hauthaler und der Chor der evangelischen Gemeinde unter Führung von Moritz von Niedner.

Veltuna Brass eröffnet mit "Fanfare und Chorus" das Konzert.

Veltuna Brass unter der Leitung von Peter Grund brachte mit diesem Stück zwischen Liedern aus der Romantik oder Kompositionen des Oberpfälzers Max Reger moderne Klänge in das Gotteshaus.
Mit einer Fanfare eröffnete Veltuna Brass das gut zweistündige Konzert das in einen adventlichen und einen weihnachtlichen Teil gegliedert war. Beide erfuhren eine klangvolle Verbindung durch Händels „Tochter Zion“, bei dem die zum Singen eingeladenen Konzertbesucher, instrumental begleitet von den Bläsern von Veltuna Brass, durch ihren kräftigen Gesang das Gotteshaus wohltönend mit Klang erfüllten.
Gut vorbereitet präsentierte sich auch der Männerchor des MGV 1884 Auerbach. Einfühlsam gelang das bekannte „Maria durch ein Dornwald ging“, das wenig später auch von der siebenköpfigen Flötengruppe gespielt wurde.
Der katholische Kirchenchor gefiel mit Auszügen aus der Adventskantate „Dein König kommt“ von Gustav Gunsenheimer.
Zwei Beiträge präsentierte der evangelische Kirchenchor, darunter eine Bearbeitung des bekannten „Macht hoch die Tür“ von Kirchenmusiker und Komponist Josef Michel.
Scheinbar mühelos sang der Chor der Schulschwestern bei „Maria zart, du Blumengart“ die ganz hohen Töne und gab auch bei „Ich steh an deiner Krippe hier“ Zeugnis seines gesanglichen Könnens. Schwester M. T. Hauthaler dirigierte sehr dezent und hatte ihr Quartett gut vorbereitet.
Das gilt auch für Peter Grund von Veltuna Brass. Das Ensemble gefiel mit Instrumentalstücken – unter anderem mit „Adeste fideles“ mit einem gewaltigen Crescendo am Ende des Stückes -, ebenso wie als Begleitung des gemischten Chores. Dessen Leiter Markus Weber strahlte viel Ruhe und Gelassenheit aus, leitete seine Chöre aber auch mit viel Begeisterung und Gefühl.

Sandra Weber beeindruckte mit ihrem Mezzosopran.

Markus Weber leitete souverän den Männerchor und den Gemischten Chor des gastgebenden MGV, sowie den Abschlusschor aller Mitwirkenden. Gattin Sandra Weber beeindruckte mit ihrem Mezzosopran als Solistin des Liedes „Stille Nacht“, das zusammen mit Veltuna Brass im Wechsel von Chor, Bläsern und Solistin eindrucksvoll vorgetragen wurde.
Der gemischte Chor – gekleidet in schwarz mit rotem Halstuch - gefiel nicht nur optisch, sondern auch akustisch. Das ganze Ensemble war mit viel Elan bei der Sache. Die Freude am Singen und die gute Vorbereitung auf das Konzert wurden im Handumdrehen beim Publikum spürbar. So erklangen mit „Christkindleins Wiegenlied“ und „O Jesulein süß“ zwei ausgewählte Werke des gebürtigen Oberpfälzer Komponisten Max Reger, dessen 100. Todestag der Auerbacher MGV im Sommer eigens mit einem Konzert bedacht hatte.
Auch Komponisten des 20. Jahrhunderts erklangen an diesem Nachmittag. Dazu zählten unter anderem der Schlesier Gustav Gunsenheimer, bekannt durch seine zahlreichen Werke geistlicher Vokalkunst, Karl Haus, ehemals Professor an der Musikhochschule in Würzburg und Förderer der Laienchöre, aus dem englischsprachigen Raum der Walise Robert Jones der österreichische Musikpädagoge und Lehrer am Mozarteum Cesar Bresgen, der Allgäuer Wolfram Buchenberg und andere. Mehrmals wurden die Chorbeiträge in bewährter Weise von Agathe Schriml am Klavier sowie Schwester Theresia Hauthaler, Anja Kasseckert und Sandra Weber an ihren Flöten begleitet.

Treffend ausgewählte Texte trug der Ehrenvorsitzende des MGV, Rudolf Weber, vor.

Als Schluss-Highlight erklang „Tollite hostias“

Das Stück wurde von Camille Saint-Saens komponiert, der von seinen Zeitgenossen wegen seines außergewöhnlichen musikalischen Talents schon als neuer Mozart ausgerufen wurde.
Mit der voluminösen Stimmgewalt aller Chöre, unterstützt von den Bläsern von Veltuna Brass, gelang es am Ende des Konzerts mit dem gemeinsamen Schusslied „Tollite hostias“ den Besuchern ein Gänsehautgefühl zu vermitteln. Der Einsatz wurde mit stehendem Applaus belohnt.
Der Reinerlös kommt dem Archeladen zugute.

Musik für guten Zweck

Gut besucht war das Benefizkonzert zugunsten der Sanierung der katholischen Kirche St. Jakobus in Reichenschwand.
Jeanne Vogt brachte ihre Barock-Geige zum Klingen und beeindruckte beim Konzert an der Orgel. Abwechselnd sangen die Sängervereinigung Reichenschwand unter der Leitung von Karola Klinger-Summerer, der evangelische Kirchenchor Reichenschwand unter der Leitung von Georg Duschner und Ute Wagner sowie der katholische Kirchenchor Hersbruck unter der Leitung von Lothar Schön geistliche Lieder. Mit ihren Vorträgen brachten die Chöre und Musiker klangvoll den Advent in das Gotteshaus.
Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ sagte schließlich Pfarrer Wunnibald Forster für jede „gute Gabe“ und dem wohlklingenden Einsatz.
/nach Hersbrucker Zeitug vom 7. Dezember 2016 – Monika Gniffke/

 

Fröhlicher Liederreigen zum 160 jährigem Jubiläum

Anlässlich seines 160-jährigen Bestehens hatte der Männergesangverein „Harmonie“ Offenhausen den gemischten Chor aus Kucha und den Gesangverein 1862 Hohenstadt zu einem Sängerabend mit Ehrungen eingeladen.
Mit dem Sängerspruch „Wir grüßen euch mit frohen Klang, ihr lieben Freunde all, im schönen Hammerbachtal“ hieß Vorsitzender Helmut Rupprecht seine Gäste im Hupfersaal in Offenhausen willkommen. Er schilderte kurz die Entwicklung des Vereins. So fanden sich im Jahr 1856 erstmals 22 Männer zusammen, die sich fortan regelmäßig zum gemeinsamen Singen trafen. Rupprecht fragte sich, ob es heute noch möglich wäre einen Gesangverein zu gründen. Es ist sein Bestreben, das alte Liedgut zu pflegen, sich aber auch neuen Einflüssen zu öffnen, um für Einsteiger interessant zu bleiben.
Ein wichtiger Programmpunkt waren die Ehrungen verdienter Sänger. Für ihr 60-jähriges aktiven Sängern wurden Ernst Karl und Konrad Prögel vom Vorsitzenden des Sängerkreises Hersbruck, Heinrich Bodendörfer, mit einer Urkunde und Anstecknadel geehrt.
Die Gesangsbeiträge wurden von allen mit großer Leidenschaft und Freude vorgetragen. Der MGV „Harmonie“ Offenhausen besang die Heimat, das Wildbachrauschen und den Genuss. Beim Potpourri der Hohenstädter Sänger musste Jakob Streb (Leiter des MGV „Harmonie“ Offenhausen) die Stimmgabel beiseitelegen und selbst zur Liedermappe greifen, denn er ist beim GV 1862 Hohenstadt viele Jahre auch aktiver Sänger. Mit ihm hoben sie ab mit dem Lied „Über den Wolken“ und besuchten die „Kleine Kneipe“.
International wurde es beim gemischten Chor „Liederkranz“ Kucha. Zuerst ging es mit „Mamaliye“ zu den Zulus nach Afrika, dann kam bei „Burden Down“ Gospelfreude auf, und schließlich gab es irische Segenswünsche. Zu einer „Reise ins Glück“ lud der MGV „Harmonie“ Offenhausen gemeinsam mit den Hohenstädter Sängern ein. Zu einer spontanen Zugabe ließ sich der Hohenstädter Chorleiter, Wolfgang Pöhner, mit seinem stimmgewaltigen Solostück „Im tiefen Keller sitz ich hier“ überreden.

Nach Hersbrucker Zeitung ‘rowas‘/

Gesangverein Hohenstadt begeisterte mit Gesang, Sketchen und Musical

Der Gesangverein Hohenstadt hatte zum siebten Premierenabend eingeladen und begeisterte mit einem bunten Programm – Gesang, Sketchen und Musical – seine Gäste.
Die Moderation übernahm Werner Lüdel, der nach der Begrüßung der Gäste, darunter Hohenstadts Bürgermeister Jörg Fritsch, mit Witz und Heinz-Erhardt-Gedichten durch das Programm führte.
Eröffnet wurde der Abend vom Gesangverein unter der souveränen Leitung von Wolfgang Pöhner und mit Unterstützung durch Markus Wollin am Klavier. Im Verlaufe des Abends folgten Gesangseinlagen des Chors mit goldenen Evergreens wie "Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehn" und "beswingten“ Volkslied-Klassikern wie der "Jäger aus Kurpfalz".
Aufgelockert wurde das Programm, nachdem das Bühnenbild mit wenigen Handgriffen angepasst worden war, mit Sketchen, die von Doris Seitz, Lissi Zeiher und Gunda Döth aufgeführt wurden.
Mit Ausschnitten aus dem Musical- und Filmklassiker "My fair Lady" brachten die Sänger dann zur Begeisterung des Publikums fast ein ganzes Musical auf die Bühne. Pygmalion in Franken bedeutet, dass Eliza Doolittle Schwierigkeiten mit den harten Konsonanten hat und Professor Higgins in Nürnberg wohnt. Mit den beliebten Songs des Musicals bewiesen die Hohenstädter, dass sie über eine ganze Anzahl von guten Solisten verfügen, die auch anspruchsvolle Stücke mit Verve meistern können.
Vielseitige und unterhaltsame Auftritte wechselten sich schnell ab. Und als die Gruppe "Feierahmd" mit Hackbrett, Zither und zwei Gitarren mit einem zarten Wiener-Walzer-Medley leise begann summte das Publikum stimmungsvoll mit.
Nach fast drei Stunden Unterhaltung und mit einem gefühlvollen "Gute Nacht, Freunde" (sehr frei nach Reinhard Mey)  wurde das Publikum mit vielen guten Wünschen verabschiedet.
 
/Hersbrucker Zeitung - Susanne Baderschneider/

Feierlicher Abend der 125-jährigen Sängerliebe Egensbach

Beim Festkommers zum 125. Geburtstag präsentierte sich der Gesangverein ‘Sängerliebe‘ Egensbach mit einem eigenen Egensbach-Lied im voll besetzten Gasthaus „Zum Stillen Bächlein“.
Schon bei der Begrüßung betonte Vorsitzender Reinhard Franz dass beim Festkommers Zeit und Raum sein sollte, „sich 125 Jahre Vereinsleben in Erinnerung zu rufen und langjährige Vereinsmitglieder zu ehren“. Bürgermeister und Schirmherr Georg Rau lobte die Egensbacher Sänger, die mit einer eigenen Egensbach-Hymne beeindruckten. Er überreichte einen Umschlag mit einer „Anschubhilfe“ für weitere 25 Jahre.
Der stellvertretende Landrat Norbert Reh schloss sich dem Bürgermeister im Namen des Landkreises an. Ihm schien, dass die Welt in Egensbach auch dank der Sänger noch in Ordnung ist, denn „Singen stärkt die Lungen und damit die körpereigenen Abwehrkräfte, setzt Glückshormone frei und baut Stress ab“, erklärte er. Pfarrer Martin Hoepfner kennt die positive Wirkung des Singens aus eigener Erfahrung und untermauerte dies mit einem Zitat von Martin Luther. Passend zum Sängergeburtstag dirigierte der Pastor „Viel Glück und viel Segen …“  vierstimmig als Kanon mit allen Anwesenden. „Das hatten wir noch nie bei einem Festkommers“, freute sich Vorsitzender Franz über das gelungene Ständchen. Ihre ‘Sängerliebe‘ stellten die zwei Dutzend Sänger des Jubelvereins mit Liedbeiträgen unter Beweis. Die junge Chorleiterin Katrin Schmerer, die auch das Egensbach-Lied zusammen mit einem Wochenend-Egensbacher aus Nürnberg komponiert hatte, übte mit dem Chor altbekannte Heimatlieder wie das Frankenlied ein, wagte sich aber auch an anspruchsvollere Arrangements wie das „Gloria Halleluja“ oder das nachdenklich stimmende Lied „Die Rose“, das viel Beifall erntete.
Ein wichtiger Teil des Abends war die Ehrung der langjährigen aktiven Mitglieder des Chors. Der Vorsitzende der Hammerbachtalgruppe Fritz Keilholz verlieh dem Verein eine Ehrenurkunde vom Deutschen Chorverband zum 125-jährigen Bestehen und eine Ehrenurkunde des Fränkischen Sängerbundes.
Persönlich geehrt wurden für 60 Jahre Sängertätigkeit Alfred Schmidt, für 50 Jahre Betty Meister, Richard Meister und Gerdi Franz, für 40 Jahre Christa Pickel, Dieter Schmidt und Reinhard Franz, für 25 Jahre Hildegard Mayer, Inge Buchner, Grete Hirschmann und Hans Schmidt, für 10 Jahre Richard Moosburger, Günther Eckstein, Uli Pöhler und Gudrun Frank. Ehrenmitglieder nach 30 Jahren passiver Mitgliedschaft wurden Gerlinde Schmidt, Monika Meister und Williegene Schrader.
Ein Highlight des Abends war die Präsentation der Vereinschronik, die Alfred Schmidt und Ulrich Pöhler zusammengestellt hatten. Schmidt, der mit 60 Jahren Vereinszugehörigkeit fast die Hälfte der Geschichte aus eigener Erfahrung kannte, kommentierte die historischen Fotos mit Anekdoten zum großen Vergnügen der Anwesenden.
Befreundete Vereine aus dem gesamten Hammerbachtal standen Schlange, um Geburtstagswünsche und -geschenke zu übergeben.

/nach Hersbrucker Zeitung vom  25. April 2016 – Eva-Maria Rauner/

"Wo man singt, da lasst Euch nieder" Buntes Konzert des MGV ‘Liederkranz 1909‘ Ezelsdorf

Zu einem bunten Konzert unter dem Motto „Wo man singt, da lasst Euch nieder“ hatte der MGV Liederkranz 1909 Ezelsdorf in die Aula der Grundschule Ezelsdorf eingeladen. In dem vollbesetzten Saal konnte der Vorstand des MGV Ezelsdorf Günter Pölloth auch die Ehrengäste, den 2. Bürgermeister der  Gemeinde Hermann Bloß, den Pfarrer der katholischen Kirche Postbauer-Heng Markus Fiedler, die Leiterin der Goldhut-Grundschule Ezelsdorf Gertrud Wetzel, den 2. Vorsitzenden des Sängerkreises Hersbruck Werner Leykauf, und die 1. Vorsitzende der Sängergruppe Schwarzachtal, Erika Groß, begrüßen.

Günter Pölloth dankte der Gemeinde und der Sparkasse Burgthann für die große Unterstützung, allen Mitwirkenden und Helfern für ihr Engagement und besonders allen Gästen für ihr Kommen und übergab dann die Moderation an den 2. Vorstand des MGV Ezelsdorf Martin Bauer. Martin Bauer führte anschließend gewohnt souverän und mit viel Elan durch das Programm. Den Auftakt des Konzertes machte der gastgebende Verein mit einem Foxtrott aus dem Film „Sophienlund“, „Mit Musik geht alles besser“, schwungvoll vorgetragen, und begleitet von Christian Jung am Klavier. Die Gesamtleitung des Konzertes lag in den Händen von Hubert Gröbel. Als Chorleiter sowohl des MGV Schwarzenbach als auch des MGV Ezelsdorf sorgte er für die Auswahl, Einstudierung bzw. Auffrischung
der Beiträge. Hubert Gröbel hat Sologesang in München und Nürnberg studiert und war u.a. Preisträger diverser Wettbewerbe, hatte Opernengagements und Konzerte im In- und Ausland.

Solistische Höhepunkte
Den ersten Höhepunkt brachten gleich die Solisten des Konzertes, begleitet von Christian Jung am Klavier. Hubert Gröbel begann mit einem Solo
„Ein Mädchen oder Weibchen“ aus der Zauberflöte von W.A. Mozart, bestechend dargeboten. Agnes Hahn-Pauz und Hubert Gröbel folgten mit dem Duett „Pa-Pa“ aus der Zauberflöte. Abgeschlossen wurde dieser Opernteil von Agnes Hahn-Pauz mit dem Solo „Wir armen, armen Mädchen“ aus Waffenschmied von A. Lorzing, ausdrucksvoll vorgetragen. Die drei Solisten präsentierten sich harmonisch als ein Team und zeigten hohe
Professionalität. Agnes Hahn-Pauz und Christian Jung haben am Meistersingerkonservatorium in Nürnberg studiert, sind beide freiberufliche Musiker und haben schon viele Auszeichnungen erhalten.
Was man aus einem großen Chor rausholen kann, zeigten die beiden Männerchöre aus Schwarzenbach und Ezelsdorf unter der Leitung von Hubert Gröbel. Gemeinsam mit gewaltigem Stimmwerk und unter die Haut gehendem Text wurde der Chor der Gefangenen aus der Oper Nabucco von Giuseppe Verdi zu Gehör gebracht. Als Kontrast folgte ebenfalls
gemeinsam das bekannte Volkslied „Am Brunnen vor dem Tore“ von Franz Schubert. Begeistert applaudierte das Publikum auch bei der „Legende von den 12 Räubern“, eine Russische Volksweise, gesungen vom MGV Ezelsdorf mit Hubert Gröbel als Solist sowie bei den Volksliedern „Abendruh“, „Heimat“ und „Montagna del Fuego“ gesungen vom MGV Schwarzenbach. Nach der Pause marschierten die Ezelsdorfer Sänger auf und brachten
mit sonoren Stimmen ein Medley aus dem Dschungelbuch von Terry Gilkyson zur Aufführung und sorgten so für gute Laune. Herausragend in diesem Konzert waren auch das Solo von Hubert Gröbel mit „Ol‘ Man River“ aus „Showboat“, das Duett „Nun bist du geborgen“ aus „Phantom der Oper“ mit Agnes Hahn-Pauz und Hubert Gröbel, sowie das Solo „Ich hätt getanzt heut Nacht“ aus „My fair Lady“ mit Agnes Hahn-Pauz. Riesen Beifall war der Lohn.

Weit, weit weg
Der MGV Schwarzenbach glänzte mit den bekannten Schlagern „Ich wollt nie erwachsen sein“ von Peter Maffay und „Fürstenfeld“ von STS J.
Jandrisits. Ein weiteres Highlight war dann noch „Weit, weit weg“ von Hubert von Goisern, gesungen von beiden Chören gemeinsam. Das Publikum war begeistert und dankte mit tosendem Applaus. Mit der urigen Volksweise aus Altbayern „Der Tubakl“ klang das Konzert harmonisch aus, und die Mitwirkenden verabschiedeten sich gemeinsam mit der
Zugabe “So ein Tag, so wunderschön wie heute... .“

Der Bote – Zeitungsbericht vom 05. Oktober 2016

 

Ein Hauch von Renaissance

Projektchor des Sängerkreises Hersbruck gastiert im Festsaal des Tetzelschlosses in Kirchensittenbach.

Zu einem ganz besonderen Konzert mit Werken aus der Renaissance hatt der Kreischorleiter Thomas Witschel nach Kirchensittenbach eingeladen. Der voll besetzte restaurierte Festsaal bot den angemessenen Rahmen für eine Darbietung voller kleiner Kostbarkeiten aus dem Europa des 16. Jahrhunderts.

Zur Einführung erläuterte Erich Pörner vom Förderverein Kunst, Kultur und Bildung im Tetzelschloss die wechselvolle Vergangenheit des Veranstaltungsortes. Dieser wurde tatsächlich, nachdem das ursprüngliche Wasserschloss geplündert und niedergebrannt worden war, in der Renaissance (zwischen 1590 und 1595) im Auftrag von Jobst Friedrich von Tetzel in seiner heutigen Form errichtet – der perfekte Rahmen für ein Chorkonzert mit Madrigalen aus der Renaissance also.

Das Madrigal ist die bekannteste Liedform dieser Zeit. Auch wenn damals die wesentlichen Weichen für die Musik noch im kirchlichen Bereich gestellt wurden, war das mehrstimmige weltliche Lied bereits fest in den Chören verankert. Eine Besonderheit für die damalige Zeit war auch, dass das Madrigal nicht auf Latein gesungen wurde, sondern in der jeweiligen Landessprache. Dabei standen neben Motiven aus dem täglichen Leben die bis heute beliebtesten Liedthemen auch im 15. Und 16. Jahrhundert bereits im Vordergrund: die Liebe und das Herzeleid.

Der Chor interpretierte unter anderem Werke von Hans Leo Hassler, John Dowland und Orlando di Lasso. Chorleiter Thomas Witschel erläuterte dabei anschaulich Herkunft und Werdegang der einzelnen Komponisten, die damals schon grenzübergreifend in ganz Europa an den unterschiedlichen Fürstenhöfen gewirkt haben.

Den latenten kirchlichen Einfluss bemerkte man am deutlichsten bei dem Lied „Wheep, O Mine Eyes“ von John Bennet, das einen stark ergreifenden sakralen Charakter ausstrahlt, obwohl es doch ein eher weltliches Leiden thematisiert. Auch deftigere Themen nannte man früher musikalisch beim Namen, das bewies das lustige und sehr lautmalerische „Il est bel e bon“ des Franzosen Pierre Passereau, in dem eine untreue Ehefrau ihren fleißigen Gatten rühmt, der ihr in Haus und Hof so viel Arbeit abnimmt, dass sie sich anderweitig vergnügen kann.

Der Chor verwandelte die schwierigen Stücke mit sichtlichem Vergnügen in mal ergreifende, mal mitreißende Miniaturen, die das Zuhören zu einer Freude machten. Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Förderverein Kunst, Kultur und Bildung im Tetzelschloss.

Text und Foto: Susanne Baderschneider

Sommerkonzert mit drei Chören in Moosbach

Der Gesangverein Moosbach veranstaltete das traditionelle Sommerkonzert in der bunt mit Bändern, Schmetterlingen und Blumen geschmückten Bürgerhalle in Moosbach zusammen mit dem Kulturkreis Markt Feucht. Neben dem gemischten Chor und dem seit einem knappen Jahr bestehenden Kinderchor des Gesangvereins Moosbach wirkte der Männerchor des MGV „Liederkranz“ Hagenhausen mit.
Der Kinderchor eröffnete mit dem fröhlichen Kanon „Es tönen die Lieder“. Brigitte Kunert, 1. Vorsitzende konnte neben den zahlreich erschienenen Zuhörern die Zweite Bürgermeisterin Katharina von Kleinsorgen und die Vorsitzende der Sängergruppe Schwarzachtal, Erika Groß begrüßen.   
Chorleiter Markus Bauer setzte bei seiner Liedauswahl für den gemischten Chor auf bekannte Stücke, die immer wieder gerne gesungen und eigentlich nie unmodern werden. Das Lied „Die Gedanken sind frei“ aus dem Jahr 1780 mit seinem damals hochpolitischen Text gibt es in verschiedenen Fassungen. Der gemischte Chor Moosbach trug die Version von Hoffmann von Fallersleben, dem Dichter unserer Nationalhymne, vor. Der Chorsatz stammt von Dr. Gerald Fink, dem bekannten Musikwissenschaftler aus Herzogenaurach. 1822 schrieb Wilhelm Müller den Gedichtzyklus „Winterreise“, der von Franz Schubert so wunderbar vertont wurde, dass die 24 Lieder heute als Höhepunkte der Liedinterpretation gelten. Allerdings mit höchsten Anforderungen an den Sänger und den Pianisten. Erst durch die Bearbeitung von Friedrich Silcher wurde das Lied Nr. 6 „Der Lindenbaum“ zum Volkslied „Am Brunnen vor dem Tore“. Aus Amerika stammt das Lied „Ein lustiges Leben“ mit dem deutschen Text und dem Arrangement von Otto Ruthenberg. Als typische Programmmusik ist deutlich die Eisenbahn zu hören, die von San Francisco über Sacramento zum Eriesee rattert. Dem Moosbacher Chor gelang es vorzüglich, diese drei höchst unterschiedlichen Stücke - das erste flott und eindringlich, das zweite innig gefühlvoll und das letzte mit Tempo und großer Frische - zu interpretieren. Unterstützt wurde er von Udo Frisch am Klavier, der seit vielen Jahren gekonnt den instrumentalen Part der Moosbacher Konzerte übernimmt. 
Der Kinderchor setzte sich dann mit dem frech vorgetragenen „Katzentanz“ von Fredrik Vahle, der für seine Verdienste um das neue Kinderlied vielfach ausgezeichnet wurde, in Szene.
Gast in Moosbach war heuer der Männergesangverein „Liederkranz“ 1949 Hagenhausen.
Seit 10 Jahren steht der Männerchor erfolgreich unter der Leitung von Ekkehard Grübl. Die Sänger erfreuten mit „Zauber der Musik“ von dem beliebten Heidelberger Chordirektor und Komponisten Manfred Bühler, „Blumen der Freundschaft“ von Hans Tschich und dem Tessiner Volkslied „Pferde zu Vieren traben“. Sicher akzentuierten die Sänger diese Lieder und bildeten mit ihren vollen Stimmen einen schönen Kontrast zum gemischten Chor.
Aus der Oper Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck wurden einige Lieder zu wahren Volksliedern. Dazu gehört auch „Brüderchen, komm tanz mit mir“. Dieses Tanzlied sangen und spielten Johanna und Luisa vom Kinderchor. Für ihren Supervortrag erhielten sie stürmischen Beifall.
Der Auftritt eines Männerquartetts war bei dem Sommerkonzert etwas Neues. Ihr Debüt gaben Claus Greiff, Markus Bauer, Gerhard Kunert und Franz Peter Hintermayer mit „vier Patienten“, denen es ganz schlecht geht und damit sangen sie sich in die Herzen der Zuhörer.
Nach der Pause trug der Kinderchor mit groovigem Rhythmus „Zwei kleine Wölfe“ vor, bevor die Bühne wieder dem Männerchor Hagenhausen gehörte, der mit „Heimat“, „In einem kühlen Grunde“ von Joseph von Eichendorff und „der Bajazzo“ („warum bist du gekommen“) glänzte und sein ganzes Können zeigte. Moderator Franz Peter Hintermayer lobte spontan, so einen gefühlvoll vorgetragenen Bajazzo hätte er selten gehört. Das Publikum sah dies genauso und applaudierte begeistert. Die Kinder erzählten dann die Geschichte „Duff daff, duff daff dei, im Walde“ oder „es war einmal ein Stachelschwein“.   
Der gemischte Chor intonierte mit „Viele verachten die edele Musik“ einen Klassiker der Chorliteratur. Das folgende Lied „Träume von der Moldau“ wurde vom Chor neu einstudiert und verwendet die wunderschöne Melodie der „Moldau“ aus dem Zyklus „Mein Vaterland“ von Friedrich Smetana. Den Text des letzten Liedes „Sah ein Knab ein Röslein stehn“ schrieb Johann Wolfgang von Goethe als 21-jähriger Student. Es wurde von mehreren Komponisten vertont. Die populärste Version stammt von Heinrich Werner. Die Moosbacher Sängerinnen und Sänger überzeugten durch die mühelose Leichtigkeit ihres Gesangs und konnten die Stimmung jedes einzelnen Lieds den Zuhörern vermitteln, die diese Leistung mit stürmischem Beifall belohnten.
Bevor sich das Sommerkonzert langsam dem Ende zuneigte, besang das Männerquartett noch eine bayerische Spezialität, die es weder in Japan, noch in Kairo, noch am Nordpol auf keinen Fall aber in Preußen gibt: den Leberkäs. Zum Abschluss begab sich der Kinderchor auf einen ganz besonderen Bauernhof, auf dem „das Rapphuhn“ lebt.
Auch in diesem Jahr genossen die Besucher in der Bürgerhalle wieder einen besonders schönen Abend. Sie bedankten sich mit begeistertem Schlussapplaus für die hervorragende Leistung aller Interpreten. Besonderen Beifall erhielt der Kinderchor, dem die Freude am Mitmachen anzumerken war und der sich absolut sicher und professionell präsentierte.Markus Bauer kann stolz sein auf seine zwei Chöre, die er mit intensiver Probenarbeit und viel Gespür zu diesen Leistungen geführt hat.  Zum Erfolg des Abends trug auch die Moderation von Franz Peter Hintermayer bei, der wie immer die einzelnen Beiträge unterhaltsam und trotzdem informativ miteinander verband.

Serenade im Schlosshof in Vorra mit einem Rosenstrauß an Liedern

Die mächtige Linde im Schlosshof von Vorra war der ideale Rahmen für die Serenade der örtlichen Chöre von Vorra. Besonders erfreulich war, dass auch das Wetter an diesen Abend mitgespielt hatte und sich so zahlreiche Gäste zu diesem Event eingefunden hatten.
Schwungvoll eröffnete der evangelische Posaunenchor unter der Regie von Wolfgang Pöhner mit der „Melnik Polka“ den musikalischen Teil des Abends. Einen großen Chor bildeten danach alle Anwesenden, die recht in Freuden  wandern wollten. In Vertretung für die verletzt im Krankenhaus liegende Vorsitzende Eva Endres übernahm Claudia Westphal, die Zuhörer zu begrüßen und versprach ihnen, dass sie ein abwechslungsreiches Programm zu hören bekommen. Und das war auch so.
Der Rose zu Ehren
Dominiert hat dabei insbesondere bei den Liedern des Chores der „Eintracht Vorra“ mit seiner Leiterin Sonja Durst die edelste Blume im Garten, die Rose. Dabei widmeten sie eines der Lieder „O du schöner Rosengarten“ ihrer verletzten Vorsitzenden.
Viel Gefühl legten die Sänger des „Sängerbundes Vorra gemeinsam mit dem GV Hohenstadt“ und ihren Dirigenten Wolfgang Pöhner in ihre Lieder, die von lachenden und reisenden Mädchen handelten. Dass sie nicht nur altbekannte Lieder spielen können, bewiesen die rund 30 Bläser des Posaunenchores bei den Stücken „Blues on the Roof“, „Summertime“ und “Ice Cream“, was ihnen reichlichen Beifall einbrachte. Mit dem allseits bekannten Lied „Wahre Freundschaft“, in das die Gäste mit einstimmten, gedachte der gemischte Chor der Eintracht seines langjährigen Vorsitzenden und aktiven Sängers Fritz Schwarm, der im Frühjahr verstorben war.
Blumenreich und mit der „Letzten Rose“ führte darauf der Chor gekonnt weiter durch sein Programm. Weisen von Weinrich, Grothe und Kartner erklangen – begleitet am Klavier von Sonja Durst – in Folge, gemeinsam von den Männerstimmen aus Vorra und Hohenstadt, bevor der Posaunenchor den Abend und das Ende der stimmungsvollen Serenade ankündigte.
Bei dem Lied „die Blümlein, sie schlafen“ stimmten die Gäste erneut mit ein. Nicht ohne Zugabe und einem heiteren Solovortrag von Wolfgang Pöhner, den Sonja Durst am Klavier begleitete, beendeten die Chöre ihr einfühlsames und gelungenes Konzert. Dass auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kam, dafür hatten die Sänger der Eintracht mit ihren Helfern gesorgt. Es bestand auch noch die Möglichkeit, bei dem anwesenden Pfarrer Björn Schukat eine symbolische Bodenplatte für die zu renovierende Vorraer Kirche zu erwerben.

Hersbrucker Zeitung – Irma Strasser

Schulhofserenade in Altensittenbach

Zur traditionellen Schulhofserenade in Altensittenbach hatten sich zahlreiche erwartungsvolle Zuhörer eingefunden. Es wirkten mit: der Sängerbund 1865 Altensittenbach (Leitung: Olaf Kohlisch), der Posaunenchor Altensittenbach (Leitung: Wolfgang Werthner) und der Männerchor 1896 Altensittenbach (Leitung: Leonhard Ehras).
Die Vorsitzende des Sängerbundes 1865 Altensittenbach Karin Söllner begrüßte Zuhörer und mitwirkende Vereine ebenso wie 1. Bürgermeister Robert Illg und 2. Bürgermeister Peter Uschalt. Die Zuhörer erlebten eine besinnliche Stunde vielseitiger Chormusik und fanden Ruhe vom Lärm der Alltagshektik.
Der stattliche Posaunenchor begeisterte mit seinen vielen Jungbläsern. Sein abwechslungsreiches Programm: Choräle zu Gottes Lob, Volksweisen und Anklänge „Hoch auf dem gelben Wagen“, Folklore aus Südamerika und Russland sowie nostalgisch „Die Brücke am Kwai“. Gern gehört auch: die „grenzenlose Freiheit über den Wolken“ und „Die Biene Maja“ mit Echoeffekt. Als Zugabe wartete auf die Besucher „Moskauer Nächte“, melancholisch anklingend.
Der Sängerbund 1865 Altensittenbach besang in seinen Liedern den Sommer und besonders delikat „Fein sein, beinander bleibn“ mit klingenden Konsonanten. Feinsinnig kam das „heimatliche Tal“, arrangiert von Olaf Kohlisch, daher und bezaubernd eine Weise von Hubert von Goisern.
Aufhorchen ließ der MGV 1896 Altensittenbach mit dem MGV Concordia Förrenbach unter der Leitung von Leonhard Ehras. Tosenden Applaus gab es zum Schluss für die Laiensänger, deren Musikbegeisterung auf die Zuhörer übersprang. Ein gemeinsam gesungenes, von den Posaunenchor begleitetes Schlusslied „Kein schöner Land“ ließ die Schulhofserenade harmonisch ausklingen.

nach Hersbrucker Zeitung – Alfred Eichhorn

"TAKTvoller" Auftritt in Bayreuth

Das Frauenensemble „TAKTvoll“ des MGV Gersdorf 1869 e.V. trat auf der Landesgartengartenschau in Bayreuth auf.
Am Sonntag 9. Juli durfte das Frauenensemble „TAKTvoll“ unter der Leitung von Sabine Kliegel beim Tag der Laienmusik auf der Landesgartenschau in Bayreuth auftreten. Im farbenfrohen Oratorium präsentierten die Damen ihr breit gefächertes Repertoire. Besonders ihr Vortrag des  Oldies „Itsy bitsy teenie weenie“  entlockte so manchem Zuhörer ein schallendes Lachen.
Moni Müller – 2. Vorstand MGV Gersdorf 1869 e.V.

Maritime Sommerserenade - "Komm wir segeln übers Meer"

Unter herrlichem weiß-blauen Himmel und angenehmen Sommertemperaturen erlebten der gemischte Chor des MGV Gersdorf zusammen mit den eingeladenen Chören und den zahlreichen Gästen einen harmonischen und klangvollen Nachmittag vor dem Gemeindehaus in Entenberg.
Der gemischte Chor des MGV Gersdorf begrüßte seine Gäste musikalisch und die 1. Vorsitzende des MGV Gersdorf, Elke Scharrer, hieß alle Anwesenden willkommen.

Neben dem  Gastgeberchor überzeugten alle teilnehmenden Chöre, der Landfrauenchor Nürnberger Land, der Liederkranz Alfeld, die Sängerliebe Weißenbrunn, der Posaunenchor Entenberg und auch das Frauenensemble ‘TAKTvoll‘ des MGV Gersdorf mit hervorragend vorgetragenen, melodisch-stimmigen Liedbeiträgen. Charmant, witzig aber auch feinfühlig führten Elke Scharrer und Moni Müller durch das Programm.
Nach dem Konzert genossen alle das abwechslungsreiche, grandiose Buffet mit köstlichen, kulinarischen Highlights und ließen den Abend gemütlich und entspannt ausklingen. Für das Gelingen der Veranstaltung bedankten sich die Verantwortlichen besonders bei den zahlreichen, fleißigen Helferinnen und Helfern.

nach Moni Müller – MGV-Gersdorf

Chöre ließen Musik hochleben

Zum 40. Mal lud die Sängervereinigung Hersbruck in diesem Jahr zur "Serenade im Eisenhüttlein" ein, die aus Platzgründen seit 2012 auf dem Oberen Marktplatz stattfindet. Den treuen Zuhörern, die trotz parallelem Deutschlandspiel die Bänke füllten, bot sich ein buntes Programm.
Mit einem schwungvollen "Welcome" hieß der Posaunenchor der Stadtkirche, der seit vierzig Jahren fester Bestandteil der Serenade ist, unter der Leitung von Matthias Brunner die Zuhörer willkommen. Wie gut Posaunenchor und Chöre harmonieren demonstrieren sie im zusammen vorgetragenen "Viva la musica". Nicht nur die Musik besingen die gemeinsam unter Christine Baier auftretenden Männerchöre Sängervereinigung Hersbruck, Germania Leinburg und der Männergesangverein Fürnried an diesem Abend. Von Fernweh und dem "Gfredd" mit "den jungen Bürschli und den Weiberleit" handeln ihre Lieder. Auch ein Lob auf das "gschmackige Bayerische Bier" durfte nicht fehlen, vorgetragen von den Herschbrugger Boum der Sängervereinigung Hersbruck unter Werner Müller.
Und immer wieder geht es um das Meer. Mit Filmmusik aus "Fluch der Karibik" nimmt der Posaunenchor mit auf große Fahrt und das von Chorleiter Werner Müller selbst zusammengestellte Seemannslieder-Medley reicht vom schwermütigen "Heimweh nach St. Pauli" bis zum heiteren "Eine Seefahrt die ist lustig". Wie gut sie den Tonfall dieser Lieder treffen, bewiesen die Solisten Fritz Scharrer, Wolfgang Müller und Leonid Slasten, die sich im Matrosenanzug auch optisch dem Thema angepasst hatten.
Spätestens bei "Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern" stimmten auch die Zuhörer mit ein. Da nehmen einen die Nordseewellen förmlich mit. Sänger und Zuhörer schunkeln zu den stilechten Klängen von Herbert Wittmanns Akkordeon. Für gute Laune im Publikum sorgte auch der Diepersdorfer Schulchor. Statt wie im vergangenen Jahr mit sechzig Kindern ist Leiterin Anke Reiche in diesem Jahr nur mit elf Kindern auf dem Oberen Markt vertreten - das parallel laufende Fußballspiel zollt eben seinen Tribut.
Diese elf Kinder aber sind mit umso größerer Begeisterung bei der Sache. Und wenn die Dritt- und Viertklässler im "Diepersdorfer Schullied " singen "Musik liegt uns im Blut", nimmt man ihnen das sofort ab. Die traditionelle Eisspende an die Kinder, die Bürgermeister Robert Ilg bereits in seiner Begrüßung versprochen hatte, verdienten sie sich redlich. Etwas kürzer als erwartet fiel das Programm aus, da die Gruppe "Feel the Gang" sich statt für ihren Auftritt für das Fußballspiel entschieden hatte. Aber auch wer als Zuhörer der Serenade in Gedanken bei der deutschen Nationalmannschaft war, wurde durch den Torjubel der Public-Viewing-Gäste auf dem Unteren Markt beruhigt.
Am Ende des Abends konnte nicht nur Chorleiterin Christine Baier ein 3:0 verkünden, sondern auch der Vorsitzende der Sängervereinigung Hermann Hopfengärtner vielen engagierten Sängern und Musikern danken. Das traditionell von Chören und Zuhörern gemeinsam gesungene "Kein schöner Land in dieser Zeit" bildete den runden Abschluss der Serenade. Wen die Freude am Singen angesteckt hat, der ist herzlich eingeladen, sich einem der Chöre anzuschließen. Insbesondere die Sängervereinigung Hersbruck freut sich über männliche Verstärkung.

Text und Foto: TABEA GAWOR

Klangvolles Benefizkonzert der Sängergruppe Schwarzachtal

Unter anderen Vorzeichen fand dieses Mal das jährliche Gruppenkonzert der Sängergruppe Schwarzachtal statt. In Erinnerung an den verstorbenen Gruppen- und Kreischorleiter Hans Klein gestalteten sieben Chöre unter der Leitung des heutigen Gruppenchorleiters Günther Kuhn ein geistliches Benefizkonzert in der bis auf den letzten Platz besetzten Dreifaltigkeitskirche in Altdorf. Der Reinerlös der Spenden geht an die Lebenshilfe Neumarkt, wo Kleins Tochter untergebracht ist.

Mit einem herzlichen Dank für die Unterstützung durch die Sparkasse begrüßte die 1. Vorsitzende der Sängergruppe Erika Groß neben dem Hausherrn Pfarrer Albert Börschlein die Witwe und Tochter Hans Kleins und deren Familie, ebenso die zahlreich erschienene politische Prominenz, darunter den stellvertretenden Landrat Norbert Reh, Altdorfs 1. Bürgermeister Erich Odörfer, den 1. Bürgermeister von Leinburg Joachim Lang, die 2. Bürgermeister der Gemeinden Burgthann und Schwarzenbruck, Hermann Bloß und Jenny Nyenhuis, Alt-Landrat Helmut Reich und die Vorstandschaft der Sängergruppe.
Norbert Reh wies in seinen kurzen Grußworten auf den guten Zweck der Veranstaltung hin und hatte deshalb auch mehrere Briefumschläge in der Tasche, vom Landkreis und von den Gemeinden der Chöre.

Gruppenchorleiter Günther Kuhn erinnerte an den ebenso als Musiker wie als Mensch geschätzten Hans Klein, der aufgeschlossen und engagiert seine Spuren im Musikleben der Region hinterlassen hat.
Es war immer der Wunsch von Hans Klein gewesen, so Groß in ihren einführenden Worten, ein derartiges Konzert durchzuführen, leider war ihm dies zu seinen Lebzeiten nicht mehr vergönnt gewesen. In Gedenken an ihn sangen deshalb die drei Chöre, die er zu Lebzeiten geleitet hat, der Landfrauenchor, der MGV Liederkranz Rasch und der MGV Ezelsdorf, sakrale Werke. Auch die Liedertafel Altdorf, der ChorKlang Diepersdorf, der MGV Sängerlust Eismannsberg und der Gemeinschaftschor Ezelsdorf-Lindelburg-Schwarzenbach-Dörlbach bereicherten den Abend mit ihren Beiträgen.

Feierlich und stimmlich ausgewogen eröffneten die 40 Sängerinnen und Sänger der Liedertafel Altdorf unter Leitung von Renate Kaschmieder das Konzert mit dem „Sommerpsalm“ des schwedischen Dichters Carl David af Wirsén aus dem Jahr 1889 und Franz Schuberts romantischem „Im Abendrot“. Sie gaben damit die Richtung an, die die ersten sechs geistlichen Lieder nahmen: Liedgut des 19. Jahrhunderts stand auf dem Programm – im Zentrum Kompositionen von Franz Schubert.
Der MGV Ezelsdorf, Schwarzenbach-Dörlbach, Lindelburg, unter der Leitung von Hubert Gröbel, zeigte mit 50 Männerstimmen sein großes Spannungsfeld mit zwei Liedern aus der
sogenannten Deutschen Messe aus dem Jahr 1826, dem getragenen „Wohin soll ich mich wenden“ und „Heilig, heilig, heilig“.  

25 Frauen des Landfrauenchores Nürnberger Land, geleitet von Susanne Geb, führten dann musikalisch ins 20. Jahrhundert und stimmten freudenvolle Töne an mit einem strahlenden Schluss bei „Sing mit mir ein Halleluja“. Würdevoll und getragen hingegen interpretierten sie „Du großer Gott“
Damit die Männerstimmen nicht zu kurz kamen, legte sich der MGV Liederkranz Rasch unter Chorleiter Joachim Fischer mit dem Spiritual „Kum ba yah, my Lord“ mächtig ins Zeug: überzeugend kraftvoller Chorklang der 23 Sänger. Kontrolliert und sensibel sangen sie das „Vater unser“ mit einem überraschend voluminösen Ende.
Zart intonierte der ChorKlang Diepersdorf, geführt von Veronika Lasser, „Herr erbarme dich“ und erzeugte lebendig-flotte Stimmung mit „Jesus Christ you are my life” von Marco Frisina, dem Kapellmeister im Vatikan.
Für Zuversicht und versöhnliche Stimmung sorgten „Glaube, Liebe, Träume“ und „Irische Segenswünsche“ der 24 Männer des MGV Sängerlust Eismannsberg mit seinem Chorleiter Martin Pirner. Ebenso das Geborgenheit ausstrahlende Lied „Meine Zeit steht in deinen Händen des GV Vorwärts Leinburg unter Chorleiter Stanislav Mann, die mit Franz Schuberts „Schlussgesang“ aus der Deutschen Messe das feierliche Ende eines absolut überzeugenden Konzertes präsentierten.
Erika Groß bedankte sich dafür bei den Chören und dem verantwortlichen Gruppenleiter Günther Kuhn. Pfarrer Albert Börschlein entließ die Besucher dann mit einem Segen in den lauen Frühlingsabend.

/nach Erich W. Spieß – Agentur M+K /

Mit Musik geht alles besser

Unter diesem Motto stand der diesjährige Liederabend der Sängergruppe Pegnitzstrand im Prebitzer Gemeindezentrum in Bieberswöhr. Unter der Moderation von Eduard Schadly, dem Vorsitzenden des gastgebenden Gesangvereins Engelmannsreuth, sowie von Gerhard Bauer, dem Vorsitzenden der Sängergruppe Pegnitzstrand präsentierten die teilnehmenden Chöre einen bunten Strauß von traditionellen Volksliedern über englische Songs bis zu aktuellen Charthits, so zum Beispiel der Engelmannsreuther Kinder- und Jugendchor mit „Ich wünsch dir noch ein geiles Leben“ zusammen mit einer sorgfältig einstudierten Choreografie. Mit dabei an diesem Abend waren die gemischten Chöre MGV Auerbach, Chorgemeinschaft Büchenbach und Gesangverein Engelmannsreuth, sowie die Männerchöre MGV Kleingesee, MGV Ottenhof-Bernheck, MGV Plech und Sängervereinigung Pegnitz.
Auch das Publikum beteiligte sich aktiv am Programm, zwei gemeinsame Lieder „Wohlauf die Luft geht frisch und rein“ und zum Schluss „Ade zur guten Nacht“ wurden mit Begleitung einiger Musikanten begeistert gesungen.

/Text und Foto: Gerhard Bauer/

Führungswechsel an der Spitze des Sängerkreises Hersbruck

Die Delegierten der Sängergruppen und Vereine des Sängerkreises Hersbruck trafen sich zu einem außerordentlichen Sängerkreistag im Schützenhaus in Gersdorf. Da der Amtsvorsitzende, Jan Meier, aus beruflichen Gründen seine Aufgaben nicht mehr wahrnehmen konnte, war die Einberufung eines außerordentlichen Sängerkreistages notwendig.
Der MGV Gersdorf eröffnete den Sängerkreistag mit dem Gemischten Chor unter Leitung von Günther Kuhn mit erfrischenden und im Ausdruck stark vorgetragene Liedern „Wir grüßen euch alle – Heut ist unser Herz voll Musik – Komm wir segeln über’s Meer“ und dem Frauenensemble TAKTvoll unter Leitung von Sabine Kliegel mit den beschwingten „Intrada a capella“ und „Heaven is a wonderful place“.
Nach der musikalischen Einstimmung begrüßte der noch amtierende 1. Vorsitzende, Jan Meier, die über 75 Delegierten der Sängergruppen und angeschlossenen Vereine verbunden mit dem Dank an die Chöre für den gelungen Auftritt. Besonders begrüßte er Gemeinderatsmitglied Günther Kuhn sowie die Ehrenmitglieder Friedhelm Treiber und Elsbeth Gebhardt.
Nachdem die Tagesordnung durch die Delegierten genehmigt war, folgten die Berichte der Präsidiumsmitglieder.
Vorsitzender Jan Meier berichtete über seine Teilnahme an Feiern, Jubiläen und anderen Veranstaltungen im vergangenen Jahr und bedauerte, dass er durch seine unvorhersehbare berufliche Beanspruchung die Aufgaben des 1. Vorsitzenden nur sehr bedingt wahrnehmen konnte.
Kreis-Chorleiter Thomas Witschel unterrichtete die Anwesenden über besuchte Sitzungen und Konzerte verbunden mit dem Dank an die Chöre, die den Sängerkreis beim Leistungssingen vertreten.
Geschäftsführerin Elisabeth Hensel informierte die Versammlung, dass  Ehrungsanträge 6 Wochen vor der geplanten Ehrung zu übersenden sind. Weiter informierte sie über die neue Homepage des Sängerkreises Hersbruck (www.saengerkreis-hersbruck.de) mit der Bitte um Übergabe von relevanten Informationen von den Sängergruppen und Vereinen zur laufenden Aktualisierung.
Schatzmeister, Peter Windsheimer, berichtete über den aktuellen Kassenstand mit den Ein- und Ausgaben im letzten Jahr.
Den Abschluss der Berichterstattung bildete der Bericht der Kassenprüfer, stellvertretend vorgetragen von Elsbeth Gebhardt, mit Antrag auf Entlastung des gesamten Präsidiums. Sie wurde durch die Versammlung einstimmig erteilt.
Jan Meier erklärte der Versammlung die Gründe für seinen Rücktritt und drückte sein Bedauern aus. Er bedankte sich für das Vertrauen und wünschte seinem Nachfolger alles Gute.
Der formelle Rücktritt aller Vorstandsmitglieder machte den Weg für Neuwahlen frei.
Dank der Vorarbeit der bisherigen Präsidiumsmitglieder und der zügigen Abwicklung der Wahlen durch den gebildeten Wahlvorstand, Gerhard Egloffstein und Hermann Hopfengärtner unter Leitung von Frau Trini, wurde per Akklamation folgendes Präsidium gewählt: 1. Vorsitzender Heinrich Bodendörfer (Kleedorf), seine Stellvertreter sind: Dr. Olaf Kohlisch (Kirchensittenbach) und Werner Leykauf (Gersdorf). Kreis-Chorleiter Thomas Witschel (Unterwindsberg), dessen Stellvertreter sind: Helmut Fischer (Sulzbach-Rosenberg) und Wolfgang Junga (Igensdorf). Schatzmeister Peter Windsheimer (Alfeld), Geschäftsführerin Elisabeth Hensel (Schnaittach), Schriftführerin Katrin Böhm (Hersbruck), Pressewart Alfred Engelhardt (Aspertshofen). Wieder- bzw. neugewählt, teilweise in Abwesenheit, aber mit Zustimmung zur Kandidatur, wurden die Kassenprüfer des Sängerkreises Andrea Wittmann, Gerhard Egloffstein, Helga Schmidt und Elke Jansa.
Die vom Schatzmeister, Peter Windsheimer, vorgestellte Budgetplanung 2017 und 2018 wurden einstimmig genehmigt.
Der neue 1. Vorsitzende, Heinrich Bodendörfer, beantragte, dass alle Chöre bei besonderen Jubiläen (75, 100, 125 oder 150 Jahre) auf Antrag eine Zuwendung vom Sängerkreis erhalten sollen. Dem Antrag wurde einstimmig entsprochen.

Kreis-Chorleiter, Thomas Witschel, informierte über das Vorhaben „Projektchor“ zum Jubiläum »Goldene Straße«. Dazu wurde ein Programm im Bereich Renaissance zusammengestellt. Das Konzert soll voraussichtlich am 09. Oktober 2016 im Festsaal des Tetzelschlosses in Kirchensittenbach stattfinden. Heiner Bodendrfer
Heinrich Bodendörfer bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen und verwies auf den nächsten Sängerkreistag am 24. Februar 2018. Er schloss die Tagung mit dem Wunsch auf ein gutes Miteinander, auf ein gedeihliches Wirken in den Chören und dabei immer den richtigen Ton zu treffen.

Fotos:
Neue Vorstandschaft - Heinrich Bodendörfer, Gerhard Egloffstein, Peter Windsheimer Alfred Engelhardt, Katrin Böhm, Thomas Witschel, Dr. Olaf Kohlisch, Helmut Fischer, Elisabeth Hensel, Werner Leykauf und Andrea Wittmann (von links) stellv. Kreis-Chorleiter Wolfgang Junga fehlt auf dem Bild 
1. Vorsitzender Heinrich Bodendörfer am Mikrofon
Foto: privat

Alfred Engelhardt

Best of – Nur das Beste

Die Chorgemeinschaft Schnaittach, der Männergesangverein Frankonia Herpersdorf und der Singekreis Buttenheim beschwören den Frühling in einem Konzert in der Mittelschule Schnaittach.

Oh ja! Der Frühling ist echt zu spüren: Büsche, Bäume und Blumen blühen, der Rasen grünt, die Kleidung wird luftiger, die Gesichter entspannt. Ebenso drinnen, in der Aula der Mittelschu-le Schnaittach. Junge Birken schmücken die Bühne für die Chöre als Begrenzung. Ein pas-sender Rahmen für fröhliche, herzerfreuende Musik aus über drei Jahrhunderten.

Die Vorsitzende der Chorgemeinschaft Schnaittach, Birgit Bauer, freute sich über ein nahezu volles Haus, in dem sie neben den beiden Schnaittacher Bürgermeistern auch den Kreischor-leiter des Sängerkreises Hersbruck Thomas Witschel und den stellvertretende Sängerkreis-vorsitzende Heinrich Bodendörfer begrüßen konnte, die gespannt dieser Reise durch die Wunderwelt der Musik lauschten.
So heißt auch der Titel, mit dem die Chorgemeinschaft Schnaittach den Liederreigen einleitet: „Die Wunder dieser Welt“. Pastellgrüne und orangefarbene Schals geben dem feierlichen Schwarz der Kleidung einen beschwingten Farbtupfer, und Chorleiter Matthias Apolczers lau-nige Ansagen vermitteln von Anfang an eine dazu passende, heitere Stimmung. Für seinen Kollegen Dr. Reinhard Stang vom Singekreis Buttenheim, einem früheren Zahnarzt, lässt er gleich mit wuchtigem Einsatz das richtige Willkommenslied anstimmen: „Über sieben Brücken musst du gehen“. Das herrlich schräge „Always look on the bright side of life“ bildet den Abschluss der ersten Runde.
Im Anschluss formiert sich ein seltenes Bild in heutigen Tagen - der Männergesangverein Frankonia Herpersdorf, tatsächlich lauter gestandene Mannsbilder. Die meisten Zuhörer wer-den ihnen schon zu diesem frühen Zeitpunkt gerne beipflichten, als ihre kräftigen Stimmen im Refrain von „Tagen wie diesen“ intonieren „…und kein Ende ist in Sicht!“ So kann es weiter-gehen!
Das tut es auch, wenn nun auch vom Singekreis Buttenheim ein wenig getragener und leiser und dennoch frohen Herzens, was vor allem in Gerhard Hauptmanns „Geh aus mein Herz und suche Freud“ deutlich wird, einem Lied, das er kurz nach den Schrecken des 30jährigen Krieges geschrieben hat, um den geschundenen Seelen Mut einzuflößen. Und das trägt noch über den Abgrund von mehr als dreihundertfünfzig Jahren.
Frank Pitterlein hat den Text wohl gekannt, denn die darin besungenen Nachtigallen, die hat der Erste Bürgermeister Schnaittachs schon in seiner Begrüßung beschworen und betont, dass Schnaittach über das ganze Jahr viel hochwertige und abwechslungsreiche Kultur bietet, wenn das auch vielleicht noch nicht in jedermanns Bewusstsein angekommen ist.
Nach der Pause spannt sich der musikalische Bogen weiterhin durch die Jahrhunderte, nimmt die Zuhörenden mit, spannt sie ein, lässt sie gar im Takt mitwiegen und klatschen. Die Melodien bleiben abwechslungsreich; die Wenigsten hätten wohl den Männerstimmen des MGV Herpersdorf so zarte Melodien wie „Kann es wirklich Liebe sein“ aus dem „König der Löwen“ oder „Ich wollte nie erwachsen sein“ von Peter Maffay zugetraut oder der Chorge-meinschaft so fetzige Töne wie den 50er-Jahre-Rock’n’Roll-Titel „I will follow him“, der in den 90er Jahren als Filmmusik ein Revival erlebte.
Als dann gar alle drei Chöre mit dem Auditorium das finale Frankenlied anstimmen, braust es gar gewaltig durch die hohe Halle. Die nachhaltig geforderte Zugabe, das gefühlvoll von der Chorgemeinschaft vorgetragene „Va Penciero“ aus „Nabucco“, bringt Angela Zinner aus Großbellhofen noch zum Umentscheiden: „Dieses Lied ist jetzt für mich heute Abend das schönste!“ Ihrem Lob schließt sich Chorleiter Apolczer an: „Die Chöre haben prima durchge-halten, sich noch gesteigert, und das Publikum war erste Sahne“.

Text und Fotos: Vinzenz

Waldlermesse Hersbruck

Die Aufführung der ,,Waldlermesse" ist in Hersbruck schon Tradition. In diesem Jahr erwartete das Publikum etwas ganz Besonderes: Die Sängervereinigungen von Hersbruck und Reichenschwand sangen gemeinsam, unterstützt von einer Instrumentalgruppe der Musikschule Helleken-Bielesch.
Als Einstimmung auf den vierten Adventssonntag und die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage wurde am vergangenen Samstag in der Hersbrucker Stadtkirche zum 14. Mal die „Waldlermesse" aufgeführt. Die Waldlermesse entstand aus Liedgut aus dem Bayerischen Wald und aus Altbayern, das von Ferdinand Neumaier und Eugen Hubrich in der Mitte des letzten Jahrhunderts gesammelt, neu arrangiert und teilweise neu getextet wurde.
"Dank und Verehrung, aber auch Freude und Jubel ausströmend bis zur ländlerischen Weise, in allem aber besinnlich und tiefgründig in den Ablauf einer Messe gefasst, das ist die Waldlermesse." So umschrieb der Heimatforscher, „Baumsteftenlenz" (Paul Friedl) das Werk. Und in dieser Tradition wird es auch in Hersbruck aufgeführt. Unter der musikalischen Leitung von Christine Baier und begleitet von den Worten von Dekan Dr. Werner Thiessen wird dem Publikum das Leben der Waldler näher gebracht. Ein hartes Leben ist es, fromm und gottesfürchtig sind die Menschen im Bayerischen Wald. Aber auch voller Freude über die Natur und die Landschaft zu allen Jahreszeiten, bringen sie Dank und Gottesfurcht in ihren Liedern zum Ausdruck.
Die Texte und Melodien sind einfach und genau das ist es, was die Atmosphäre der Wallermesse ausmacht. Nichts verstellt den Blick auf das schlichte Leben der Menschen, ihre Freuden, ihre Leiden und ihr tief verwurzeltes Gottvertrauen.
Ein Chorerlebnis der besonderen Art mit zwei makellosen Chören und stimmungsvoller Instrumentalbegleitung (Gitarre, Akkordeon, Bass), das vom Publikum in der Stadtkirche mit viel Applaus honoriert wurde.

"nach Hersbrucker Zeitung/sb"

Waldlermesse Reichenschwand

Seit Jahren ist es bereits schöne Tradition, dass die Sängervereinigung Reichenschwand einen Gottesdienst in der Adventszeit in der heimischen Albanuskirche mitgestaltet. In diesem Jahr stand ein besonderes Konzert auf dem Programm. Gemeinsam mit der Sängervereinigung Hersbruck und einer Instrumentalgruppe der Musikschule Helleken-Bielesch sang der Chor in einer Abendveranstaltung „Die Waldlermesse“ in einer konzertanten Aufführung unter der musikalischen Gesamtleitung von Christine Baier und Karola Klinger-Summerer.
In der voll besetzten Kirche trugen die beiden Chöre volltönend und melodisch die besinnlichen und tiefgründigen Weisen vor. Die Waldlermesse stammt aus der Feder von Eugen Hubrich und wurde intoniert von Ferdinand Neumaier, der dafür quasi aus dem Urquell waldlerischen Brauchtums schöpfte: dem Erbe vieler sangesfreudiger Generationen. Es entstanden einfache Lieder in der verständlichen Sprache des einfachen Mannes, teilweise traurig und schwermütig, zwischendurch herzhaft und gleichzeitig besinnlich. Die Messe spiegelt das harte Leben der Menschen im Bayerischen Wald in ihrer kargen Umgebung wider. Sie leben im festen Vertrauen auf Gott, dessen Macht und Gnade sie überall in der Natur erleben. Das Kyrie, sozusagen die Bitte um das tägliche Brot, wird zum Gloria, dem Lob Gottes aus der Dankbarkeit heraus, und schließlich zum Credo, dem Glaubensbekenntnis. Das Sanctus erinnert an den Gesang im Wald. Schließlich heißt es, still werden zur Ehre Gottes um am Ende getrost nach Hause zu gehen, ins „Waldhütterl“ und ganz oben „das Himmelstor offen stehen sehen“.
Das Publikum belohnte die musikalische Leistung der Chöre und ihrer Instrumentalbegleitung mit einem lang anhaltenden Beifall. Als Zugabe gab es noch einmal das Benedictus „Jetzt glanzt a jed’s Stäuberl dem Herrgott zur Ehr‘“.
Monika Gniffke

Sängerbund Altensittenbach feiert sein 150 - jähriges Jubiläum

Mit einem festlichen Abend, in dessen Mittelpunkt die Ehrung langjähriger aktiver Sänger und fördernder Mitglieder stand, feierte der Sängerbund 1865 Altensittenbach sein 150-jähriges Jubiläum.
Mit einem bunten Strauß feinsinniger gut einstudierter Lieder umrahmten die Patenvereine, die Sängervereinigung Hersbruck, geleitet von Christine Baier, Sängerlust 1859 Kirchensittenbach unter Georg Duschner, und der Jubelchor unter Dr. Olaf Kohlisch den Festakt. Allen voran gab der Posaunenchor Altensittenbach mit Wolfgang Werthner - er moderierte das Programm - festlichen Bläserglanz.
Zu Beginn gab es eine Überraschung: mit Alias Colours of Brass intonierte der Posaunenchor eine Intrade, die bei der Eröffnung der Olympiade 1972 gespielt wurde. In festlichem Flair leitete der Jubelchor ein: ergreifend das "Bundeslied" uns feierlich das "Lied an die Freude" von Ludwig van Beethoven.
Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Sängerbundes, Erich Kellner, gratulierte Bürgermeister Robert Ilg stellvertretend für Landrat Armin Kroder und den Kreistag Nürnberger Land zum besonderen Jubiläum. Er zollte den Sängern Respekt für den 150-jährigen Erhalt der hohen Kunst. Für den Patenverein sprach Hans-Peter Vogel.
Der Präsident des Fränkischen Sängerbundes, Peter Jakobi, umriss die unsichere Zeit der Gründungsjahres. Hier entstanden viele Gesangvereine, die den Menschen Geborgenheit gewährten. Das Singen sei der Atem der Seele, denn es baue Brücken und "schmiede" Herzen zusammen. Er überreichte Erich Kellner eine Dankesurkunde für 150 Jahre und gleichzeitig eine Ehrenurkunde des Deutschen Chorverbands.
Pfarrer Gerhard Metzger sprach für alle Vereine. In der Demokratie entstehe Kreativität. 40 Jahre nach der Gründung des Jubelchors wurde der Männergesangverein 1896 gegründet. Es sei nicht einfach, einen Verein zu führen. Sein Dank galt Erich Kellner für 25 Jahre Vereinsführung. Leonid Slasten von der Sängervereinigung Hersbruck übergab eine Spende an Erich Kellner.
Zweite Vorsitzende Karin Sollner ließ in zwei Teilen die Vereinschronik mit Dias Revue passieren.
Sängerkreisvorsitzender Jan Meier ehrte aktive Sänger mit Urkunde und Anstecknadel sowie fördernde Mitglieder; für 25 Jahre Erna Raab und Ingrid Duschner; für 40 Jahre Christl Pörner; für 60 Jahre Ingrid Rempt, Ursula Wolfermann, Grete Herzog und Else Werthner. Fördernde Mitglieder für 25 Jahre Kerstin Layer und Gertrud Werthner; für 40 Jahre Wolfgang Werthner; für 50 Jahre Georg Eberhard, Günther Ehrke und Herta Ertel.
Erich Kellner dankte und ehrte die Chorleiter: Christine Baier, Georg Duschner, Dr. Olaf Kohlisch und Wolfgang Werthner, sowie Käthe Eberhard (Klavier) und Markus Werthner (Mischpult).
Mit wunderbaren Harmonien der "Abendruhe" von Mozart und dem gemeinsamen Volkslied "Kein schöner Land" klang der Festabend besinnlich aus.

Alfred Eichhorn

Alfeld weiht sein Volksmusikzentrum ein

Bereits im Dezember 2013 lag der Zuwendungsbescheid für die Errichtung des Volksmusikzentrums vor. Gefördert wurde nicht nur mit Mitteln aus der Dorferneuerung, sondern auch mit Europäischen Fördergeldern. Zur Einweihungsfeier waren deshalb nicht nur Handwerker eingeladen, die am Bau beteiligt waren, sondern auch eine ganze Reihe von Vertretern aus Politik und Ämtern.

Im Gottesdienst ging Diakon Markus Weinländer auf das Matthäusevangelium ein und auf die Möglichkeiten, ein Haus auf Fels oder auf Sand zu bauen. Mitgestaltet wurde der Gottesdienst vom Posaunen- und Kirchenchor sowie vom Gesangverein 1852 Alfeld und vom Liederkranz Alfeld. Am Nachmittag fand dann gleich ein erstes Musikantentreffen im neuen Volksmusikzentrum statt.

K. Rösel

Musikalische Herbstreise – Konzert in Reichenschwand

Die Sängervereinigung 1862/1905 Reichenschwand, geleitet von Karola Klinger-Summerer, hatte zu einer musikalischen Herbstreise in die vollbesetzte Schulturnhalle eingeladen. Mit dabei: der stattliche MGV 1862 Ottensoos unter Gunter Schwarz und der gemischte Chor des MGV 1864 Hartmannshof unter der musikalischen Leitung von Birgit Rösch. Am Klavier begleiteten zuverlässig Ute Königer und Manfred Süß.

Erster Vorsitzender Erich Wittmann begrüßte die Freunde des Chorgesangs und die mitwirkenden Sängerinnen und Sänger. "Das Chorkonzert werden wir genauso bunt und vielfältig gestalten wie der Herbst die Natur in ihrer Farbenpracht mit allen Schattierungen", versprach Erich Wittmann. Und dieses Versprechen hielten die Chöre nur zu gerne ein.

Zweiter Vorsitzender Gerhard Liwanetz moderierte mit wertvollen Hinweisen die von Frankreich über Italien nach Russland verlaufende Reise. Auf der mit Blumen liebevoll dekorierten Bühne trug der bestens vorbereitete Männerchor der Sängervereinigung stimmlich ausgewogen in feiner Dynamik seine Lieder vor. Ute Königer begleitete zuverlässig und subtil am Klavier.

Bürgermeister Bruno Schmidt begrüßte seinen Amtskollegen Klaus Falk und die Gäste aus Ottensoos, freute sich über ein volles Haus, das die Beliebtheit des Gesangs zeigte. So könne man bei gegenseitigen Treffen der Vereine das Liedgut nach außen tragen. Der MGV 1862 Ottensoos, geleitet von Gunter Schwarz, bereicherte ausgewogen in feiner Dynamik und italienischer Sprache die Madrigale "La Pastorella", ein die Landschaft der Toskana preisendes Lied.

Birgit Rösch, Leiterin des gemischten Chors, verlieh durch theatralische Gestaltung des jeweiligen Textes eine besonders lebendige Note. Mal gebärdenreich bei "Ein Jäger längs dem Weiher ging", mal feinsinnig bei "Die Mond ist aufgegangen".

Der MGV 1862 Ottensoos brachte detailgenau zwei Wanderlieder zu Gehör. Birgit Rösch zeigte sich majestätisch: "Die Abendglocken rufen"; bewegt ein brasilianisch punktierter Tanz "Am Himmel, da funkeln die Sterne" und mit wunderbarer Klavierbegleitung von Manfred Süß und Gesang "Der Mondchor" aus "Die lustigen Weiber von Windsor".

Erich Wittmann gedachte in seinen Dankesworten der kürzlich verstorbenen Chormitglieder Günter Greisinger, Erwin Körber und Helmut Wörl, wobei sich alle von den Plätzen erhoben. Mit "Als Freunde kamen wir" klang die "Herbstreise" aus.

Alfred Eichhorn

Konzert der Chorgemeinschaft Schwaig mit dem Partnerchore aus dem Limousin, Frankreich, Choer Régional de la Vézère in der St. Paulskirche in Schwaig

Zwei ausgesprochen musikalische Chorleiter, beide jüngeren Alters, Monsieur Francois Terrieux und unser Chorleiter Josef Laußer, haben sich abgesprochen die Schwaiger Bürger mit Chormusik aus Frankreich und Deutschland zu überraschen. Teils mit Flügelbegleitung und auch à capella  –  so konnten die reinen Chorstimmen erklingen und das Publikum damit begeistern. Beide Chorleiter haben es verstanden ihre Chöre in den Tönen abzustimmen und jedes einzelne vorgetragene Stück kraftvoll oder zart anklingen zu lassen.

Dies war wieder eine Bereicherung der Schwaiger Kulturtage. Die Begrüßung übernahm 1.Bürgermeisterin, Ruth Thurner, das Publikum und die Gäste aus Frankreich in französischer Sprache.

Der Gast Chor hatte eine lange Reise und kam mit einigen Stunden Verspätung wohlbehalten in Schwaig an. Am Abend hieß die Chorgemeinschaft die französischen Gäste in ihrem Probenraum herzlich Willkommen, bei gutem fränkischen Essen und Trinken mit teils selbst zubereiteten Speisen, fühlten sich geladene Gäste sowie die aktiven Sängerinnen und Sänger sehr wohl. Im Laufe des Abends wurde viel gelacht und gesungen, es entbrannte ein kleiner Sängerkrieg. Der Damenchor „Molly Malones“ trug mit seinen französischen Weisen zur Unterhaltung mit bei, sowie lustige Solostücke wurden gekonnt vorgetragen. Nach so einer langen Nacht tat ein Spaziergang  von Schwaig nach Behringersdorf allen gut und keiner unserer Gäste wollte mit dem Auto in das Hotel gebracht werden. Am anderen Morgen stand noch eine Stadtführung durch Nürnberg auf dem Programm und am Abend dann das gemeinsame Konzert.

Die Mitgestaltung des feierlich, festlichen Gottesdienstes am Sonntag, in der kath. Kirche St. Paul, durch den französischen Chor, lud viele Schwaiger Bürgerinnen und Bürger ein und waren begeistert von dem Klang des Chores mit seinen ausgewogenen Stimmen.

Danach fiel das Abschiednehmen der Sängerinnen und Sänger aus beiden Chören mit einem weinenden und einem lachenden Auge sichtlich schwer. Wurde doch die Gegeneinladung für einen baldigen Besuch nach Brive-la Gaillarde im Limousin mit einer versicherten Zusage abgesprochen.

Sommerkonzert Kinder- und Jugendchor Neunhof

Der Kinderchor „Nona" des GV 1848 Neunhof und Jugendchor „Klangkraft" des GV Harmonie Neunhof begeistern das Publikum

Das diesjährige Sommerkonzert des Neunhofer Kinder- und Jugendchors bot am Sonntagnachmittag im Lokschuppen in Eschenau ein abwechslungsreiches Programm. Den Anfang machte der Jugendchor „Klangkraft" unter der Leitung von Judith Geissler. Rhytmisch und mit viel Schwung präsentierten die Sängerinnen einen Querschnitt aus der Rock-und Popgeschichte. Im Anschluß sang der Kinderchor unter Leitung von Andrea Adelmann Lieder aus Pippi Langstrumpfs Welt. Alle hatten sichtlich viel Spaß die lange einstudierten Lieder vor Publikum vorzutragen. Mit Stadtrat Hans Kern, Eschenaus 2. Bürgermeister Reinhard Zeiß, Pfarrer Menzinger aus Beerbach, Gesangvereinsvorsitzendem Helmut Apolczer und Feuerwehrvorsitzendem Gerd Schmidt hatte sich auch lokale Prominenz eingefunden. Ein Highlight im Programm schuf der Jugendchor mit einer eigenen Interpretation von Michael Jacksons „Billy Jean". Begeistert ließ sich das Publikum davon mitreißen.

Nach einer Pause mit Kaffee und Kuchen sangen die Kinder Ausschnitte aus dem beliebten Bibi & Tina-Soundtrack, das Lied der Fußballweltmeisterschaft: „Ein Hoch auf uns" sowie den aktuellen Song "Mein Herz schlägt schneller als Deins".

Die jungen Sängerinnen von "Klangkraft" sorgten mit dem Song "21 Guns" für Begeisterung. Den stimmungsvollen Abschluss bildete der gemeinsame Auftritt beider Chöre mit dem Lied "Happy". Durch den leidenschaftlichen Einsatz der Chorleiterinnen ist ein modernes und für Kinder und Jugendliche gleichermaßen ansprechendes Programm entstanden. Das gemeinsame Konzert war für beide Gesangsgruppen ein voller Erfolg und wurde durch den lang anhaltenden Applaus des Publikums bestätigt.

Dietmar Arnet

5 Tage Konzert- und Erlebnisreise in die Steiermark

Auf Einladung eines steirischen Kulturvereines zu Begegnungskonzerten in der Steiermark gründete sich unter der Regie des Fränkischen Sängerbundes im Januar dieses Jahres ein Projektchor aus 58 Sängerinnen und Sänger aus den Gesangsvereinen Sängerliebe Weißenbrunn, dem gemischten Chor des MGV Gersdorf, unterstützt durch einzelne Sängerinnen und Sänger aus dem Sängerkreis Hersbruck (Vorwärts Leinburg, Frohsinn Röthenbach, Selnecker Kantorei Hersbruck, MGV Offenhausen und MGV Entenberg). Die Leitung übernahm Günther Kuhn, Chorleiter der Sängerliebe Weißenbrunn und MGV Gersdorf, der in mehreren gemeinsamen Chorproben die Sängerinnen und Sänger auf die geplanten Auftritte vorbereitete, sodass die 5-Tagesfahrt in die Steiermark über die Pfingstfeiertage mit zwei Bussen und einem guten Gefühl der Vorbereitung angetreten werden konnte.

Die österreichische Gastlichkeit spürten die Reisenden bereits bei ihrem ersten größeren Zwischenstopp in Wartberg/Krems, der Partnergemeinde der Gemeinde Leinburg, wo sie vom dortigen Bürgermeister Franz Karlhuber herzlich willkommen geheißen wurden, bevor die Fahrt mit Ziel Graz weiter ging. Graz war dann auch der Ausgangspunkt für verschiedene Ausflüge und Auftritte. Für das gegenseitige Kennenlernen und Kameradschaft war es gut, dass alle gemeinsam in einem Hotel untergebracht war. Wer Graz kennenlernen möchte, muss eine Stadtbesichtigung zu Fuß machen, bei der die Altstadt durchstreift wird und im Vorbeigehen Anschauungsunterricht in Romantik, Gotik, Renaissance, Barock, Historismus und Jugendstil vermittelt wird. So tat es auch die in mehreren Gruppen aufgeteilte Reisegruppe und ließen sich von den Stadtführern in der Altstadt durch repräsentativen Höfe für den Adel, Kloster- und Arkadenhöfe mit urigen Gaststätten, zum Priesterseminar, Grazer Burg, Doppelwendeltreppe, Dom und Rathaus führen, um nur einige Sehenswürdigkeiten zu nennen. Und immer wieder stößt man auf die Gegensätze, einerseits das alte Historische und andererseits auf zeitgenössischer Architektur, wie z.B. dem Grazer Kunsthaus oder die schwimmende Insel auf der Mur. Tradition und Moderne miteinander zu verbinden wird in Graz sicher beherrscht, was ausschlaggebend war, dass die Grazer Altstadt von der UNESCO 2011 zum Weltkulturerbe erklärt wurde.

Mitten in der Stadt auf einen grünen Hügel, dem Schloßberg, erhebt sich die früher wehrhafte Festung mit düsteren Verliesen – heute ein einladender Erholungsraum auf dem das Wahrzeichen von Graz steht; der Glockenturm mit der gewichtigen „Liesl“ und der Uhrturm. Und hat man mal die 260 Stufen über den Schoßbergsteig hinauf zum Schloßberg geschafft, bietet sich ein herrlicher Blick über die Grazer Altstadt und das Panorama der Umgebung. Am Abend kam es dann in den Räumen der Brauerei Puntigam zu einen musikalischen Vesper der Chöre aus den Sängerkreisen Schweinfurt, Erlangen-Forchheim, Euskirchen aus der Eifel sowie dem Projektchor Sängerliebe Weißenbrunn und MGV Gersdorf. Zwischen den verschiedenen Mahlzeiten trug jeder Chor eine Auswahl seiner Lieder vor und am Ende sangen alle Chöre zusammen mit rund 200 Sängerinnen und Sängern das Abschiedslied „Wiedersehen ist ein schönes Wort“.

Es war geplant, dass jeder Chor am Pfingstsonntag jeweils in einer anderen Kirche einen Gottesdienst mitgestaltet. Für die Sängerliebe Weißenbrunn-MGV Gersdorf war es die Pfarrkirche St. Leonhard in Graz, deren Ursprung auf das 15.Jhrd. zurückgeht und die 1961/62 um einen achteckigen Erweiterungs-bau mit Antikbuntglas durchlichteten Seitenwänden erweitert wurde. Dieser neue Chorraum hatte eine sehr gute Akustik, sodass die vom Chor vorgetragenen und in den Gottesdienstablauf eingebundenen Lieder einen festlichen Pfingstgottesdienst ergaben.

Am Nachmittag stand das Gesellige auf dem Programm – eine Fahrt in das Weinbaugebiet der Südsteiermark – ins „Steirische Himmelsreich“ - mit Besuch einer typischen Buschenschänke. Auf der Fahrt dorthin durch die hügelige Weinstraße, auch die „Toskana“ Österreichs genannt, säumten viele Felder mit Ölkürbissen, aus denen das Kürbiskernöl – das „grüne Gold“ der Steiermark gewonnen wird, den Weg. Viele kleine Weinfelder an den Hängen ehemals erloschener Vulkane prägen das einmalige Landschaftsbild und auf der Grenzstraße entlang hat man einen herrlichen Blick über die Grenze hinweg bis weit nach Slowenien hinein. Viele idyllische Buschenschänken, Streuobstwiesen, Mischwälder und Klapotetze (Windräder mit Schlaghämmer aus Holz zum Vertreiben der Vögel aus den Weinbergen) betten sich harmonisch in die einzigartige Hügellandschaft. In einer Buschenschänke gab es die Qual der Wahl, welchen Wein aus der Region man zur Brettljause verkosten sollte. Typisch für die Region ist der „Schilcher“, der von der Mineralik des Bodens (Schiefer- und Muschelkalkböden) geprägt ist und aus der „Blauen Wildbacher“ Traube gekeltert wird. Stimmung kam auf, als Günther Kuhn seine Quetschen zur Hand nahm und flott aufspielte. Ein weiterer Abstecher führt zu einer anderen Buschen-schänke am Eory-Kogel mit der größten Weintraube der Welt. Das aus Edelstahl und verschmolzenen Glas geformte Denkmal versinnbildlicht die Existenzgrundlage der Region. Bei genauerem Hinsehen erkennt man 365 Perlen für die Tage des Jahres, 52 Teile (50 Blätter, Stamm und Traube) für die Wochen im Jahr, 31 kleine Blätter symbolisieren die Tage des Monats, die 12 mittelgroßen Blätter die Monate und schließlich die 7 großen Blätter die Wochentage.

Der Pfingstmontag stand zur freien Verfügung bzw. es bestand die Möglichkeit, das am Rande des Stadtzentrums von Graz liegende Schloss Eggenberg zu besuchen, was auch viele nutzten. Das harmonisch geprägte Schloss, ab 1625 von Fürst Hans Ulrich von Eggenberg erbaut, ist mit einem prachtvollen Planetengarten, Rosenhügel und Schlosspark umgeben, in dem besonders attraktiv die majestätisch schreitenden Pfaue zu bewundern waren. Bei einer Führung durch das Innere der 24 Prunkräume konnte man die damalige Weltgeschichte in der Barockzeit an den gut erhaltenen Wand- und Deckengemälde nachverfolgen. Am Nachmittag dann das Highlight der Reise, das Chorbegeg-nungskonzert mit einem einheimischen Chor sowie dem Doppelquartett des steirischen Jägerchores. Die ausgewählten Lieder der beteiligten Chöre begeisterten die Zuschauer. Das anschließende gemeinsame Abendessen und gemütliches Beisammensein der Chöre beendete offiziell die deutsch/steirische Chor-begegnung. Insgesamt konnte der Projektchor bei dieser Reise sein Können mit einer breiten Auswahl gut eingeübter Liedern unter der Leitung von Günther Kuhn unter Beweis stellen. Auf der Heimfahrt am nächsten Morgen wurde nochmals im Benediktinerstift Admont Rast gemacht, bevor die Gruppe am Abend wieder Gersdorf und Weißenbrunn mit vielen positiven Eindrücken von der Steiermark erreichte. Damit ging die gut organisierte 5-Tagesfahrt zu Ende.

Helmuth Arneth

Chorfest – Bundes Singen in Volkach am 26.Juli 2015

Der gemischte Chor des MGV Auerbach vertrat als einziger Chor den Sängerkreis Hersbruck beim Chorfest – Bundes Singen in Volkach am 26.Juli 2015. Trotz des sehr heißen Sommertages präsentierte der Chor – wie von ihm gewohnt - seine Lieder sehr harmonisch und stimmungsvoll.

Unter der Leitung von Markus Weber wurden folgende Lieder gesungen:

  • Mir ist ein feins brauns Maidelein (Melodie aus dem 16. Jh.)
  • Wacht auf, ihr schönen Vögelein (Melodie: Anonym)
  • Lerchengesang (Felix Mendelssohn Bartholdy)
  • In der Ferne (Satz: Friedrich Silcher)
  • Mädchen mit den blauen Augen (Satz: Max Reger)
  • Zum Tanze da geht ein Mädel (Tanzlied aus Schweden)
  • Kinderlied für Agnes (Hugo Distler)
  • Es war an einem Sommertag (Birger Sjöberg)

Sound loud - Jubiläumsflug durch die Filmmusik

Am Sonntag, den 19. Juli 2015 lud der Dehnberger Hof Chor zu seinem zweiten Jubiläumskonzert in die Mehrzweckhalle Ottensoos ein. Der Erfolg der letzten Konzerte ließ viel Publikum erwarten und so beschlossen alle beteiligten Ensembles das Konzert gleich zweimal hintereinander aufzuführen. Mit etwa 800 Besuchern feierte der Dehnberger Hof Chor zusammen mit den Stadtstreichern der Johannisgemeinde Lauf, den jungen Meistersingern der Hochschule für Musik Nürnberg und den KroChordilen Rückersdorf sein 35-jähriges Jubiläum. Dabei betonte die künstlerische Leiterin des Dehnberger Hof Chores, Frau Prof. Heike Henning, die Wichtigkeit, das Jubiläum mit befreundeten Ensembles unterschiedlicher Generationen musikalisch zu feiern und so ihren Beitrag zur chorischen Nachwuchsförderung beizutragen.

Musikalisch wurden die Besucher mit dem Stück „Fly with me“ begrüßt und vom Dehnberger Hof Chor eingeladen, auf ihrem Rundflug durch Filmmusik und mehr, mitzufliegen. Alle Anwesenden begannen - durch das Solo von Marlene Kuhn aus dem Dehnberger Hof Chor aufgefordert - die musikalische Reise ins Land der Klänge, Rhythmen und Töne, ganz dem Konzertmotto entsprechend: Sound loud oder Sound Cloud.

Das jüngste Ensemble, die KroChordile Rückersdorf sangen fünf Lieder, darunter ihre eigenen Chorhymne , sowie echte Filmklassiker wie „Supercalifragilisticexplialigetisch“ aus dem Film „Mary Poppins“, ferner „Probier´s mal mit Gemütlichkeit“, Entspannungssong des Bären Balu aus dem „Dschungelbuch“ bis hin zu einem Lied über die sangesfreudige Schnake namens Susi. Damit das Publikum noch was zu denken hat, präsentierten die Kinder ein Lied über Liebe, genannt „Eibels Lied“ und boten dies als Rätsel an. Die rund 30 Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren überraschten dabei mit ihren zarten, unter anderem auch solistischen, Kinderstimmen.

Die Jungen Meistersinger 2, der Jugendchor der Hochschule für Musik Nürnberg , überzeugte wieder mal mit ihren glockenhellen und intonationsreinen Stimmen. Die elf Chormitglieder begeisterten mit Stimmimitationen vom Affen- bis hin zum Löwengebrüll in einem eigenen Arrangement von „The Lion sleeps tonight“. Eine besonders stimmungsvolle Bühnenperformance boten sie bei dem eigens für sie arrangierten „All about that Bass“. Zusammen mit den Laufer Stadtstreicher sangen sie eine Bearbeitung von „I see fire“, welches die Zuhörer aus der zweiten Film der Filmtrilogie „Der Hobbit“ kannten. Ferner durfte das Publikum auch den Klängen von „Hallelujah“ (Shrek) mit wechselnden solistischen Parts und „Double Trouble“ (Harry Potter) lauschen.

Ohne Gesang aber nicht weniger beeindruckend feierten die Laufer Stadtstreicher mit diesem Konzert ihr 20-jähriges Jubiläum. Unter der Leitung von Heidi Braun wurden die Gäste durch die unterschiedlichsten Filme und ihre Stimmungen geführt. Pompös starteten sie mit einem Medley aus dem Film und Musical „Les Miserables“, gefolgt von der mitreißenden „irischen Tanzparty“ (Titanic) hin zum ruhigeren „Prince of Egypt“ mit Kristina Glücker an der Solovioline. Mit klanggewaltiger Musik aus dem Film „Gladiator“ mit Andrea Sowa am Solocello gelang den Laufer Stadtstreichern eine imposante Darbietung. Neben ihren eigenen instrumentalen Stücken begleiteten sie zusammen mit Theresia Brehm am Klavier während des gesamten Konzertes die weiteren drei Ensembles.

Das einladende Jubiläumsensemble, der Dehnberger Hof Chor, begeisterte klang- und ausdrucksstark sowie stimmgewaltig mit über 70 Sänger und Sängerinnen das Publikum. Beginnend mit einem weiteren Hobbit-Song „Misty mountains“ starteten sie musikalisch in den mystischen Bergen des Hobbit Reichs. Anschließend führte der Dehnberger Hof Chor mit einem Medley aus Lion King die Zuhörer durch die Geschichte des kleinen Löwen Simbas. Die Sängerin Johanna Jarzina (Erlangen) spielte und sang dabei überzeugend den kleinen Löwen Simba, während der Dehnberger Hof Chor das Rudel aber auch das Böse darstellten. Der rhythmische Klassiker „Baba Yetu“ von Christopher Tin, gesungen vom Dehnberger Hof Chor und den Jungen Meistersingern in Begleitung der Laufer Stadtstreichern und mit dem virtuosen choreigenen Tenorsolist Christian Weiß, sorgte auch diesmal für bombastische groovende Stimmung.

Die künstlerische Gesamtleitung hatte Prof. Heike Henning in fester, präziser und motivierender Hand. Dadurch schuf sie bei allen musizierenden Ensembles eine konzentrierte, stimmungsvolle und mitreißende Atmosphäre, welche die Zuschauer auf ihrem Flug durch die Filmmusik begleitete. Allen Ensembles entlockte sie ausdrucksstarke und stimmige Interpretationen.

Den Abschluss des Konzertes bestritten alle vier Ensembles gemeinsam mit dem südafrikanischen Lied „Siyahamba“, bei dem die Besucher trotz großer Hitze in der Halle stehend mitklatschten. Belohnt wurden alle Ausführenden mit tosendem und langanhaltendem Applaus der insgesamt knapp 800 Zuhörer. Hierfür bedankten sich alle Beteiligten gemeinsam mit dem schwungvollen Kanon Johaudu, bei dem die großen und kleinen, jungen und alten Sängerinnen mit leuchtenden Augen singend von der Bühne zogen.

Die Feier des Dehnberger Hof Chores klang im Anschluss an die Konzerte mit einem kulinarischen Abschluss und einem durch Fotografien geleiteten Rückblick bis in die Gründungszeit aus. Auch freute sich der Chor über die Grußworte von Tanja Riedel und Norbert Maschler, den Vertretern der Gemeinde Lauf und Ottensoos.

Schloss-Serenade

Eismannsberg Schlosskonzert

Lieder als Geschenke: Sechs Chorgemeinschaften in Eismannsberg sangen „Lieder zur Sommerzeit“

EISMANNSBERG – Am Sonntag hatte der Männergesangverein Sängerlust 1893 Eismannsberg e.V. zum inzwischen 9. Schlosskonzert in den Hof des Schlosses Eismannsberg eingeladen. Mitwirkende waren der Gesangverein Burgthann, der Männergesangverein Sangeslust Entenberg, der MGV Sängerlust 1858 Kirchensittenbach, der Projektchor „Steiermark“, der MGV Sängerlust 1893 Eismannsberg und der Männergesangverein 1863 Marktbergel.

Den bunten Liederreigen unter dem Motto „Lieder zur Sommerzeit“ eröffneten die Gastgeber mit ihrem jungen Chorleiter Martin Pirner mit „Freund, setzt euch in die Runde“ – und das hatten die weit über 300 Gäste auch gerne gemacht. Mit Kuchen vom Kuchenbuffet, Kaffee, gegrillten Speisen und kalten Getränken wurden alle bestens versorgt. Auch Petrus hatte ein Einsehen gehabt und nach dem Unwetter des vorhergehenden Abends schönstes Sommerwetter geschickt, und damit allen einen stimmungsvollen Nachmittag beschert.

Zum Chorkonzert unter den Linden des Eismannsberger Schlosses der Gastgeberfamilie Christa und Dieter Wild waren fünf Chöre aus nah und fern angetreten, um, nach den Begrüßungsworten durch den 1. Vorsitzenden Matthias Hirschmann, mit ihren insgesamt 26 Liedern Freude zu bereiten. Die ausgewählten Vorträge ergaben ein sehr abwechslungsreiches Programm.

Stimmungsvolle Lieder

Eher nachdenklich und besinnlich waren die Weisen aus der Romantik, so Philipp Friedrich Silchers „Waldlust“, das die 20 Entenberger Sänger unter der Leitung von Jörg Neubauer beisteuerten. Ebenso das melancholische „Der Jäger Abschied“ (von Mendelssohn-Bartholdy komponiert) und „Auf Wiedersehen“ nach einem Text Friedrich Rückerts, vom nur zwölfköpfigen MGV Kirchensittenbach (Leitung Georg Duschner) stimmig umgesetzt.

Ein Großteil der Lieder war der Schönheit der Natur gewidmet: Etwa „Hoch droben auf dem Berg“, vom befreundeten Gesangverein aus Marktbergel mit seinem Chorleiter Hans Götz, und „Wo Mandelbäume blühen“ und das sehr sensibel interpretierte „Hinunter ins Tal“ vom Projektchor „Steiermark“. Letzterer hatte sich zur Frühjahrsfahrt in die Steiermark zusammengefunden und vereint mehr als 40 Sängerinnen und Sänger aus der ganzen Region. Chorleiter Günther Kuhn Regel: „Da durfte jeder mitfahren – wenn er mitsang.“

Aber auch leichtere Unterhaltung war vertreten mit Schlagern und Hits aus den 60er und 70er Jahren: „Rote Lippen soll man küssen“ empfahlen überzeugend die Eismannsberger Männer und der gemischte Burgthanner Gesangverein (Leitung Tatjana Kwint) zauberte mit „Sing mit mir“, das man als „Ain´t She Sweet“ von den Beatles kennt, eine wunderbar mehrstimmige „Chor-Revue“ in den Schlossgarten.

Den fast dreistündigen musikalischen Reigen schloss der gastgebende Chor mit „Bajazzo“ aus Ruggero Leoncavallos 1892 uraufgeführter Oper und „Irische Segenswünsche“. Beide Lieder hatten sie vor kurzem erst in Venedig dargeboten, wie Hans Geyer, der launig durchs Programm führte, nicht ohne Stolz bemerkte.

Mit einem gemeinsam gesungenen „Kein schöner Land“ endete ein stimmungsvolles Chorkonzert.

Erich W. Spieß